Klinik für Handchirurgie, Bad Neustadt an der Saale
Lange bevor es den Begriff "Handchirurgie" gab, wurde Chirurgie an der Hand betrieben. Die Entwicklung zum Spezialfach ist mit dem Namen Sterling Bunnell eng verbunden, der gegen Ende des Zweiten Weltkriegs handchirurgische Zentren einrichtete, an denen nicht mehr gewebespezifische Chirurgie, sondern regionenspezifische Chirurgie an der Hand betrieben wurde . Seit der Einführung der mikrovaskulären Chirurgie ist die Handchirurgie zur Akutchirurgie geworden mit der Notwendigkeit, rund um die Uhr einen Bereitschaftsdienst aufrechtzuerhalten.
Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern
Long before the term "handsurgery" was coined, surgery in the hand was performed. The development towards a surgical speciality, however, is closely bound to the name Sterling Bunnell. By the end of World War ll he instituted hand centers, in which tissue specific surgery was replaced by region specific surgery. Introduction of microvascular surgery made an immediate and global repair of all injured structures possible and desirable.
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Universitätsklinik für Unfallchirurgie Innsbruck
Die komplexen anatomischen Verhältnisse an der Hand führen zu besonderen Problemen in der Frakturbehandlung. Einerseits müssen Längen- und Achsenverhältnisse sowie die Rotation des Skeletts exakt wiederhergestellt werden, um eine Funktionsbehinderung der Hand zu vermeiden, anderseits beschränken die dem Knochen eng anliegenden Gefässe, Nerven und Sehnen die operativen Möglichkeiten.
Die konservative Therapie kann bei bestimmten Frakturformen sehr gute Ergebnisse bringen. Nachteilig sind die relativ langen Ruhigstellungszeiten mit zum Teil unförmigen Verbandanordnungen.
Bei anderen Frakturformen ist die operative Versorgung notwendig, um eine korrekte Repostion zu erreichen. Eine stabile Osteosynthese kann zudem die Ruhigstellungszeit verkürzen. Das lokale Operationstrauma sowie auftragende Implantate können den Erfolg wesentlich vermindern.
Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern
The complex anatomical conditions of the hand pose special problems for fracture treatment. On the one hand length and axes as well as rotation of the fractured bones have to be reestablished in order to prevent functional impairment. On the other hand operativepossibilities are limited by the overlying vessels, nerves and tendons.
Certain types of fractures are successfully treated by conservative means. Disadvantages
are the long time of immobilisation and sometimes bandages.
Other types of fractures require operative treatment in order to accomplish correct reducation. In addition stable internal fixation may reduce the time of immobilisation, but the surgical trauma and bulky implants may deteriorate functional results.
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Chirurgie St. Leonhard, St. Gallen
Nach Hyperextensionstrauma werden offensichtliche Bänderläsionen selten diagnostiziert. Das itrakarpale "Locking"-Phänomen kann dies erklären. Fehlt die Muskelspannung [also kein "locking"], werden die Ligamente gefährdet. Die exakte Anamnese erlaubt es, den Unfallmechanismus genau zu definieren. Mit der klinischen Untersuchung lassen sich die Schmerzpunkte genau lokalisieren. Mit der Radiologie wird versucht, eine Pathologie zum Vorschein zu bringen. Deshalb müssen die Röntgenbilder zu diesem Zweck standardisiert sein, um Verlaufskontrollen zu ermöglichen. Die entsprechende Aufnahmetechnik wird beschrieben. Die Szintigraphie zeigt, ob eine Läsion fokal [dann ossär] ist oder nicht [dann eher Dystropie]. Die Arthrographie hilft herauszufinden, welche Bändergruppen betroffen sind, während die Arthroskopie Aufschluss gibt über Verteilung und Ausmass der Risse sowie über eine allfällige Chondromalazie oder Synovitis. Die Aussagekraft der Magnetresonanz beschränkt sich vorläufig auf vaskulkäre Pathologien. Es wird ein diagnostisches und ein therapeutisches Schema vorgelegt, das dem praktischen Arzt hilft, den Patienten effizient zu beraten.
