Sportwissenschaftliches Institut der
Eidgenössischen Sportschule Magglingen, Schweiz
Institut für Sozial- und Präventivmedizinische
Universität Zürich, Schweiz
(Summary)
Zusammenfassung
Die epidemiologische und leistungsphysiologische Evidenz für die Bedeutung von körperlicher Aktivität für die menschliche Gesundheit ist eindrücklich. Neuere Erkenntnisse weisen auf gesundheitliche Effekte von Bewegung und Sport bereits ab "mittlerer" Intensität hin, die zügigem Gehen entspricht. Als Orientierungshilfe für einen gesunden Lebensstil wird eine einfache "Bewegungspyramide" abgeleitet: An der Basis, mit der bereits wesentliche Effekte erzielt werden, stehen täglich 30 Minuten Bewegung oder Sport mit mindestens "mittlerer" Intensität. Auf der nächsten Stufe, die weitere Gesundheitsgewinne verspricht, steht das Training der Ausdauer, Krafttraining zur Entwicklung und Erhaltung der Muskelmasse und Gymnastikübungen zur Verbesserung der Beweglichkeit. An der Spitze der Pyramide steht für Interessierte Ausgleichs- und Leistungssport. Erste Resultate aus Interventionsprojekten geben Hinweise auf Möglichkeiten der Bewegungsförderung auch für die Ärzteschaft.
Therapeutische Umschau, Band 55, 1998, Heft 4, © 1998 Verlag Hans Huber Bern
The importance of physical activity for health is internationally recognised. The physiological and the epidemiological evidence for health effects of both moderate and vigorous intensity exercise is demonstrated and a "Physical Activity Pyramid" is recommended: Half an hour of moderate intensity activities a day at the base level are already promising substantial health effects. On the second step, additional benefits can be derived from cardiorespiratory fitness training, strength training and stretching exercises. The top of the pyramid can be reached by further sports activities.
Therapeutische Umschau, Band 55, 1998, Heft 4, © 1998 Verlag Hans Huber Bern
Institut für Sport- und Präventivmedizin, Universität des Saarlandes, Saarbrücken
(Summary)
Zusammenfassung
Die Mehrzahl der plötzlichen Todesfälle im Sport ist durch kardiale Vorschädigungen bedingt. Bei jüngeren Sportlern (ca. 25 Jahre) stellt die hypertrophe Kardiomyopathie die häufigste Ursache dar, gefolgt von entzündlichen Herzerkrankungen. Bereits bei den bis 40jährigen steigt die Inzidenz der koronaren Herzerkrankung in der Mortalitätsstatistik deutlich an und liegt bei den über 40jährigen an der Spitze. Obwohl das Risiko eines plötzlichen Herztodes beim Sport erhöht ist, kommt regelmäßigem körperlichem Training insgesamt ein kardioprotektiver Effekt zu. Anforderungen an die sportärztliche Untersuchung zur Erkennung gefährdeter Personen werden diskutiert. Nebst einer sorgfältigen Anamnese und klinischen Untersuchung stehen an apparativen Methoden mit hohem Informationswert das Ruhe-EKG sowie die Echokardiographie (zumindest als Bestandteil der Erstuntersuchung) zur Verfügung. Insbesondere bei über 35- bis 40jährigen Personen sowie bei anamnestischen oder klinischen Auffälligkeiten empfiehlt sich zur Beurteilung der Sporttauglichkeit auch die Durchführung eines Belastungs-EKG.
Therapeutische Umschau, Band 55, 1998, Heft 4, © 1998 Verlag Hans Huber Bern
The majority of sudden deaths during physical activity is due to cardiac diseases. In younger persons (< 25 years) the hypertrophic cardiomyopathy is most often involved, followed by infectious cardiac diseases (myocarditis). Already in persons up to 40 years the incidence of coronary arteriosclerosis markedly increases. Although the acute risk of sudden cardiac death is enhanced during sport activity, regular physical training results in an overall cardioprotective effect. Demands on the sports medical examination are discussed in the light of the prevention of sudden cardiac death as well as the long-term health care. Based on a careful anamnesis and clinical examination the ECG as well as the echocardiography present non-invasive methods with high informational value. An exercise-ECG is especially recommended to evaluate the eligibility for physical exercise in persons >35 to 40 years and in subjects with risk factors for cardiovascular diseases.
