| Palliative treatment of brain
metastases with gamma knife J. Siegfried, G. Wellis, S. Scheib, D. Haller, A. M. Landolt, N. J. Lomax, Th. Mindermann, O. Schubiger, W. Wichmann Palliative Behandlung von Hirnmetastasen mit dem Gamma Knife |
Zusammenfassung Summary |
| Palliative immunotherapy of cancer E. Gunsilius, J. Clausen, G. Gastl Palliative Immuntherapien bei Krebs |
Zusammenfassung Summary |
| Eleven years experience with implantable
port-systems in 329 tumor patients O. Coco, V. E. Hofmann Elf Jahre Erfahrung mit permanenten Port-Systemen bei 239 Tumor-Patienten |
Zusammenfassung Summary |
| Surgical palliation in thoracic
malignant diseases R. Inderbitzi, A. Rolle Chirurgische Palliation im Thoraxbereich bei primären und sekundären Malignomen |
Zusammenfassung Summary |
| The role of palliation in the
care of the elderly L. S. Lindpaintner, H. B. Stähelin Die Bedeutung der palliativen Betreuung beim Betagten |
Zusammenfassung Summary |
| Palliative psychosomatic medicine U. Rosin Palliativmedizin in der Psychosomatik |
Zusammenfassung Summary |
| What is the benefit of rehabilitation
programs in cancer patients during palliative care? H. H. Bartsch Was können onkologische Rehabilitations- strategien für Tumorpatienten in palliativen Erkrankungssituationen leisten? |
Zusammenfassung Summary |
Zusammenfassungen / Summaries
Zusammenfassung
Die Immuntherapie stellt neben der konventionellen chirurgischen,
radiologischen und medikamentösen Therapie eine weitere Behandlungsform
von bösartigen Erkrankungen dar. Sie bewirkt eine Stimulation
des Immunsystems, wodurch maligne Zellen erkannt und bekämpft
werden können.
Einige Ansätze der Immuntherapie bei bösartigen Tumoren
beruhen auf der Verabreichung von Substanzen, die als Immunmodulatoren
(«biological response modifiers») bezeichnet werden,
wie Interleukine und Interferone. Gegen tumorassoziierte Antigene
gerichtete monoklonale Antikörper führen entweder
direkt zu einer Zerstörung der Tumorzellen oder aber durch
die Koppelung mit Zellgiften oder Radioisotopen indirekt zur Zytolyse.
Eine adoptive Immuntherapie kann z.B. die Gabe von ex-vivo mit
IL-2
aktivierten, autologen zytotoxischen Lymphozyten beinhalten. Die
Applikation von ex-vivo generierten dendritischen Zellen (potente
antigen-präsentierende Zellen des Immunsystems), die ein
bestimmtes Tumorantigen präsentieren, soll im Patienten eine
tumorspezifische Immunantwort auslösen. Auch durch eine geeignete
Ernährung kann eine Verminderung tumorinduzierter Immundefizienzen
oder auch eine Steigerung der Immunabwehr induziert werden. Die
Immuntherapie maligner Tumoren befindet sich derzeit im Stadium
experimenteller und auch klinischer Forschung. Weitere Fortschritte
hinsichtlich des Verständnisses immunologischer Mechanismen
und die methodische Weiterentwicklung gentherapeutischer Techniken
könnten in Zukunft, ebenso wie die kombinierte Anwendung
immunologischer Ansätze mit etablierten onkologischen Modalitäten,
auch in der palliativen Therapiesituation zu einer verbesserten
Therapie von bisher nur wenig beeinflussbaren malignen Erkrankungen
führen.
Therapeutische Umschau, Band 58, 2001, Heft 7, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
In addition to surgery, chemotherapy and radiation, immunotherapy
of cancer resembles a potential treatment strategy for patients
with cancer. To strengthen the immune system might help to control
or even to eradicate malignant tumors. Immunoaugmentative strategies
include biological response modifiers as interferons and interleukins.