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Wrist hyperextension is a common injury. However, obvious ligamentous ruptures are apparently seldom. The intracarpal locking phenomenon, allowing for correct load transmission, or overlooked pathology might explain this remarkable discrepancy. If the muscle tension fails, i. e., no locking phenomenon happens, and the ligaments are put under abnormal constraints with a high risk of secondary rupture. Such constraints might also appear secondary to bony alteration or previous ligamentous weakening. Patient history allows to define the pathophysiology of the accident, examination will locate the points of maximal tenderness whereas radiology allows to detect malaligment, step-off or bony anomaly. To be valid, radiology must be standardized. Accordingly we describe the radiological techniques. Scintigraphy will show if the lasion is focal [mainly osseus] or not [dystrophy]. Arthrography helps to find out which group of ligaments are torn, whereas arthroscopy will quantify the tears and find out additional chondromalacia or synovitis. Magnetic resonance imaging remains limited to vascular trouble shooting. We propose a diagnostic and therapeutical scheme that will help the physician in advising the patient.
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Allgemein öffentliches Krankenhaus Korneuburg
Kapselbandverletzungen an den Langfingern sind häufige Verletzungen und werden oft nicht diagnostizert. Lang andauernde Schmerzen treiben den Patienten oft erst spät zum Arzt. Eine genaue klinische und exakte Röntgendiagnostik ist erforderlich, um eine korrekte Behandlung zu ermöglichen. Ulnare Daumenseitenbandverletzungen sind nach wie vor eine Domäne der operativen Therapie. An den Langfingern sind die Verletzungen am Mittelgelenk sehr häufig. Sie können zum grössten Teil mit Ruhigstellung oder auch funktionell behandelt werden. Nur wenige Verletzungen mit Abrissen grosser Fragmente oder bleibender Subluxation nach Reposition stellen eine Operationsindikation dar. Verletzungen der Bänder der Grundgelenke werden meistens nicht diagnostiziert und sollten genauer untersucht werden, um geeignete Massnahmen ergreifen zu können. Distorsionen der Fingergelenke sind häufige Verletzungen. Hinter diesen sogenannten Verstauchungen verbergen sich Kapselbandverletzungen unbekannten Ausmasses. Den Verletzungen und deren Konsequenzen wird oft anfänglich nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt, deren es bedürfte, um ein zufriedenstellendes, funktionelles Behandlungsergebnis zu erreichen. Erst wenn ein Finger durch Bewegungseinschränkung die Motorik der gesamten Hand limitiert und behindert, und erst wenn anhaltende Schmerzen und rezidivierende Schwellungszustände den Patienten immer wieder zum Arzt treiben, steht man vor einer unbefriedigenden Situation, der vor allem bei nicht rezenten Fällen schwer Abhilfe geschaffen werden kann.
Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern
Injuries of the finger joints with damage to the capsule and ligaments are quite common. Nevertheless early diagnosis may be missed since patients look for relief only after a period of longstanding pain. A careful clinical and X-ray diagnosis is the prerequisite for appropriate treatment. Surgery is still indicated for most of the injuries of the ulnar ligament of the MP-joint of the thumb. Sprains or dislocations of the middle joint of fingers are quite usual. In most instances they may be treated by immobilisation or functional treatment. Persistent subluxation after reducation of the joint or large avulsion-fractures have to be treated by open surgery. Injuries of the MP-ligaments are frequently misinterpreted. Their treatments are frequently misinterpreted. Their treatment should be based on a very careful evaluation of the case.
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Abteilung für Handchirurgie, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie der DRK-Klinik Baden-Baden
Arthrotische Veränderungen der Finger sind sehr häufige Erkrankungen des mittleren und höheren Lebensalters. Differentialdiagnostisch müssen sie von entzündlich rheumatischen Erkrankungen, Kristallopathien sowie von Tumoren und tumorähnlichen Veränderungen abgegrenzt werden. Behandlungsbedürftigkeit besteht nicht in jedem Fall. Sie ist gegeben bei Schmerzen, hinderlicher Instabilität oder störender Deformierung der betroffenen Gelenke. Konservative Massnahmen sind operativen Maßnahmen, die bei Therapieresistenz in Betracht kommen vorzuziehen.