Therapeutische Umschau, Band 55, 1998, Heft 4, © 1998 Verlag Hans Huber Bern
Abteilung für Rehabilitative und Präventive Sportmedizin, Medizinische Universitätsklinik, Freiburg
(Summary)
Zusammenfassung
Regelmäßige körperliche Aktivität bei koronarer Herzerkrankung hat sich für Verlauf und Prognose der Erkrankung als günstig erwiesen und stellt heute ein anerkanntes Therapiekonzept in der kardialen Rehabilitation dar. Die Bewegungstherapie wird 1- bis 2mal wöchentlich ambulant in regional organisierten Sportgruppen, den sogenannten Herzgruppen, durchgeführt, die unter Leitung eines Arztes und Übungsleiters stehen. Vor Eingliederung in die Herzgruppe sollte eine kardiale Evaluation inklusive Belastungsergometrie und Echokardiographie durchgeführt werden, um zum einen Kontraindikationen zur Teilnahme wie ausgeprägte Herzinsuffizienz und Rhythmusstörungen auszuschließen und zum anderen die individuelle symptom- und ischämiefreie körperliche Belastbarkeit einschätzen zu können. Anhand dieser Ergebnisse werden Patienten bei einer Belastbarkeit > 1 W/kg in Trainings- und bei geringer Belastbarkeit in Übungsgruppen eingeteilt. Inhalte der Herzgruppenstunde sind neben sportspezifischen Übungsformen wie Gymnastik, aerobem Ausdauertraining oder Ballspielen auch psychosoziale Inhalte wie Übungen zur Körperwahrnehmung und Streßbewältigung. Hierüber sollen nicht nur kardiovaskuläre Risikofaktoren sowie körperliche und psychische Belastbarkeit von Herzpatienten verbessert, sondern auch die Verarbeitung der Erkrankung und die psychosoziale Integration beschleunigt werden.
Therapeutische Umschau, Band 55, 1998, Heft 4, © 1998 Verlag Hans Huber Bern
Regular physical exercise has shown to be beneficial for patients with cardiovascular disease. Therefore cardiac rehabilitation in Germany is continued for years after hospital discharge in outpatient cardiac exercise groups which meet twice a week under the guidance of a physician and a sports instructor. Before participation cardiac patients have to be examined including exercise tests and echocardiography for assessment of contraindications for exercise therapy as well as individual exercise capacity. Patients are assigned to two groups with different levels of exercise intensity according to their symptomfree workcapacity (cutoff level 1 W/kg). During exercise sessions sports-specific forms of exercise such as stretching, aerobic exercise or ball games are accompanied by psychosocial elements such as stress management. This global approach is intended to improve cardiovascular risk factors, cardiac function, and work capacity as well as to stabilize the patient psychologically in order to accelerate social integration. Recently these groups have opened towards patients after cardiac transplantation or with severe heart failure. Therefore, cardiac exercise groups play a central role in cardiac rehabilitation long after the acute cardiac event.
Therapeutische Umschau, Band 55, 1998, Heft 4, © 1998 Verlag Hans Huber Bern
Pulmonary and Critical Care Medicine, Department of Medicine, Veterans Affairs Medical Center, University of Washington, Seattle/USA
(Summary)
Zusammenfassung
Bei Patienten mit chronisch obstruktiver Pneumopathie (COPD) kann die Leistungsfähigkeit aufgrund der Dyspnoe, der reduzierten arteriellen O2-Sättigung, der Inaktivitätsatrophie der Muskulatur und wegen angstauslösender Symptome sehr eingeschränkt sein. Trotzdem ist regelmäßiges Bewegungstraining ein wichtiger Bestandteil der Therapie bei COPD. Den Patienten sollen einfache Übungsanweisungen gegeben werden, die sowohl auf ihre eingeschränkte Leistungsfähigkeit als auch ihre Freizeitinteressen zugeschnitten sind. Zu den positiven Ergebnissen eines regelmäßig durchgeführten Trainings gehören, selbst bei Patienten mit schwerer Obstruktion, Gewöhnung an Dyspnoe, zunehmende Belastungstoleranz, bessere Möglichkeiten, die Aufgaben des täglichen Lebens zu meistern, größeres Selbstvertrauen und mehr Unabhängigkeit sowie weniger Krankenhausaufenthalte. Die besten Ergebnisse mit regelmäßigem Training können in einem multidisziplinären Programm unter Aufsicht erzielt werden, das auch Unterricht über COPD, den richtigen Gebrauch von Medikamenten und Sauerstoff sowie psychosoziale Beratung mit einschließt.