Recently, monoclonal antibodies directed against tumor associated
antigens and coupled with radioisotopes or cytotoxic agents have
become available. Adoptive immunotherapy uses immune effector
cells, i.e. T-cells or natural-killer cells that are activated
in-vitro by appropriate cytokines. Dendritic cells, either unstimulated
or pulsed with tumor derived molecules have shown promising anticancer
activity in selected tumors. Immunonutrition, that is the manipulation
of immune phenomenons through edibles is a new and interesting
topic.
Immunologic strategies for the treatment of malignant diseases
are currently under intensive preclinical and clinical investigation.
Further insights into the mechanisms of host-defense against cancer
cells and the modification of immune-effector cells might pave
the way to efficient treatment strategies, even in the palliative
setting.
Therapeutische Umschau, Band 58, 2001, Heft 7, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Zusammenfassung
Die Immuntherapie stellt neben der konventionellen chirurgischen,
radiologischen und medikamentösen Therapie eine weitere Behandlungsform
von bösartigen Erkrankungen dar. Sie bewirkt eine Stimulation
des Immunsystems, wodurch maligne Zellen erkannt und bekämpft
werden können.
Einige Ansätze der Immuntherapie bei bösartigen Tumoren
beruhen auf der Verabreichung von Substanzen, die als Immunmodulatoren
(«biological response modifiers») bezeichnet werden,
wie Interleukine und Interferone. Gegen tumorassoziierte Antigene
gerichtete monoklonale Antikörper führen entweder
direkt zu einer Zerstörung der Tumorzellen oder aber durch
die Koppelung mit Zellgiften oder Radioisotopen indirekt zur Zytolyse.
Eine adoptive Immuntherapie kann z.B. die Gabe von ex-vivo mit
IL-2
aktivierten, autologen zytotoxischen Lymphozyten beinhalten. Die
Applikation von ex-vivo generierten dendritischen Zellen (potente
antigen-präsentierende Zellen des Immunsystems), die ein
bestimmtes Tumorantigen präsentieren, soll im Patienten eine
tumorspezifische Immunantwort auslösen. Auch durch eine geeignete
Ernährung kann eine Verminderung tumorinduzierter Immundefizienzen
oder auch eine Steigerung der Immunabwehr induziert werden. Die
Immuntherapie maligner Tumoren befindet sich derzeit im Stadium
experimenteller und auch klinischer Forschung. Weitere Fortschritte
hinsichtlich des Verständnisses immunologischer Mechanismen
und die methodische Weiterentwicklung gentherapeutischer Techniken
könnten in Zukunft, ebenso wie die kombinierte Anwendung
immunologischer Ansätze mit etablierten onkologischen Modalitäten,
auch in der palliativen Therapiesituation zu einer verbesserten
Therapie von bisher nur wenig beeinflussbaren malignen Erkrankungen
führen.
Therapeutische Umschau, Band 58, 2001, Heft 7, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
In addition to surgery, chemotherapy and radiation, immunotherapy
of cancer resembles a potential treatment strategy for patients
with cancer. To strengthen the immune system might help to control
or even to eradicate malignant tumors. Immunoaugmentative strategies
include biological response modifiers as interferons and interleukins.
Recently, monoclonal antibodies directed against tumor associated
antigens and coupled with radioisotopes or cytotoxic agents have
become available. Adoptive immunotherapy uses immune effector
cells, i.e. T-cells or natural-killer cells that are activated
in-vitro by appropriate cytokines. Dendritic cells, either unstimulated
or pulsed with tumor derived molecules have shown promising anticancer
activity in selected tumors. Immunonutrition, that is the manipulation
of immune phenomenons through edibles is a new and interesting
topic.
Immunologic strategies for the treatment of malignant diseases
are currently under intensive preclinical and clinical investigation.
Further insights into the mechanisms of host-defense against cancer
cells and the modification of immune-effector cells might pave
the way to efficient treatment strategies, even in the palliative
setting.