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Degenerative arthritis of the finger joints is a very common disease in middle-aged and elderly patients, in females more frequently than in males. Concerning differential diagnosis rheumatoid arthritis and related conditions, gout, calcinosis, tumors and tumor-like leasons must be considered. Therapy is not necessary in very case. Usually treatment is required if the disease causes pains, jointinstability or disabling deformity. Conservativetreatment such as diet, physiotherapy, orthotics, local physical and antiphlogistic drug treatment or systemic application of nonsteroid antiphlogistics should be preferred. Operative procedures such as removal of osteophyts, arthrodesis or arthroplasty are indicated if conservative treatment fails.
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Klinik für Plastische und Wiederherstellende Chirurgie, Handchirurgie Kantonsspital Aarau
Als geschlossene Strecksehnenverletzungen der Finger werden behandelt: der Strecksehnenabriß, der Strecksehnenausriss, das Knopflochphänomen und der Lumbricalisausriß. Beim Strecksehnenabriß wird die konservative Behandlung entweder mit der Stackschen Schiene oder mit der temporären Arthrodese mit einem diagonalen Kirschner-Draht durch das Endgelenk empfohlen. Diese Behandlung sollte sieben Wochen konsequent durchgeführt werden. Anschließend sollte noch eine Schiene für die Nacht zweier Wochen getragen werden. Beim Strecksehnenausriss wird bei kleinen Fragmenten gleich behandelt wie beim Strecksehnenabriß. Für grössere Fragmente empfiehlt sich die operative Behandlung beispielsweise mit der feinen Schraube. Zusätzlich kann eine temporäre Arthrodese vorgenommen werden. Beim Knopflochphänomen kann in Frühfällen, bei denen die Seitenzügel sich noch in die richtige Lage reponieren lassen, eine konservative Behandlung durchgeführt werden. In den anderen Fällen wird die Operation nach Pieper empfohlen, wobei einer der beiden Seitenzügel distal durchtrennt wird und dorsal über das Mittelgelenk zur Gegenseite geführt und hier verankert wird. Auch hier empfiehlt sich für das Mittelgelenk eine temporäre Arthrodese. Beim seltenen Ausriß des Lumbricalis handelt es sich um eine Verletzung, die insbesondere am Kleinfinger vorkommt und dadurch korrigiert wird, daß die benachbarte Einstrahlung der Interossei zum Nebenfinger transpontiert wird.
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The extensor apparatus of the finger is a complex structure. The diagramme of the extensor apparatus is in reality not so clearly structured. Closed lesions are the mallet finger, where either an avulsion of the boney insertion of the tendon occurs or where a fracture of the base of the distal phalanx with dislocation of a bone-fragment together with the tendon insertion has happened. Other closed lesions are the closed Boutonnière deformity and the avulsion of a lumbrical muscle. The mallet finger is mostly treated conservatively with a prefabricated splint holding the DIP-joint in extension or with a temporary arthrodesis with a Kirschner-wire blocking the DIP-joint in extended position. If bigger pieces of bone are extruded from the base of the terminal phalanx this fragment must be fixed operatively. Today, very fine screws are often used. Also in these cases, a temporary arthrodesis may be helpful. This treatment lasts for 7 weeks. Afterwards for another two weeks the DIP-joint should be immobilised with a Stack-splint during the night. In the Boutonnière deformity the PIP-joint is in flexion and the DIP-joint in hyperextension. The reason is a lesion of the central extensor tendon over the PIP-joint with anterior dislocation of the lateral bands of the interosseus tendon. In early cases by stretching the finger passively the lateral band will be repositioned. In theses cases, a conservative treatment with a splint holding the PIP-joint in extension may be successful. This can be combined with revision and suturing of the ruptured part. In later cases, we have good experience with the method.