Therapeutische Umschau, Band 55, 1998, Heft 4, © 1998 Verlag Hans Huber Bern
Although exercise tolerance can be quite limited in patients with COPD due to dyspnea, arterial desaturation, chronic disuse muscular atrophy, and fear of distressing symptoms, regular daily exercise is an important part of optimal disease management. Patients can be provided with simple exercise instructions tailored to their physiological impairment and recreational interests. The benefits of regular exercise observed even in the most severely obstructed patients include desensitization to dyspnea, increased exercise tolerance, improved capacity for daily activities, greater self esteem and independence, and reduced rates of hospitalization. These benefits of exercise training in COPD are best realized within a multidisciplinary program of supervised pulmonary rehabilitation, that also incorporates education about COPD, proper use of medications and oxygen, and psychosocial counseling.
Therapeutische Umschau, Band 55, 1998, Heft 4, © 1998 Verlag Hans Huber Bern
Abteilung für Sport- und Leistungsmedizin,
Medizinische Klinik und Poliklinik,
Universität Heidelberg
(Summary)
Zusammenfassung
Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung im Ausdauerbereich ist eine wichtige Aufgabe in der Sportmedizin. Sie dient zum einen zur Objektivierung der aeroben Kapazität von Leistungssportlern und Patienten, indem sie kardiozirkulatorische und metabolische Anpassungsreaktionen untersucht. Zum anderen wird das Ausdauertraining durch Ableitung konkreter Trainingshinweise optimiert. Hierzu werden unter Laborbedingungen auf unterschiedlichen Ergometern oder aber unter Trainingsbedingungen Stufentests mit Messung von Herzfrequenz, Ventilationsparametern und Laktatkonzentration im Kapillarblut durchgeführt. Wichtige Beurteilungskriterien sind neben der maximalen O2-Aufnahme die mittels unterschiedlicher Modelle bestimmbaren ventilatorischen Schwellen und Laktatschwellen. Eine Interpretation der Ergebnisse darf allerdings nur unter Berücksichtigung des Trainings- und Ernährungsverhaltens in den Tagen vor der Untersuchung erfolgen, da der Glykogengehalt der Muskulatur vor allem die Laktatschwellen stark beeinflussen kann. Ferner muß bedacht werden, daß sich Test- und Trainingsbedingungen erheblich unterscheiden können.
Therapeutische Umschau, Band 55, 1998, Heft 4, © 1998 Verlag Hans Huber Bern
The evaluation of the aerobic capacity is of great importance for athletes as well as for patients with cardiac and pulmonary diseases. For objective measurements of cardiorespiratory and metabolic responses heart rate, lactate concentration in capillary blood and ventilatory gas exchange are determined during incremental exercise tests either on different ergometers in a laboratory or under training conditions in the field. Besides the maximal O2-uptake (VO2max) several ventilatory and lactate thresholds have been proposed as reliable values for assessing the aerobic capacity and giving training recommendations. For interpretation of the results the training and nutrional behaviour in the previous days have to be considered as especially the lactat thresholds are influenced by the glycogen content of the muscles. Furthermore, training recommendations cannot always be easily transferred from test to training conditions as these can be very different from each other.
