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Therapeutische Umschau 3/95
Notfälle


Die akute Aortendissektion
The acute aortic dissection

Ph. Weiss

Abteilungen für Intensivmedizin und Kardiologie, Departement Innere Medizin, Kantonsspital Basel

(Zusammenfassung, Summary)

Zusammenfassung

Die akute Aortendissektion ist eine gefürchtete, aber relativ seltene kordiovaskuläre Katastrophe. Rasches Erkennen und richtiges Handeln sind bei der Aortendissektion von großer Bedeutung für die Prognose der betroffenen Patienten, da die Mortalität in den ersten zwei Tagen 1 bis 2 % pro Stunde beträgt. In einer neueren Serie aus der Mayo-Klinik wurde in 62 % der Patienten mit akuter Dissektion initial die richtige Verdachtsdiagnose gestellt, in 28 % der Fälle jedoch wurde die korrekte Diagnose erst autoptisch gefunden. Der klinische Verdacht ergibt sich aus der Anamnese eines plötzlichen, intensiven Thorax- oder Rückenschmerzes, eventuell Wandern des Schmerzes nach unten, und aus Befunden wie Aorteninsuffizienz, Pulsdefizit, neurologische Ausfälle und weitere Zeichen der peripheren Ischämie. ST-Hebungen im EKG sind sehr selten bei Aortendissektion und sprechen für einen Myokardinfarkt. Großlumige peripher-venöse Zugänge, rasche Blutdruck- und Scmerzkontrollen sowie rasche Diagnostik und gegebenenfalls Verlegung in eine thoraxchirurgische Klinik verbessern die Prognose.

Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern

Summary

The acute aortic dissection is a relatively rare event carrying a grave prognosis. It is the most common fatal condition involving the aorta. A high index of suspicion is mandatory because of a mortality rate of 1 to 2 % per hour in the first 48 hours. A recent series from the Mayo Clinic using modern diagnostic methods showed that in 62 % of the patients the initial impression of aortic dissection was correct, but in 28 % this diagnosis was only made post mortem. The clinical suspicion arises from a history of sudden severe pain in the chest or the back, sometimes wandering downwards, and from certain clinical findings like aortic regurgitation, pulse deficits or neurologic manifestations such as cerebrovascular accidents or ischemic paraparesis. ST-segment elevation in the ECG is very unusual in aortic dissection and should direct the clinical focus to acute myocardial infarction. Large-bore peripheral venous access should be established, and pain control should start immediately. Hypertensive patients should be treated first with an intravenous beta-blocking agent. Vasodilators increase aortic wall stress, they should only be administered after a beta-blocking agent. Transfer to a hospital with appropriate diagnostic and surgical is mandatory.

Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern


Die akute Lungenembolie
Acute pulmonary embolism

R. Ritz

Abteilung für Intensivmedizin, Departement Innere Medizin, Medizinische Universitätskliniken Basel

(Zusammenfassung, Summary)

Zusammenfassung

Die akute Lungenembolie (LE) ist häufig, sie wird auch heute noch allzuoft zu spät diagnostiziert oder gar verpaßt. Symptomatik, klinische Befunde und Zusatzuntersuchungen wie EKG, Echokardiographie, Lungenszintigraphie und Pulmonalisangiographie erlauben die für das Vorgehen wichtige Differenzierung zwischen kleinerer peripherer und massiver zentraler LE. Patienten mit peripherer LE werden heparinisiert und können zum Teil möglicherweise zu Hause betreut werden. Die akute massive zentrale LE ist ein Notfall, der Patient muss sofort hospitalisiert werden, Die Therapieziele bei der massiven LE bestehen in einer möglichst umgehenden Entlastung des durch den Embolus in seiner Pumpleistung kompromittierten rechten Ventrikels. Besteht bereits Kreislaufschock, ist die chirurgische Embolektomie indiziert, andernfalls muss eine sofortige thrombolytische Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern

Summary

Pulmonary embolisme is a frequent event, even today the diagnostic comes often too late or not at all. Symptoms, clinical results and additional examinations like ECG, echokardiography, szintigraphy and angiography permit the differentiation between small peripheral and massiv central pulmonary embolism (PE), important for the therapeutic procedure. Patients with peripheral PE have to be heparinized, sometimes they can be treated at home . Th acute massive PE represents an emergency situation, the patient must be hospitalized immediately. The goals of therapy in massive PE consist in a rapid reduction of the threatening load on the right ventricule by the embolism. If the patient is in cardiogenic schock, surgical embolectomy is indicated, without schock the immediate start of thrombolytic therapy must be considered.

Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern


Akuter Schwindel
Acute vertigo

A. Bont und J. Früh

Neurologische Universitätsklinik, Kantonsspital Basel

(Zusammenfassung, Summary)

Zusammenfassung

Für den Arzt stellt sich immer wieder die Frage, ob sich hinter dem Symptom "akuter Schwindel" eine gefährliche Krankheit verbirgt. Gezielt sollte nach der Schwinderdauer gafragt sowie nach einem pathologischen Nystagmus und nach weiteren neurologischen Symptomen gesucht werden. Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel, akuter einseitiger Vestibularisausfall und M. Menière sind häufige Ursachen von akutem peripher-vestibulärem Schwindel. Gewisse Läsionen, insbesondere vaskuläre, im Bereich des Hirnstamms und Kleinhirns können heftigen akuten Schwindel verursachen und auf den ersten Blick eine peripher-vestibuläre Ursache vortäuschen.

Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern

Summary

Among all patients presenting with acute vertigo, majority will be suffering from benign paroxysmal positional vertigo, vestibular neuritis or Meniere's disease. One of the most important central vestibular disorder that imitates labyrinthine dysfunction is vertebrobasilar artery disease. To differentiate this condition from peripheral vestibular lesions, particular attention should be directed to the type of nystagmus which is present. Additionally, duration of vertigo and further neurological symptoms and signs are crucial for correct localization and etiology of the underlying disorder.

Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern


Diarrhöe, Kolisepsis, septische Enzephalopathie: Eskalation eines scheinbar banalen Symptoms
Diarrhea, colisepsis, septic encephalopathy - escelation of an apparently simple symtom

K. F. Bodmann und H. P. Schuster

Medizinische Klinik I, Städtisches Krankenhaus Hildesheim
Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover, Hildesheim

(Zusammenfassung, Summary)

Zusammenfassung

Die septische Enzephalopathie stellt eine im zeitlichen Ablauf frühe Manifestation der Sepsis dar. Zum klinischen Erscheinungsbild gehören Veränderungen des Bewußtseins, fokale oder generalisierte Krämpfe, multifokale Myoklonien und/oder wechselnde Hemiparesen. All diese Veränderungen sind bei erfolgreicher Therapie des Sepsis vollständig reversibel.

Da es keine allgemein akzeptierten Kriterien für die Diagnose einer septischen Enzephalopathie gibt, ist die Diagnose einer septischen Enzephalopathie eine Ausschlußdiagnose. Wir berichten über eine 68 Jahre alte Patientin, bei der die septische Enzephalopathie die Frühmanifestation einer durch eine Durchfallerkrankung entstandenen Kolisepsis darstellt. In unserem Fall waren die Symptome der septischen Enzephalopathie vollständig reversibel, nachdem die Kolisepsis durch eine erfolgreiche antibiotische Medikation therapiert worden war.

Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern

Summary

Septic encephalopathy is an early manifestation of sepsis. Changes in conscionsness, focal or generalized seizures, multifocal myocloni and/or varying hemipareses are comman clinical findings. All of these symptoms are reversibel when sepsis has been successfully treated. Because there are no generally accepted criteria for the diagnosis of septic encephalopathy, it is a diagnosis of exclusion. We report the case of a 68-year-old patient who developed septic encephalopathy secondary to diarrhea and E. coli sepsis. In the case, symptoms of septic encephalopathy were fully reversed after the patient's E. coli sepsis had been adequantely treated.

Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern


Ethanolaufnahme nach Antabus®-Ueberdosierung: Acetaldehyd-induzierter kardiologischer Notfall.
Ingestion of ethanol after intoxication with Antabus®-cardiac emergency by acetaldehyde

J. Becker, H. Desel, H. P. Schuster und G. F. Kahl

Medizinische Klinik I, Städtisches Krankenhaus Hildesheim,
Akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover
Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Göttingen

(Zusammenfassung, Summary)

Zusammenfassung

Die Differentialdiagnose thorakaler Schmerzbeschwerden kann im Einzelfall schwierig sein, insbesondere, wenn trotz pathognomonisch erscheinender Klinik, aber auch bei uncharakteristischen Beschwerden die konventionellen Untersuchungstechniken keine eindeutigen Befunde zeigen. Wir berichten über einen 38jährigen Patienten, der im Rahmen einer Antabus-(Disulfiram-) Ueberdosierung in Kombination mit einer Ethanolaufnahme eine Acetaldehydintoxikation (Antabus-Syndrom) entwickelte. Klinisch imponierte eine stärkste Angina-pectoris-Symptomatik. Bei Vorhandensein kardiovaskulärer Risikofaktoren und zusätzlich nachweisbaren elektrokardiographischen Erregungsrückbildungsstörungen ergab sich der dringende Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung. Im weiteren Verlauf zeigte sich, daß die Symptomatik einzig durch die Disulfiram- und Ethanolbedingte Acetaldehydintroxikation verursacht war. Acetaldehyd konnte im toxischen Bereich im Serum des Patienten nachgewiesen werden. Eine koronare Herzerkrankung wurde mittels einer Koronarangiographie ausgeschlossen.

Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern

Summary

The differential diagnosis of chest pain is challenging , when the clinical presentation appears pathognomonic, yet conventional diagnostic tests fail to reveal the suspected cause. We report the case of a 38-year-old patient who had an acetaldehyde intoxication (antabuse syndrome) in the setting of disulfiram overdose and ethanol ingestion. The patient presented with severe angina pectoris. Coronary artery disease was suspected, because the patient had risk factors and electrocardiographic repolarization changes were present. During the further investigation it became evident that symptoms were solely caused by acetaldehyde intoxication following disulfiram and alcohol ingestion. Toxic levels of acetaldehyde were found in the patient's serum. Coronary artery disease was relud out by cardiac catheterization.

Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern


Der akute Glaukomanfall
Acute glaucoma

H. J. Kaiser

Universitäts-Augenklinik, Basel

(Zusammenfassung, Summary)

Zusammenfassung

Unter einem akuten Glaukomanfall versteht man eine plötzliche, meist einseitige starke Steigerung des Augeninnendrucks. Die Patienten geben heftige, zum Teil ausstrahlende Schmerzen an sowie eine Abnahme der Sehschärfe. Das betroffene Auge ist massiv gerötet, die Hornhaut matt und ödematös und der Bulbus bei Palpation steinhart. Eine rasche Therapie ist für die Erhaltung der Sehfunktion von entscheidender Bedeutung. Die Therapie sollte im akuten Anfall lokal mit drucksenkenden Augentropfen und systemisch mit Diuretika erfolgen. Eine chirurgische Intervention zur Verhütung eines neuerlichen Anfalls und zur Prophylaxe am Partnerauge sollte immer durchgeführt werden.

Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern

Summary

An acute angle-closure glaucoma is thought of as a sudden, mostly unilateral marked increase in intraocular pressure. The patient complains of strong, sometimes rediating pain as well as a reduction in visual acuity. The affected eye is severely reddened, the cornea is cloudy, and the ocular globe feels rockhard under palpation. Immediate therapy is decisive for maintaining visual function. In an acute case, therapy should include local pressure-reducing eye drops and systemic diuretics. Surgical intervention should always be made to prevent repeated occurrence and as a prophylaxis in the partner eye.

Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern


Akuttherapie von Verbrennungen
Emergency treatment of burn injury

H. Pargger, M. A. Kaufmann und D. Scheidegger

Departement Anästhesie, Kantonsspital und Universität Basel, Basel

(Zusammenfassung, Summary)

Zusammenfassung

Im täglichen Leben geschehen oft Verbrennungen. Die meisten können ambulant behandelt werden. Oberflächliche Verbrennungen (erstgradig und oberflächlich zweitgradig) heilen, sofern eine Infektion verhindert wird, ohne Operationen narbenfrei ab. Schwere Verbrennungen allerdings erfordern spezielle Zentren. Die intensivmedizinische und plastisch-chirurgische Behandlung und die Pflege dieser Patienten sind sehr aufwendig und belastend für alle Beteiligten. Eine kompetente Akkuttherapie kann helfen, das Ausmaß solcher Verbrennungen einzuschränken. Gleichzeitig reduziert sie das Auftreten von Komplikationen wiehypovoläme Schockzustände und Infektionen. Die Therapie von schweren Verbrennungen am Unfallort oder in der Praxis gründet auf Anamnese und Status. Alle Begleitprobleme und -verletzungen müssen erfasst werden, weil sie unmittelbaren Einfluß auf die Therapie und den Ort der Weiterbehandlung haben. Die wichtigen Elemente der Soforttherapie von Verbrennungen sind das Kühlen der Verbrennungswunde, eine Infusion von 1 bis 2 l einer Vollelektrolytlösung pro Stunde, intravenöse Bolusgaben eines Opiatagonisten und nasaler Sauerstoff. Eine Tetanusimmunisierung ist für alle, auch kleine, Verbrennungen nötig. Neben dem Kühlen gehört steriles Abdecken zur akuten Lokaltherapie. Alle größeren Verbrennungen und solche an heiklen Körperstellen werden in speziellen Zentren behandelt. Damit wird garantiert, daß der Patient die beste Chance bezüglich Ueberleben mit bestmöglichem kosmetischem Resultat seiner Verbrennungswunde erhält.

Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern

Summary

Burns are among the most common accidental injuries, occurring in almost any environment to victims of all ages. Most of them are minor injuries and may be treated on an outpatient basis. Superficial (first-degree and superficial second-degree) burns will heal uneventfully in about two weeks without scarring, as long as no infection complicates the healing process. Major burns, however, are life-threatening, and professional treatment is crucial for survival. The intensive care and the surgical treatment in these patients demand a major commitment in terms of personnel and material resources; in addition, emotional reactions by any person involved in the case are not uncommon. A skilled and knowledgeable on-scene emergency treatment may diminish the depth of the burn wound and will further-more reduce the number of complications like hypovolemic shock and infection. A complete clinical assessment including the patient history gives the rationale for any therapy and will help determine the appropriate referral center. The emergency treatment primarily includes the cooling of the burn wound to stop the burning process and to reduce pain, the insertion of an intravenous line, including the infusion of 1 to 2 l of an isotonic electrolyte solution per hour, and the management of pain with intravenous boluses of morphine. The patient should also receive supplemental oxygen, and the burn wound should be covered by sterile drapes. Finally, every burn victim requires tetanus prophylaxis. Major burns and burn wounds at sensitive locations such as head and hands should be treated in specialized burn centers. This provides best chances for survival and increases the probability for a good cosmetic result.

Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern


Panikstörungen auf der Notfallstation
Panic disorder

W. Langewitz, A. Kiss und R. Saner

Abteilung Psychosomatik/Departement Innere Medizin, Kantonsspital Basel, Universitätskliniken, Basel

(Zusammenfassung, Summary)

Zusammenfassung

Patienten mit einer Panikstörung erleben körperliche Symptome, die sie als gefährlich einstufen. Daher suchen sie in der Regel primär nicht psychotherapeutische, sondern somatische Hilfe. Die Verknüpfung körperlicher Symptome mit katastrophalen Interpretationen führt zu intensiver Angst, so daß die Patienten häufig eine internistische Notfallstation aufsuchen. Die Prävalenz von Panikstörungen in der Gruppe der Patienten, die wegen thorakaler Schmerzen eine Notfallstation aufsuchen, liegt bei 18 %, in anderen Populationen ist sie noch höher (z.B. Patienten mitnegativer Koronarangiographie 33 bis

59 %, Irritable Bowel Syndrome 29 bis 38 %, Migränekopfschmerzen 5 bis 15 %). Bereits auf der Notfallstation läßt sich gemeinsam mit dem Patienten ein Verständnis für die Bedeutung katastrophaler Interpretation an sich benigner körperlicher Veränderungen für die Entwicklung panischer Angst etablieren, was dazu beitragen kann, typische lange und kostspielige Patientenkarieren zu verhindern. Neben den medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten der Panikstörung mit Benzodiazepinen und Antidepressiva wird das kognitive Modell der Enstehung und der Therapie der Panikstörung erläutert.

Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern

Summary

Patients with panic disorder perceive physical symptoms which they interpret as dangerous phenomena; therefore, they normally seek help from physicians in somatic medicine and do not consult with a psychotherapist or psychiatrist. The combination of physical symptoms and catastrophizing thoughts induces such an intense feeling of anxiety that patients often visit an emergency unit. Thus, the prevalence of panic disorder is high among patients who seek help for heart symptoms within the setting of an emergency department (18 %); in other clinical populations it may even be higher (patients with negative coronary angiography 33 to 59 %, with irritable bowel syndrome 29 to 38 %, with migraine headache 5 to 15 %). Already in the emergency department it is possible to establish with the patient an understanding of the impact such catastrophizing interpretations of basically benign physical changes have on the development of panic. This helps to avoid long-standing and expensive patient careers that have often been described in the literature. The present review includes a description of the cognitive model of the origin and the treatment of panic disorder as well as an overview of drug treatments with benzodiazepines and antidepressive drugs.

Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern


Notfälle in der HNO-Praxis
Emergencies in the field of ENT

A. Meran

(Zusammenfassung, Summary)

Zusammenfassung

Notfälle in der täglichen HNO-Praxis sind häufig. In dieser Uebersicht wurden die dringendsten Fälle im ORL-Bereich herausgesucht. Es handelt sich um das Nasenbluten, akute, einseitige Hörstörungen, insbesondere der akute einseitige Hörsturz. Trommelfellverletzungen, Fremdkörperereignisse und die akute schmerzhafte Otitis externa. Die einzelnen Krankheitsbilder werden in bezug auf Klinik, Aetiologie und Behandlungsmöglichkeiten erörtert. Diese Darstellung soll dem praktischen Arzt einen Ueberblick über die HNO-Notfälle ermöglichen.

Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern

Summary

Emergencies are frequent in the everyday ENT outpatient clinic. From a great variety of emergencies only the most frequent ones were outlined, such as epistaxis, acute unilateral deafness, injuries of the tympanic membrane, foreignbodies events and acute external otitis. The clinics, eitology and therapy are discussed in order to help the general practitioner to cope with emergencies in the ENT field.

Therapeutische Umschau Band 52, 1995, Heft 1 © Verlag Hans Huber AG, Bern


wwwadmin@hanshuber.com, 26. Juni 1997