Therapeutische Umschau, Band 58, 2001, Heft 7, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Zusammenfassung
Permanente intravenöse Katheter, sogenannte Port-Systeme werden vorwiegend in der Onkologie für die Langzeitchemotherapie eingesetzt. Von den verfügbaren Port-Systemen wurden bei 164 unserer Patienten ein Port-a-Cath und bei 165 ein ChemoSite-System implantiert. Indikationen, Implantationsdauer, Anwendungszeit, Zugänge und Komplikationen wurden ausgewertet. Diese retrospektive Studie untersucht 329 Tumorpatienten, welche vom September 1987 bis Februar 1998 im Onkozentrum der Klinik im Park behandelt wurden. Die bevorzugten Zugänge waren: die V. subclavia (47%) bzw. die V. cephalica (35%). Die mittlere Implantationsdauer betrug 279 Tage für den Port-a-Cath bzw. 443 Tage für den ChemoSite. Die häufigste Frühkomplikation war ein Pneumothorax mit 4%. Die Häufigkeit von Spätkomplikationen war wie folgt: Thrombosen 2%, Infektionen 4%. Diese Studie analysiert unsere Erfahrungen mit vollimplantierbaren permanenten Kathetern an 329 Patienten. Diese Systeme können über lange Perioden mit geringen Komplikationen verwendet werden.
Therapeutische Umschau, Band 58, 2001, Heft 7, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Intravenous port-systems are predominantly used for long-term chemotherapy in oncology. 164 of our patients were implanted with a Port-a-Cath and 165 patients with a Chemosite system. Indications, the duration of implantation, the duration of use, the access and complications were analysed. This retrospective study analyses 329 tumor patients, who have been treated at the Cancer Center Klinik im Park from September 1987 until February 1998. The preferred access of implantation were: v. subclavia (47%) and v. cephalica (35%). The average duration of implantation was 279 days for the Port-a-Cath system and 443 days for the Chemosite system. The most frequent complication immediately following surgery was a pneumothorax in 4% of the patients. The frequency of late complications was: thromboses 2%, infections 4%. This study analyses our experiences with fully implantable permanent intravenous catheter-systems in 329 tumor patients. These catheters can be used for very long periods with a low rate of complications.
Therapeutische Umschau, Band 58, 2001, Heft 7, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Zusammenfassung
Palliative thoraxchirurgische Eingriffe zielen auf die Sicherung
oder Wiederherstellung einer möglichst umfassenden Lebensqualität
des betroffenen Patienten. Die chirurgischen Grundlagen dazu basieren
einesteils auf gesicherten, statistischen Ergebnissen, andererseits
setzen sie profunde, klinische Erfahrung in onkologischer Chirurgie
voraus. Um so mehr, als Palliation nicht Heilung als Ziel fordern
kann, setzen derartige Operationen eine präzise Information
und den partnerschaftlichen Einbezug des betroffenen Patienten
voraus. Die Operabilität hängt vom Allgemeinzustand
des Kranken und von der Invasivität des geplanten Eingriffes
ab. Wird Tumorgewebe reseziert, ist auch in der palliativen Situation
die lokale Radikalität grundsätzliches Ziel; multimodale
Therapiestrategien gestatten chirurgisch-anatomisch bedingte Modifikationen.
Zu den zentralen Indikationen der pallativen Thoraxchirurgie gehören
die Lungenmetastasenresektionen. Dank neuen, lasertechnischen
Verfahren lässt sich der Parenchymverlust minimieren und
die Lobektomierate von 25% auf 4% senken. Bei Mortalitäts-
und Morbiditätsraten unter 1% beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate
nach kompletter Metastasenentfernung über 30%.
Brustwandtumoren verursachen Schmerzen und neigen zur Exulzeration;
zudem bewirken sie durch ihre stete Präsenz Angst. Ihre Entfernung,
kombiniert mit der plastischen Defektdeckung, ist deshalb auch
in fortgeschrittenem Stadium sinnvoll.
Bei mediastinalen Tumoren stellt die Chirurgie kurativ und palliativ
nebst der Aufgabe zur Histologiesicherung einen der
plurimodalen Behandlungspfeiler dar.
Die thorakoskopische Talkpleurodese weist bei malignen Pleuraergüssen
eine Erfolgsrate von über 90% aus, wenn die Lunge nach Ergussdrainage
noch entfaltbar ist.
