I. Tobler |
Zusammenfassung Summary |
C. Bassetti, M. Gugger |
Zusammenfassung Summary |
E. Ullmer, M. Solèr |
Zusammenfassung Summary |
I. Laube, K. E. Bloch |
Zusammenfassung Summary |
R. Thurnheer |
Zusammenfassung Summary |
M. Gugger, C. Bassetti |
Zusammenfassung Summary |
K. Fritsch, K. E. Bloch |
Zusammenfassung Summary |
M.R. Scherler |
Zusammenfassung Summary |
T. Wißkirchen, H. Teschler |
Zusammenfassung Summary |
D. Ghelfi |
Zusammenfassung Summary |
Zusammenfassungen / Summaries
Zusammenfassung
Trotz der weiten Verbreitung von noM-Schlaf und REM-Schlaf bei allen Säugern und Vögeln ist die Funktion des Schlafs noch unbekannt. Untersuchungen von schlafähnlichen Verhalten, wie Winterschlaf und Tagestorpor bei gewissen Säugern, und von schlafähnlichen Verhalten bei Invertebraten könnten Aufschluss über die Funktionen des Schlafs geben. Es zeigt sich, dass Tagestorpor paradoxerweise viele Ähnlichkeiten mit Schlafentzug hat. Das EEG nach einer Torpor Episode gleicht demjenigen nach Schlafentzug. Bei der Fruchtfliege Drosophila wurden indessen schlafähnliche Verhalten nachgewiesen, die wie der Schlaf bei Säugern homöostatisch kompensiert werden. Diese Befunde ermöglichen die Suche und Identifikation von Genen, die sich als Funktion dieser Verhalten ändern.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern
Despite the almost ubiquitous presence of sleep and the sleep stages noM and REM sleep in mammals and birds, the functions of sleep still remain elusive. Several promising approaches may shed light on this problem. Thus investigation of sleep-like states such as hibernation and torpor have shown that these states are more similar to sleep deprivation than to sleep. Furthermore, sleep-like states, which are homeostatically compensated for after rest deprivation have been found in Drosophila. These results allow to search for genes and gene products which change as a function of the vigilance states in these more simpler organisms. Thereafter, homologous genes can be investigated in mice.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern
Zusammenfassung
Die Hypersomnie (exzessive Schläfrigkeit) zeichnet sich durch eine erhöhte Schlafneigung aus mit subjektiv vermehrter Tagesschläfrigkeit, ungewollten Nickerchen bis hin zu «Schlafattacken» und/oder verlängertem Nachtschlaf mit morgendlicher Schlaftrunkenheit. Die exzessive Schläfrigkeit sollte gegenüber Müdigkeit und Energielosigkeit, wie sie meist im Zusammenhang mit intern-medizinischen und psychiatrischen Erkrankungen auftreten, abgegrenzt werden. Die Hypersomnie tritt in der erwachsenen Bevölkerung mit einer Häufigkeit von 2-5% auf und kann zu Arbeitslosigkeit, Unfällen und neuropsychiatrischen Störungen führen. Zu den häufigsten Ursachen einer Hypersomnie zählen das Schlaf-apnoe Syndrom (SAS), die Narkolepsie, das chronische Schlafmanko (sog. Schlafinsuffizienz) sowie das Restless legs-/periodic limb movements in sleep - Syndrom (RLS/PLMS). Die Verdachtsdiagnose ergibt sich oftmals schon aus dem klinischen Beschwerdebild. Dennoch sind eine Polysomnographie und ein Multiple sleep latency test (MSLT) für die definitive Diagnosestellung oft notwendig. Therapeutisch stehen die nasale CPAP-Therapie beim SAS, Stimulantien bei der Narkolepsie, eine Verlängerung der Schlafdauer bei der chronischen Schlafinsuffizienz und Dopaminagonisten beim RLS/PLMS zur Wahl.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern
Hypersomnia (excessive sleepiness) refers to an increased sleep propensity with a subjective craving for sleep, involuntary naps and «sleep attacks» during the day and/or prolonged nighttime sleep with sleep drunkeness. Excessive sleepiness should be separated from fatigue and lack of energy associated with a variety of medical and psychiatric diseases. Hypersomnia is reported by 2-5% of the adult population and can lead to poor work, accidents and neuropsychiatric disturbances. Sleep apnea syndrome (SAS), narcolepsy, chronic sleep deprivation (insufficiency), and restless legs/periodic limb movements in sleep syndrome (RLS/PLMS) represent the most common causes of hypersomnia. The diagnosis of these conditions can often be suspected on clinical grounds. However, an overnight polysomnography and a multiple sleep latency test are often additionally required for definite diagnosis. Treatment options include nasal CPAP for SAS, stimulants for narcolepsy, sleep prolongation for sleep insufficiency, and dopaminergic agents for RLS/PLMS.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern
Zusammenfassung
Durchschnittlich 40% der Erwachsenen im Alter von 30 bis 60
Jahren schnarchen regelmäßig. 2% der Frauen und 4%
der Männer weisen zusätzlich Atemstörungen im Schlaf
auf. Anatomisch enge Rachenverhältnisse oder eine Hypotonie
der dilatierenden Pharynxmuskeln begünstigen einen Kollaps.