Therapeutische Umschau, Band 55, 1998, Heft 4, © 1998 Verlag Hans Huber Bern
Abteilung für Sport- und Leistungsmedizin der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg
(Summary)
Zusammenfassung
Regelmäßiges Ausdauertraining führt zu einer Zunahme des Plasmavolumens um 10 bis 20%. Leicht erniedrigte Hämoglobinkonzentrationen bei Serumferritinwerten im unteren Normbereich sind deshalb bei Athleten in der Regel als Verdünnungs- oder Pseudoanämie zu bewerten. Verschiedene Querschnittsuntersuchungen sprechen dafür, daß echte Eisenmangelanämien unter Sportlern nicht häufiger sind als in der durchschnittlichen Bevölkerung. Da regelmäßige sportliche Betätigung, insbesondere extensives Laufen, zu erhöhten Eisenverlusten führt, kann sich vor allem bei ungenügender Ernährung und erhöhtem Bedarf im Wachstumsalter oder durch zusätzlichen Verlust (Menstruation) ein latenter oder gelegentlich auch ein manifester Eisenmangel einstellen. Mehrere kontrollierte Studien zeigten, daß nur bei manifestem Eisenmangel eine Eisensupplementierung mit 2x 100 mg Eisen täglich zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit führt, während Eisensupplementierung bei latentem Eisenmangel nicht zum Hämoglobinanstieg führt und keine meßbaren Effekte auf die Leistungsfähigkeit hat.
Therapeutische Umschau, Band 55, 1998, Heft 4, © 1998 Verlag Hans Huber Bern
Regular physical training leads to an increase of plasma volume by 10 to 20 percent. Therefore, hemoglobin concentration slightly below normal values in the presence of low-normal serum ferritin levels in athletes are usually due to a dilutional "pseudoanemia", Several cross sectional studies indicate that true iron deficiency anemia is not more frequent in athletes than in the general population. Since regular physical activity, especially extensive running increases iron loss, mild iron deficiency (abnormal serum ferritin and normal hemoglobin concentration) and sometimes true iron deficiency anemia can occur especially when nutritional iron intake is insufficient and iron demand is increased because of growth (children, adolescents) or additional iron loss (menstruation). Several controlled studies indicate that iron supplementation (recommended dose 2 x 100 mg elementary iron/day) improves performance only when hemoglobin concentration increases, i.e. when iron deficiency anemia is present. On the contrary, iron supplementation has no measurable effects on performance when hemoglobin concentration cannot be increased, i.e. in mild iron deficiency.
Therapeutische Umschau, Band 55, 1998, Heft 4, © 1998 Verlag Hans Huber Bern
Frauenklinik Charlottenhaus, Stuttgart
(Summary)
Zusammenfassung
Der Knochenstoffwechsel ist nicht nur bei einer Frau jenseits der
Wechseljahre zu beachten. Langanhaltende Zyklusstörungen
können sich bereits einige Jahre nach der Menarche negativ auf
die Ausbildung und den Erhalt eines stabilen Knochens auswirken.
Östradiolmangel, aber auch die oft damit einhergehenden weiteren
Faktoren wie unzureichende und unausgewogene Ernährung (z. B.
Defizit an Kalzium und Eiweiß) können zu einer erheblichen
Störung des Knochenaufbaus führen oder bereits bei einer
jungen Frau einen Knochenabbau einleiten.
Gegenüber Sportlerinnen und Nichtsportlerinnen, die über
längere Zeit Zyklusstörungen aufweisen, besteht die
ärztliche Verpflichtung, sie vor einem Schaden zu bewahren, der
möglicherweise erst 2 - 5 Jahrzehnte später zur manifesten
Erkrankung wird. Speziell bei der Sportlerin ist ein minderdichter
Knochen sicher ein wesentlicher Faktor für die Entstehung eines
Ermüdungsbruches; dadurch kann es sehr schnell zu
Unterbrechungen und möglicherweise auch zum vorzeitigen Ende
einer hoffnungsvollen Sportkarriere kommen. Neben den
orthopädischen wie internistischen Untersuchungen können
solche Risiken durch eine konsequente
endokrinologisch-gynäkologische Betreuung vermieden werden.