Therapeutische Umschau, Band 58, 2001, Heft 7, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Palliative thoracic surgical interventions aim to assure or
to improve quality of life. They encompass surgical correction
of vital complications, treatment of symptoms that limit daily
activities, and prophylactic interventions to reduce symptoms
and improve prognosis. Interventions are based on statistically
proved results as well as on profound clinical experience in oncologic
surgery. Because palliation does not intent to cure, such operations
require precise
patient information and inclusion of the respective patient in
decision making. Operability depends on patient general condition
and extent of the procedure. If tumor is resected local radicality
is the principle goal also in palliative situations, which is
adapted to each individual case, especially in the context of
multimodal treatment strategies. One of the main indications of
palliative thoracic surgery im pulomonary metastasectomy. Using
the new laser technology loss of parenchyma is minimal and the
rate of lobectomies is reduced from 25% to 4%. With mortality
and morbidity of less than 1% the 5-year survival after complete
metastasectomy is more than 30%. Tumors of the thoracic wall cause
pain and tend to exulcerate; due to their obvious presence they
induce anxiety. Their removal and subsequent plastic surgery of
the chest wall defect therefore makes sense also in advanced stages.
Palliative and curative surgery is one of the pillars in plurimodal
treatment of mediastinal tumors, besides its role in obtaining
tissue for histologic diagnosis. Thoracoscopic talc pleurodesis
has a success rate of more than 90% in malignant effusions if
the lung is fully expandable.
Therapeutische Umschau, Band 58, 2001, Heft 7, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Zusammenfassung
Die palliative Betreuung des Betagten zielt auf eine Optimierung der Lebensqualität und ist Teil des Spektrums der kurativen, rehabilitativen und präventiven Behandlung chronischer und akuter Krankheiten. Dabei geht es darum, bei diesen multimorbiden, chronischkranken und hinfälligen Personen die Behandlungsziele aus der großen Zahl möglicher Optionen zu definieren. Das Setzen von Prioritäten stellt eine große Herausforderung dar, wenn das Ziel einer Komforttherapie mit dem Ziel der Lebensverlängerung kollidiert. Die Therapiewahl sollte, wenn immer möglich, von den Wünschen des Patienten geleitet werden. Die Bewertung und Behandlung von belastenden physischen und psychischen Symptomen gehören zu den wichtigen Aufgaben in der Betreuung der Betagten, sowohl im Rahmen von akuten medizinischen und chirurgischen Interventionen als auch in der terminalen Lebensphase. Schmerz und Atemnot werden von einem namhaften Anteil der wegen chronischer Lungenkrankheiten, Herzinsuffizienz oder Krebserkrankung hospitalisierten Betagten angegeben. Liegt eine Demenzerkrankung vor, so unterscheiden sich die therapeutischen Interventionen, welche die Lebensqualität verbessern, je nach Krankheitsstadium erheblich.
Therapeutische Umschau, Band 58, 2001, Heft 7, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Palliative care in the elderly appropriately takes place within a spectrum of curative, rehabilitative, preventive, and chronic disease management interventions, and seeks to optimize quality of life. Setting priorities among numerous legitimate treatment goals is the central task in the care of chronically ill frail individuals. Decision-making can be challenging when the goal of providing comfort comes into conflict with the goal of prolonging life, and should be guided whenever possible by consistently expressed preferences of the patient. The assessment and relief of distressing physical and psychological symptoms should receive active attention at all stages in the care of the frail elderly, both in the context of acute medical and surgical interventions and during the terminal phase of life. Pain and dyspnea are frequently reported by significant proportions of elderly individuals hospitalized for chronic lung disease, heart failure, and cirrhosis as well as for malignancies. In the treatment of dementia, the types of interventions that improve quality of life will differ in the early and late phases of the illness.
Therapeutische Umschau, Band 58, 2001, Heft 7, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Zusammenfassung
Die Psychotherapeutische Medizin, das fachärztliche Gebiet,
das sich mit den Grundlagen der Psychosomatik beschäftigt,
hat sich bisher überwiegend der Diagnostik und Therapie akuter
Krankheitsbilder gewidmet. Die Verläufe bei Patienten mit
bio-psycho-sozialen Störungen sind jedoch meist chronisch;
und der Psychoanalytiker Sigmund Freud, der Begründer der
wissenschaftlichen Psychotherapie, war selber 26 Jahre lang ein
Palliativ-Patient, der wegen eines Gaumen- und Kieferkarzinoms
über dreißigmal operiert werden musste.