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Abteilung für Handchirurgie und Plastische Chirurgie der Kliniken Dr. Erler GmbH, Nürnberg
Die chronischen Engpaßsyndrome der Sehnen an der Hand sind die Tendovaginitis stenosans der Beuge- und Strecksehnen, das Trigger wrist und das Intersection-Syndrom. Es werden die Enstehung, Symptomatik, Diagnostik und Differentialdiagnostik dargestellt sowie auf die einzelnen Lokalisationen der Erkrankung und deren Besonderheiten eingegangen. Abschliessend erfolgt die Diskussion der Therapie und eventueller Komplikationsmöglichkeiten.
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The chronic entrapment syndromes of the tendons of the hand are: tendovaginitis stenosans of the flexor and extensor tendons, the trigger wrist, and the intersectionsyndrome. Pathogenesis, symptoms, diagnosis and differential diagnosis are presented. The focus is on the localization of the individual disease and its particularities. Therapy and possible complications are discussed subsequently.
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Klinik für Handchirugie, Bad Neustadt an der Saale
Die Dupuytrenische Kontraktur ist eine Erkrankung der Bindegewebe, vornehmlich der Palmarseite der Hand. Heute kann die Forschung mit Hilfe der Elektronenmikroskopie und Histochemie vieles über die Veränderungen der Gewebe aufzeigen und Bausteine zum besseren Verständnis liefern. Eine revolutionierende Aenderung in der Behandlung konnte jedoch dadurch nicht erreicht werden. Die Dupuytrensche Diathese ist mit keiner der heute bekannten Methoden beeinflussbar, und ihre Therapie bleibt weiter empirisch. Die operative Therapie ist nur bei funktioneller Beeinträchtigung gerechtfertigt; dann jedoch sollte die Behandlung in den Händen eines erfahrenen Chirurgen liegen; und sie bedarf insbesondere bei ausgeprägter Dupuytrenischer Diathese einer wohlüberlegten Planung und Langzeitführung des Patienten, um schwerwiegende Komplikationen und Rezidive zu vermeiden.
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Dupuytren's contracture is a disease of the connective tissue, especially of the palmar side of the hand. Today, by means of electron microscopy and histochemistry, several alternations specific of pathology of the disease can be shown, providing a better understanding. However, a revolutionary change of treatment is far out of reach. Dupuytren's diathesis can be influenced by none of today's known methods, and therapy is still empirical. Operative therapy is only indicated in functional impairment. Treatment should be done by well-trained surgeons and in case of extensive diathesis by carefully planning and longtime follow-up to avoid complications and eruption of the disease.
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Klinik für Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie, Departement Chirurgie, Universitätsspital Zürich
Nervenkompressionssyndrome der Extemitäten kommen in großer Häufigkeit und Vielfalt vor. Die Früherkennung und Ergreifung geeigneter Therapiemaßnahmen verhindern, daß sich bleibende Nervenschäden entwickeln. Die unter diesem Aspekt wichtigsten Kompressionssyndrome der Extremitäten werden mit Pathogenese, diagnostischen Elementen, Differentialdiagnose und Therapie dargestellt.
Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern
Peripheral entrapment neuropathies occur in high frequency and present clinically with a wide range of variations. They need to be recognized early enough in order to initiate correct therapy and so to obviate serious nerve lesions and possible neurological sequelae. This paper overviews the essentials of the compression neuropathies as they are encountered in both upper and lower extremities. Pathomecanics, pathogenesis, evaluation considerations as well as differential diagnosis and basic treatment algorithms are emphasized.
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Abteilung für Handchirurgie, Inselspital, Universität Bern
Unter den zahlreichen Tumoren der Hand, die von der Haut, den Weichteilen und dem Knochen ihren Ausgang nehmen, sind die meisten gutartig. Der grösste Anteil lässt sich den sogenannten tumorähnlichen Veränderungen zuordnen, deren häufigster Vertreter das Ganglion ist. Die bösartigen Tumoren sind sehr selten. Die Diagnostik der meist offenkundig liegenden Veränderungen ist in der Regel klinisch möglich. Tiefergelegene und unklare Weichteil- oder Knochentumoren benötigen eine systematische diagnostische Abklärung und eine konsequente und wissenschaftlich fundierte Therapie. Diagnostische und therapeutische Strategien werden aufgezeigt.
Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern
Most of the numerous tumors of the hand, arising from the skin, soft-tissues and bones show a benign course. The vast majority of those tumors is classified as a tumorlike lesion, of which the ganglia are the most frequent. Malignant tumors of the hand are extremely rare. The diagnosis of those usually visible and obvious tumors is regularly made on clinical findings. Only tumors of the deep structures and unclear masses of soft-tissues and bone need further diagnostic procedures. In case of potentially malignant tumors of the hand a systematic and thorough approach should be strated to receive a full and complete staging of the tumor. Modern treatment regimens include for malignant tumors of the hand an interdisciplinary approach with a combination of chemotherapy, surgery and radiation-therapy.
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Abteilung für Hand- und periphere Nervenchirurgie, Kantonsspital Basel
Handinfektionen treten mit den bekannten Entzündungszeichen auf und bedürfen zu ihrer Abklärung einer genauen Anamneseerhebung und einer sorgfältigen klinischen Untersuchung. Der Schmerzbeginn und -charakter sowie der lokale Druckschmerz ist neben der Schwellung und Rötung richtungweisend. Apparative und Laboruntersuchungen haben unterstützenden Charakter. Die Infiltration gestattet bei einer exakten Ruhigstellung und strengen Verlaufsbeobachtung einen konservativen Behanlungsbeginn. Abszedierung, Stagnation oder Verschlechterung des Ausgangsbefunds zwingt zur operativen Behandlung unter optimalen Bedingungen: Beachtung aller handchirurgischen Regeln und Techniken. Antibiotika haben bei der Gefahr septischer Streuung unterstützenden Charakter, ersetzen in keinem Fall die chirurgische Therapie und die Behandlungskonsequenz. Bei der Revision von Eiterungen unterschiedlicher Lokalisation ist besonderes Augenmerk auf tiefer gehende Fisteln, vorhandene Fremdkörper und Sequester und auf freien Abfluß des Wendesekrets zu achten. Eine bakteriologische Abklärung ist in jedem Fall zu fordern. Sehnenscheiden-, Hohlhand- und Gelenkinfektionen sowie andere therapieresistente Weichteilinfektionen sollten eher stationär und in entsprechend kompetenten Zentren behandelt werden, um das Maß der Spätschäden zu begrenzen.
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The possibilities of hand injuries lead to the higher incidence of hand infections.The clinical signs of inflammation (pain, swelling, heat, loss of function and red colour) are found in near all cases. The start of pain and ist localisation help to find quickly the layer of the inflammatory process. Bites, foreign bodies, puncture wounds and open wounds especially those acquired in slaugtherhouse or agriculture are in most cases the predisposing conditions. Treatment of hand infections demands a consequent protocol consisting in: exact diagnostics including clinical picture, laboratory investigation, bacteriology and some cases X-ray-examination; operative treatment including incisions, irrigation, drainage, excision of necrosis and foreign bodies under the rules of hand surgery(i.g. blood-(without exsanguination) and painfree operation field, magnifiing lenses, correct incision avoiding scar contractures); immobisation (dressing or splinting) in intrinsic-plus-position while acute inflammation is going on, early movement combined with ergotherapy and physiotherapy after this. Use of antibiotics is indicated in sepitc cases or in cases of complications (sepsis, lymphangitis, osteomyelitis) in concludence with bacteriology but it cannot compensate mistakes in treatment. The most common infections are placed around and under nail (paranychia) and in the subcutaneous space of the distal phalange (felon). They are treated by incision and spontaneous drainage. More severe are infections of tendon sheath, joint, web space and deep palmar space. If pus is present in such cases there is no place for conservative treatment but operative treatment under clinical conditions is imperative.
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