Zwischen einfachem und krank machendem Schnarchen bestehen fließende
Übergänge. Während gewohnheitsmäßiges
Schnarchen im Wesentlichen eine Geräuschbelästigung
darstellt, führen Atemwegsobstruktionen im Schlaf zu Weckreaktionen
und einem nicht mehr erholsamen Schlaf. Die daraus resultierende
Tagesmüdigkeit vermindert das Leistungsvermögen, schafft
berufliche und soziale Probleme und birgt Unfallrisiken. Daneben
fördern diese Weckreaktionen die Entwicklung kardiovaskulärer
Erkrankungen.
Liegt ein obstruktives Schlafapnoe Syndrom vor, sind pulsoximetrisch
fassbare repetitive Entsättigungen im Schlaf charakteristisch.
Eine Quantifizierung der Apnoen sowie Hypopnoen ist mittels respiratorischer
Polygraphie möglich. Eine Widerstandserhöhung in den
oberen Atemwegen mit nur partieller Pharynxobstruktion (UARS =
Upper Airway Resistance Syndrome) führt nicht zu Sauerstoffabfällen,
kann aber Weckreaktionen auslösen und zu ähnlichen Symptomen
wie das obstruktive Schlafapnoe Syndrom führen. Zum Nachweis
eines UARS ist daher eine Polysomnographie notwendig, welche auch
EEG-, EOG- und EMG-Ableitungen zur Beurteilung von Schlafarchitektur
und Schlaffragmentation einschließt.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern
About 40% of adults are habitual snorers. 2% of women and 4%
of men between 30 and 60 years of age present additional sleep
disordered breathing. There is a continuous spectrum from simple
to disease-causing snoring ranging from merely disturbing noises
to pharyngeal obstructions and breathing pauses. Repetitive episodes
of upper airway obstructions lead to frequent arousals from sleep.
Sleep fragmentation is responsible for non-refreshing sleep and
subsequent excessive daytime sleepiness resulting in reduced performance
at work, social problems and a higher risk for accidents. Furthermore
there is a correlation between arousals and cardiovascular abnormalities.
Anatomic narrowing of the upper airway or hypotonia of the orpharyngeal
dilator muscles favour collapse of the oropharyngeal walls.
Obstructive sleep apnea syndrome is characterized by repetitive
oxyhemoglobin desaturations during sleep recorded by pulseoximetry.
Polygraphy quantifies the average number of apneas and hypopneas
which occur during one hour of sleep (apnea-hypopnea index = AHI).