Es werden Ziele und einige psychotherapeutische Interventionsstrategien
zum Einsatz in der palliativen Psychosomatik dargestellt. Dieses
wichtige Aufgabengebiet hat als solches noch wenig Verbreitung
gefunden sowie kaum konzeptuelle Darstellung und empirische Überprüfung
erreicht.
Therapeutische Umschau, Band 58, 2001, Heft 7, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Psychotherapeutic medicine, the area of medicinal specialisation
dealing with the foundations of psychosomatic medicine, so far
dealt mostly with diagnosis and therapy of acute diseases. The
course of illness in patients with bio-posycho-social disorders
however ist most often chronic. Sigmund Freud the founder of scientific
psychotherapy himself was a Patient in palliative care for 26
years and underwent over 30 surgical procedures to treat his carcinoma
of the palate and jaw.
Some goals and psychotherapeutic strategies of intervention that
can be used in palliative psychosomatic medicine are laid out.
This important field has in itself so far not reached a wide spread
recognition and there are hardly any theoretical concepts or empirical
validation to be found.
Therapeutische Umschau, Band 58, 2001, Heft 7, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Zusammenfassung
Die medizinisch-psychosoziale Rehabilitation von onkologischen
Patienten hat in Deutschland einen festen Platz in der Versorgungskette
des Gesundheitssystems. Im Vergleich zu anderen europäischen
Ländern oder auch den USA finden diese gesundheitsfördernden
Maßnahmen überwiegend stationär in entsprechend
qualifizierten Fachkliniken statt. Während für kurativ
behandelte Tumorpatienten die Rehabilitationsziele vor allem in
der weitestmöglichen Wiederherstellung von körperlicher
Leistungsfähigkeit, der Adaptation an Funktionseinbußen
und Stabilisierung der psychosozialen Situation inklusive Reintegration
in das Berufsleben bestehen, sind dies bei Patienten in palliativen
Erkrankungssituationen die möglichst lange Erhaltung einer
akzeptablen, gesundheitsbezogenen Lebensqualität, die Vermeidung
von Pflegebedürftigkeit und Stabilisierung der sozialen Integration.
Die Umsetzung derartig komplexer Rehabilitationsziele erfolgt
durch ein interdisziplinäres Team aus medizinischem und psychosozialem
Fachpersonal. Damit kann sowohl für den einzelnen Patienten
aber auch für das Versorgungssystem insgesamt ein Nutzen
entstehen. Die
Herausforderung für die Zukunft liegt in einer weiteren Flexibilisierung
onkologischer Rehabilitationsangebote, indem die stationären
Einrichtungen durch ein Netz qualifizierter ambulanter Institutionen
ergänzt werden und in einer besseren Identifikation derjenigen
Patienten, die am ehesten von derartigen Angeboten profitieren.
Therapeutische Umschau, Band 58, 2001, Heft 7, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Medical and psychosocial rehabilitation of cancer patients
is deeply integrated into the German health system. In contrast
to the majority of other European countries and the United States
of America, rehabilitation is mainly done as inpatient care and
only rarely in outpatient units. In curative treated cancer patients
the main goals of rehabilitation include recovery from physical
impairments, adaptation to functional disabilities and improvement
of psychosocial functioning, including the ability to go back
to work. In palliative cancer patients the improvement of health
adjusted quality of life, the avoidance of permanent supportive
care and the social integration are the major goals. Cancer rehabilitation
needs an interdisciplinary strategy between medical, psychooncologic,
physiotherapeutical and educational professionals. To attain a
benefit for the individual
cancer patient as well as for the medical system it is important
to clearly define the rehabilitation needs and design a most individual
rehabilitation program adjusted to the personal needs of the patient.
A systematic quality management since 1995 of German rehabilitation
clinics and rehabilitation programs did significantly improve
this part of the professional health system. However it is necessary
to add more outpatient units for cancer rehabilitation to reach
more flexibility and satisfy the demand of patients for more home
located support.
Therapeutische Umschau, Band 58, 2001, Heft 7, © 2001 Verlag Hans Huber Bern