Therapeutische Umschau, Band 55, 1998, Heft 4, © 1998 Verlag Hans Huber Bern
It is important to pay attention to bone metabolism in women long before the menopause. Irregular menstruation with anovulatory cycles or amenorrhoea persisting over several years have negative effects on bone formation and total bone mass already within a few years after menarche. They lead to a lack of oestradiol and are often associated with inadequate and unbalanced nutrition (e.g. lack of calcium and proteins). This results in severe impairment of bone formation and a net loss of bone mass. It is the duty of the doctors taking care of female athletes (as well as non-athletes) with irregular menstrual cycles or amenorrhoea to protect them against osteoporosis which may manifest itself 2 - 5 decades later. In the special case of female athletes a reduced bone mass is an important risk factor for stress fractures which can result in interruption or even in a premature termination of promising athletic careers. Athletes with retarded menarche, irregular menstrual cycles, or amenorrhoea must, therefore, be referred to a gynecologist for further diagnosis and treatment.
Therapeutische Umschau, Band 55, 1998, Heft 4, © 1998 Verlag Hans Huber Bern
Sportwissenschaftliches Institut, Eidgenössische Sportschule Magglingench
(Summary)
Zusammenfassung
Sportliche Belastungen mit maximalen Anforderungen an den Bewegungsapparat erhöhen das Risiko eines Überlastungssyndroms. Die unteren Extremitäten sind durch die zusätzliche Einwirkung des Körpergewichtes speziell betroffen. Die ätiologischen Mechanismen können sowohl intrinsisch wie auch extrinsisch sein. Trotz modernsten diagnostischen Verfahren und konservativen Behandlungen resultieren oft strukturelle Schäden, die chronische Beschwerden verursachen und eine operative Intervention notwendig machen. Analog zu den verschiedenen Geweben werden Epidemiologie, Anatomie, Biomechanik sowie die therapeutischen Prinzipien beschrieben.
Therapeutische Umschau, Band 55, 1998, Heft 4, © 1998 Verlag Hans Huber Bern
Sports activities with high demands and stresses to the musculoskeletal system increase the risk of overuse injures. The etiologic mechanisms are multifactorial, with both intrinsic and extrinsic factors. In spite of better diagnostic equipment and conservative methods of treatment, some of these overuse injuries do not heal and a structural damage of the tissue remains. Thus, surgery is often the only way to relieve the symptoms and to restore normal function. This article provides a basic overview of the epidemiology, anatomy, biomechanical factors, stress responses and therapeutic principles regarding overuse injuries of the soft tissues.
Therapeutische Umschau, Band 55, 1998, Heft 4, © 1998 Verlag Hans Huber Bern
Orthopädische Universitätsklinik, Stiftung Friedrichsheim, Frankfurt/Main
(Summary)
Zusammenfassung
Trotz der breiten Anwendung dehnender Maßnahmen in Sport und Therapie ist das wissenschaftliche Basiswissen lückenhaft. Der Beitrag thematisiert die Messung und Beurteilung der Beweglichkeit in Sport und Therapie. Die Wirkungen von dehnenden Maßnahmen auf die Entstehung von Muskelkater, Leistungsfähigkeit und Regeneration werden besprochen, und es werden konkrete Empfehlungen gegeben für den sportlichen Bereich zum Dehnen als auf- und abwärmende Maßnahme, vor Belastungen, die Schnell- und Maximalkraft erfordern, und nach Kraftausdauer-Training.
Therapeutische Umschau, Band 55, 1998, Heft 4, © 1998 Verlag Hans Huber Bern
The basic scientific knowledge about stretching remains incomplete in spite of its wide use in sports and physiotherapy. This article deals with the assessment of the flexibility and with the anatomical and physiological basis and limitations of stretching. The effects of stretching on delayed onset muscle soreness (DOMS), performance and regeneration are discussed. Recommendations are given for stretching as a measure of warming-up and cooling-down, for stretching before exercises, which demand explosive maximum muscle strength, and for stretching after training for strength endurance.
Therapeutische Umschau, Band 55, 1998, Heft 4, © 1998 Verlag Hans Huber Bern