In upper airway resistance syndrome (= UARS), upper airway resistance
is increased, but pharyngeal obstruction is not complete. Saturation
doesn't decrease significantly, but arousals with consecutive
sleep disruption still occur. Polysomnography is a comprehensive
study including EEG-, EOG- and EMG- recordings. Sleep stages and
events can be scored to evaluate sleep architecture, sleep efficiency
and sleep fragmentation.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern
Zusammenfassung
Einnicken am Steuer ist eine häufige und verhütbare, aber bisher noch zu wenig beachtete Ursache von Verkehrsunfällen. Eine Hypersomnie mit unfreiwilligem Einschlafen am Steuer in gefährlichen Situationen wird durch akuten oder chronischen Schlafmangel, durch die Schlafqualität beeinträchtigendes Verhalten und krankhafte Schlafstörungen begünstigt. Eine häufige Erkrankung, die sich typischerweise mit vermehrter Einschlafneigung manifestiert, ist das obstruktive Schlafapnoe Syndrom. Betroffene Patienten haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Unfälle im Straßenverkehr. Die Früherkennung, Abklärung und Behandlung betroffener Fahrzeuglenker sowie eine gezielte Aufklärung der Öffentlichkeit über das Risiko des Einnickens am Steuer können wesentlich zur Verhütung solcher Unfälle beitragen.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern
Excessive sleepiness is a common but underrecognised and preventable cause of road traffic accidents. Acute and chronic sleep deprivation, inadequate sleep hygiene, and sleep disorders are important causes of hypersomnolence. Since the latter is one of the cardinal manifestations of the obstructive sleep apnoea syndrome, affected patients are at particular risk of being involved in traffic accidents. Counselling of hypersomnolent drivers on appropriate behavioural modification, early diagnosis and treatment of sleep disorders, as well as information of the public on the risks of accidents related to sleepiness are important preventive measures.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern
Zusammenfassung
Das obstruktive Schlafapnoe Syndrom ist eine häufige, wahrscheinlich zu selten diagnostizierte und unterbehandelte Erkrankung. Hausärzte werden in der Regel als erste von den Patienten kontaktiert. Sowohl Abklärung als auch die meisten therapeutischen Maßnahmen sind aufwendig und bedürfen einer kompetenten, geduldigen und motivierenden Führung durch die behandelnden Ärzte. Die Anamnese hilft, eine für das obstruktive Schlafapnoe Syndrom typischerweise vermehrte Tagesschläfrigkeit (Hypersomnie) von einfacher Tagesmüdigkeit, wie sie auch bei Ein- und Durchschlafstörungen vorkommt, abzugrenzen. Die klinische Untersuchung unterstützt die Vorselektion von Patienten für weiterführende Abklärungen. Anatomische Engnisse in den Atemwegen müssen ausgeschlossen werden. Oft ist ein multidisziplinäres Vorgehen mit Einbezug von Pneumologen, HNO-Spezialisten, Kieferorthopäden und Neurologen nötig. Die apparative Diagnostik zielt darauf, periodische Atempausen und repetitive Aufwachreaktionen nachzuweisen. Bei diagnostischer Unsicherheit und entsprechendem Leidensdruck lässt sich meist ein Therapieversuch rechtfertigen. Die ventilatorische Unterstützung durch kontinuierlichen positiven Druck, appliziert durch eine Nasenmaske, ist die erfolgsversprechendste und nebenwirkungsärmste Behandlung. Motivation und engmaschige Betreuung besonders zu Beginn der Therapie sind essentiell. Masken und Überdruckgeräte unterstehen einer rasanten technischen Entwicklung und werden stets angenehmer und besser verträglich.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern
The obstructive sleep apnea syndrome is a highly prevalent and underdiagnosed disease. Repetitive arousals due to upper airway obstruction lead to hypersomnia. Due to the insidious onset, patients often underestimate the severity of their symptoms. Relatives can give helpful additional informations and should be involved in history taking and motivation for treatment. In general, GP's are confronted with the problem of fatigue and hypersomnia in the first line. They play the most important role in selecting patients for further investigations. The patient history helps to separate hypersomnia from fatigue. Hypersomnia indicates falling asleep at daytime in unappropriate situations, especially when the subject is passive. Often, a multidisciplinary approach including respiratory physicians, ENT specialists, orthopedic dentists and neurologists is warranted. Anatomic narrowing of the upper airway must be ruled out by clinical investigation. Overnight sleep studies detect apneas/hypopneas and repetitive arousals. Continuous positive airway pressure, applied by a nose mask and a flow generator remains the mainstay of therapy. Motivation, counseling and troubleshooting especially in the beginning of this therapy are of outmost importance. Ongoing research aims to improve comfort of nose masks and optimize function of flow generators.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern
Zusammenfassung
Die nasale Überdruckbelüftung (nasal CPAP; nasal continuous positive airway pressure) ist zur Zeit die effektivste Behandlungsmodalität des obstruktiven Schlafapnoe Syndroms (OSAS). Die Indikation zur CPAP-Therapie ist im Wesentlichen die Tagesschläfrigkeit. Die n-CPAP-Therapie verringert die subjektive Schläfrigkeit bei schwerem OSAS oft dramatisch, was objektiv mittels MSLT (multiple sleep latency test) nachweisbar ist. Es ist bemerkenswert, dass CPAP auch beim polysomnographisch nur milden OSAS mit einem Apnoe/Hypopnoeindex (AHI) zwischen 5 und 15 die subjektive Symptomatik, kognitive Funktion, IQ, Stimmung, Lebensqualität und Fahrtauglichkeit signifikant verbessert. Obwohl noch nicht letztendlich bewiesen, besteht eindeutige Evidenz dafür, dass Patienten mit unbehandeltem OSAS eine höhere Inzidenz für arterielle Hypertonie aufweisen als die Durchschnittsbevölkerung. Ältere und methodisch nicht über alle Zweifel erhabene Untersuchungen lassen vermuten, dass die kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Morbidität und Mortalität beim OSAS-Patienten erhöht ist und durch CPAP vermindert werden kann; allerdings steht der einwandfreie Beweis für eine Reduktion der Morbidität und Mortalität durch CPAP noch aus. Die CPAP-Therapie reduziert aber das bei unbehandelten OSAS-Patienten eindeutig erhöhte Verkehrsunfallrisiko signifikant. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass heute gute Evidenz für die Effizienz der CPAP-Behandlung beim symptomatischen OSAS-Patienten besteht. Ein CPAP-Therapieversuch ist deshalb bei jedem symptomatischen OSAS Patienten indiziert. Aufgrund der großen Zahl randomisierter Studien mit CPAP ist ein Therapieversuch auch beim symptomatischen Patienten mit polysomnographisch nur leichten OSAS gerechtfertigt. Die CPAP-Therapiecompliance wird durch eine professionelle, intensive Instruktion und Betreuung signifikant verbessert.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern
Nasal continuous positive airway pressure (n-CPAP) is an effective treatment for the obstructive sleep apnea syndrome (OSAS). It is currently regarded as the first line therapy for OSAS. The principal indication for n-CPAP treatment is daytime sleepiness. Nasal-CPAP improves daytime sleepiness dramatically in severe cases and the effect is objectively measurable with the multiple sleep latency test (MSLT). It is noteworthy that n-CPAP also improves symptoms, subjective daytime sleepiness, cognitive function, IQ, mood, quality of life and driving ability already in patients with mild sleep apnea with an apnea/hypopneaindex (AHI) between 5 and 15 per hour of sleep during overnight polysomnography. Although not yet 100% robust, there is clear evidence that patients with OSAS have an increased frequency of systemic hypertension. Some early and imperfect studies suggest that CPAP reduces cardiovascular and cerebrovascular outcomes; however unequivocal evidence that n-CPAP reduces mortality is still awaited. There is now good evidence that treatment with n-CPAP reduces the two- to sevenfold increased risk of road accidents of untreated patients with OSAS. In summary, there exists abundant evidence today that n-CPAP is an efficient therapy for symptomatic patients with the obstructive sleep apnea syndrome. A trial with n-CPAP is therefore justified in all symptomatic patients. Based on the large number of randomized controlled trials of n-CPAP a therapeutic trial is indicated even in only mildly symptomatic patients with OSAS. Nasal-CPAP use and outcomes of therapy can be improved by provision of an intensive CPAP-education and support program.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern
Zusammenfassung
Der Leidensdruck und andere subjektive Faktoren spielen bei der Wahl der Behandlung des obstruktiven Schlafapnoe Syndroms eine wichtige Rolle. Die bewährte Überdruckbeatmung ist zwar wirksam, wird aber nicht von allen Patienten toleriert oder akzeptiert. Verhaltensmaßnahmen wie systematisches Lagetraining, Vermeiden von abendlichem Alkoholkonsum und Schlafmitteln genügen oft nicht zur befriedigenden Reduktion der Atemstörungen und des Scharchgeräusches. Abnehmbare Kieferorthopädische Apparaturen zur Schlafapnoebehandlung bieten in solchen Situationen eine wertvolle therapeutische Alternative. Die nachts auf die Zahihen aufgesetzten Spangen bewirken durch Vorverlagerung des Unterkiefers eine Lumenerweiterung der oberen Atemwege. Damit werden Schnarchen, Atemstörungen und Symptome des Schlafapnoe Symptomes wirksam reduziert. Die individuelle Anpassung der kieferorthopädischen Apparaturen erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen Pneumologen und Kieferorthopäden. Dies trägt zur Vermeidung von unerwünschten Veränderungen der Zahnstellung und von Kiefergelenksbeschwerden bei der Langzeitanwendung bei. Der Erfolg der Kieferspangentherapie beim Schlafapnoe Syndrom beruht vor allem auf der Handlichkeit und der einfachen und diskreten Anwendung.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern
Non-surgical treatment of the sleep apnea syndrome comprises behavioral modification such as sleep hygiene, weight reduction, and positional training as an adjunct to standard therapy with continuous positive airway pressure (CPAP) applied via a nasal mask. For patients who cannot tolerate or are not willing to use CPAP for psychological or other reasons, removable intraoral appliances that advance the mandible during sleep are a valuable treatment alternative. Randomised controlled trials have confirmed effectiveness of intraoral appliances in releaving symptoms and measured sleep and respiratory disturbances. Side effects including hypersalivation, mucosal dryness, tooth and temporo-mandibular joint discomfort are common but usually mild. To timely detect effects of oral appliances on occlusion and on the temporo-mandibular joint longterm orthodontic monitoring is advisable.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern
Zusammenfassung
60% der Männer und 40% der Frauen in der Altersgruppe um 60 bis 65 Jahre schnarchen [1]. Damit ist die Nachfrage nach einer Therapie dieses häufigen Problems hoch. In den Abklärungsprozess gehören die Suche nach einem obstruktiven Schlafapnoe Syndrom und die klinische Untersuchung von Nase, Nasennebenhöhlen, Naso- und Oropharynx, Mundhöhle sowie des Larynx. Klagt der Patient über eine chronisch behinderte Nasenatmung oder ist im Rahmen eines obstruktiven Schlafapnoesyndromes die Anpassung einer CPAP-Maske aufgrund einer Nasenobstruktion erschwert, können operative Eingriffe an der äußeren Nase oder am Nasennebenhöhlensystem erfolgreich sein. Bei pathologischen Veränderungen des Gaumensegels, der Uvula oder bei übergroßen Tonsillen werden heute neben den traditionellen Operationsmethoden auch der CO2-Laser und Radiofrequenzgeräte eingesetzt. Ein weit nach dorsal ausladender Zungengrund, eine Makroglossie oder eine Dysgnathie können mittels Eingriffen an Zungenbasis, Zungenbein oder Unterkiefer erfolgreich angegangen werden.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern
Simple snoring and obstructive sleep apnea are part of a complex disease process with a high prevalence. Surgical treatment options have been developed by otolaryngologists over the last decades. Knowledge of different surgical procedures is required to address the various findings during preoperative assessment. Patients with nasal airway blockage due to septal deviation, large turbinates or polyps may benefit from endonasal surgery. Obstructive tonsils, palatal webbing, and an enlarged uvula require surgical approaches including the soft palate and tonsils. The controversy on indications and contraindications for the standard uvulopalatopharyngoplasty, laser-assisted uvulopalatoplasty and the use of radiofrequency is still ongoing. Dysgnathia may require maxillofacial surgery and macroglossia may be treated with reductive surgery of the tongue. Narrowing of the posterior airway space at the level of the tongue base may be addressed by advancement of the bony insertion of the genioglossus muscle and suspension of the hyoid. A new procedure is the suspension of the tongue with a non-resorbable suture fixed to a mandible anchored screw. Our first promising results need to be re-evaluated over time.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern
Zusammenfassung
Anders als die obstruktive Schlafapnoe ist die zentrale Schlafapnoe nicht durch einen Kollaps der oberen Atemwege im Schlaf gekennzeichnet, sondern basiert meist auf einer Instabilität der Atemregulation mit periodisch oszillierendem oder ausfallendem Atemantrieb, wofür eine Vielzahl von Erkrankungen ursächlich in Betracht kommen. Die Patienten fallen gewöhnlich nicht durch Hypersomnolenz, sondern insomnische Beschwerden auf. Die häufigste zentrale Schlafapnoe ist die periodische Atmung oder Cheyne-Stokes-Atmung. Sie findet sich überwiegend bei schwerer Herzinsuffizienz und zerebralen Erkrankun-gen mit Hirnstammbeteiligung. Bei herzinsuffizienten Patienten hat das Auftreten einer periodischen Atmung prognostische Bedeutung. An validierten Therapieformen stehen zur Zeit die nasale Sauerstoffgabe, die Anwendung von nasal kontinuierlichem Atemwegsdruck (sog. nCPAP) und medikamentöse Therapien zur Verfügung. Neuere Beatmungsverfahren werden zur Zeit erprobt.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern
This overview discusses pathogenesis, clinical presentation, prognostic implications and therapy of central sleep apnea with special reference to Cheyne-Stokes-Respiration or periodic breathing. In contrast to obstructive sleep apnea due to upper airway collaps during sleep, central sleep apnea (CSA) is mainly due to an instability of the breathing control system. Causes of central sleep apnea include alveolar hypoventilation disorders, heart failure, neurologic and autonomic disorders and idiopathic forms of CSA. Patients with idiopathic CSA often complain of insomnia and awakening during sleep but may also suffer from daytime sleepiness. Cheyne-Stokes-Respiration or peridic breathing is often associated with heart failure and neurological disorders especially those involving the brainstem. In heart failure periodic breathing has enormous prognostic implications. Treatment options for central sleep apnea are oxygen supplementation, medical therapy (i.e. acetazolamide) and CPAP. For patients with central sleep apnoea associated with alveolar hypoventilation nasal ventilation is treatment of choice. Newer nasal ventilation techniques (BiPAP, AutoSetCS) are under investigation for heart failure patients with Cheyne-Stokes-Respiration.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern
Zusammenfassung
Schlafatemstörungen bei Kindern haben unterschiedlichste Ursachen. Beim Neugeborenen, insbesondere dem Frühgeborenen, ist es die uife zentrale Regulation, die zu Apnoen und Bradycardien führt. Therapeutische Maßnahmen nach der Geburt sind bei Extrem-Frühgeburten und schwer kranken Neugeborenen üblich. In den ersten zwei bis drei Lebensmonaten kann eine solche Atem-Uife persistieren und gefährdete oder symptomatische Säuglinge werden häufig abgeklärt und therapiert oder zuhause monitorisiert. Im Kleinkindes- und Vorschulalter findet man bei jedem zehnten Kind ein lautes Schnarchen und bei jedem fünften Schnarchkind ist dies der Ausdruck einer erheblichen oberen Atemwegsobstruktion. Ursache (oder mitbeteiligt) ist meist eine Adeno-Tonsillen-Hyperplasie, daneben kommen auch kraniofaziale Missbildungen und ZNS-Probleme infrage. Beim Kinde führen diese Obstruktionen nebst den teils eindrücklichsten Anstrengungen beim Atmen und der Uhe im Schlaf mehrheitlich zu Tagesproblemen wie Hyperaktivität, Verhaltensstörungen, Gedeih- und Entwicklungsstörungen. Eine exzessive Tagesmüdigkeit ist selten. Alle Säuglinge mit «auffallender Atmung» (Atemgeräusche, Apnoen, Zyanose oder Blässe) und Kinder mit starkem Schnarchen und zusätzlichen Auffälligkeiten sollten abgeklärt und wenn nötig einer Therapie zugeführt werden. Die Adenotonsillektomie beim Vorschulkind führt meist zur Behebung (oder mindestens Besserung) der Probleme.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern
There are many causes leading to breathing disorders in children. In the newborn period the immature central regulation of breathing can result in a pattern with apneas and bradycardias most commonly seen in the very premature infant. Therefore, during hospital stay many of these very tiny preterms and some of the very ill term infants do have severe apneas and do need medication and or mechanical support (nasal CPAP, positive pressure ventilation). In the first two to three months of life central dysmaturity can persist in some infants and apneas of infancy can occur further on. Infants with prolonged apneas and symptoms like paleness, cyanosis, stiffness or limpness are often investigated, treated or monitored. At the age of two to six, every tenth child is a loud snorer. Every fifth snorer at this age suffers from a severe upper airway obstruction. Factors that decrease pharyngeal size or increase pharyngeal compliance may lead to obstruction. Adenotonsillar hypertrophy is the most common associated condition, craniofacial disorders, central nervous system and neuromuscular problems and less obesity are disposing factors. Children may present nocturnal symptoms like snoring, difficult breathing or disturbed sleep, but most of them have daytime problems as initial complaint such as hyperactivity, behavioral problems, growth failure, poor school performance. Excessive daytime sleepiness is not so common in young children. The childhood obstructive sleep apnea syndrome is a common and serious problem. Children with symptoms suggesting severe obstruction should be evaluated and treated. Most children are cured by adenotonsillectomy whilst some require further therapy.
Therapeutische Umschau, Band 57, 2000, Heft 7, © 2000 Verlag Hans Huber Bern