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Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases 1995, Heft 2


Vena-subclavia-Thrombose: Epidemiologische Daten der PHLEKO-Studie!

M. Martin und G. Brors

Geriatrische Klinik der Städtischen Kliniken Duisburg

(Zusammenfassung, Summary)

Zusammenfassung

Es wird über 91 akute V.-subclavia-Thrombosen berichtet, die im Rahmen der multizentrischen PHLEKO-Studie Phlebothrombose - Konservative Behandlung) diagnostiziert und behandelt wurden. Die Häufigkeit dieser Lokalisation bezogen auf 2088 phlebographierte tiefe Venenthrombosen war 4,36%. Patienten mit einer Subclaviavenenthrombose kamen durchschnittlich 3,90 Tage nach Einsetzen der ersten Symptome zur stationären Aufnahme. Das mittlere Alter der Patienten war 46,3 Jahre, das Männer/Frauen-Verhältnis ausgeglichen. Als Thromboseursachen fanden sich traumatische (Streß, Kathetermanipulation), symptomatische (im Rahmen anderer Erkrankungen entstanden) und idiopathische (Ursache unbekannt) Ereignisse. Diese waren etwa gleichmäßig verteilt. Es überwog die linke Seite, mit Betonung der Schrittmacherkabelkomplikationen. In 49,4% der Fälle erhielten Patienten mit Subclaviavenenthrombosen eine fibrinolytische Therapie, der übrige Teil wurde konservativ (antikoagulatorisch) behandelt. Die durchschnittliche Liegezeit für konservativ behandelte Patienten betrug durchschnittlich 18,8 Tage. Subclaviavenenthrombosen waren in keinem Fall Ausgangspunkt für tödliche oder nicht-tödliche Lungenembolien.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern

Summary

This is a report of 91 cases of subclavian vein thrombosis. The data are derived from the PHLECO-study (Phlebothrombosis-Conservative treatment) which is a multicenter investigation on the fate of 2088 deep vein thromboses as diagnosed by phlebography. In this cohort the subclavian vein thrombosis incidence was recorded at 4.36%. The interval between first symptoms and hospital admission lasted 3,90 days. The average patient's age was 46,3 years. The genders were evenly distributed. The causes of subclavian vein thromboses were in 29.7% traumatic (effort thrombosis, catheter manipulation), in 31.9% symptomatic (accompanying other diseases), and in 38.4% idiopathic (cause unknown). Fibrinolytic therapy was carried out in 49.4% of the cases, the remainder received anticoagulants. Patients with acute subclavian vein thrombosis and conservative treatment (no fibrinolytic therapy) stayed for 18.8 days in the hospital. No instances of pulmonary embolism, either fatal or non-fatal, were recorded.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern


The incidence of postoperative deep vein thrombosis in vascular procedures

J. Saarinen, T. Sisto, J. Laurikka, J.-P. Salenius, M. Tarkka and the FINNVASC Study Group!

Department of Surgery, University Hospital, Tampere, Finland (Director: Ossi Auvinen, MD)

(Zusammenfassung, Summary)

Summary

This survey aimed to estimate the rate of deep venous thrombosis (DVT) in an unselected population treated for peripheral vascular diseases. The study comprised 7533 patients on the nationwide Finnish vascular registry (FINNVASC) during two-years study period. Thirty-four (0.45%) patients were reported to have a postoperative thrombosis. Thirty-two (94%) of these had undergone vascular procedures involving the infrarenal aorta or arteries in the lower extremities. There was no difference in the occurrence of determinants (diabetes, hypertension etc.) when the group with postoperative DVT was compared to the rest of the patients on the registry. The procedures involving the lower extremity seem to carry a higher risk of postoperative DVT. In this type of surgery special attention should be focused on DVT prophylaxis.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern

Zusammenfassung

Ziel dieser Studie war die Ermittlung der Rate an tiefen Venenthrombosen nach Behandlung peripherer arterieller Verschlußkrankheiten in einer unselektionierten Bevölkerung. Erfaßt wurden 7533 Patienten aus zwei Jahren, die in der nationalen finnischen Gefäßregistratur enthalten waren. 34 (0,45%) der Patienten mit postoperativer Thrombose waren gemeldet worden. 32 von diesen (94%) traten nach Gefäßoperationen im Bereich der infra-renalen Aorta oder den Arterien der unteren Extremitäten auf. Eine Differenz im Bestehen von determinierenden Faktoren (Diabetes, Hypertonie usw.) im Vergleich mit den restlichen Patienten in der Registratur bestand nicht. Es scheint, daß Eingriffe im Bereich der unteren Extremitäten ein erhöhtes Risiko für postoperative tiefe Venenthrombosen darstellen. Daher sollte bei dieser Art von Eingriffen vermehrt auf eine sorgfältige Thromboseprophylaxe geachtet werden.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern


Vascular injuries in Sweden 1986-1990: the result of an enquiry

T. Jonung, H. Pärsson and L. Norgren

Department of Surgery (Director: Prof. Ihse), University Hospital, Lund, Sweden

(Zusammenfassung, Summary)

Summary

In order to review the management of vascular trauma in Sweden all surgical and orthopedic departments were asked to report retrospectively vascular injuries occurring between 1986 and 1990. There were 294 injuries reported from 55 departments. The majority ( 80%) of the injuries were confined to the extremities. In the arms the injuries of the vessels were mostly simple, whereas in the legs they were more complex and correct treatment demanded extensive experience in vascular surgery. No less than 20% of the injuries were iatrogenic and half of them required reconstructive surgery. 55% of the iatrogenic injuries occurred during angiological examinations and treatments.

Complex vascular injuries are often combined with fractures and soft tissue damage and required close cooperation between vascular and orthopedic surgeons. Advanced angiological examinations and treatments should only be performed in hospitals with vascular surgery facilities.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern

Zusammenfassung

Alle schwedischen chirurgischen und orthopädischen Abteilungen wurden um eine retrospektive Meldung aller Gefäßverletzungen in der Zeit von 1986 und 1990 gebeten. Aus 55 Abteilungen wurden daraufhin 294 Verletzungen gemeldet. 80% davon waren an den Extremitäten lokalisiert. An den oberen Extremitäten handelte es sich meistens um einfache Verletzungen, während diejenigen an den unteren Extremitäten meistens komplexer waren und größere Erfahrung in Gefäßchirurgie erforderten. Nicht weniger als 20% der Verletzungen waren iatrogener Natur, und die Hälfte davon erforderten rekonstruktive Eingriffe. 55% der iatrogenen Verletzungen traten während angiologischer Untersuchungen und Behandlungen auf. Komplexe Gefäßverletzungen sind oft mit Knochenbrüchen und Weichteil-Beschädigungen kombiniert und erforderten enge Zusammenarbeit zwischen Gefäßchirurgen und Orthopäden. Anspruchsvollere angiologische Untersuchungen und Behandlungen sollten nur in Spitälern durchgeführt werden, die über entsprechende gefäßchirurgische Korrekturmöglichkeiten verfügen.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern


Diagnostischer Stellenwert der Angioskopie bei der venösen Thrombektomie

C. Wack, K. D. Wölfle, H. Weber, H. Bruijnen und H. Loeprecht

Klinik für Gefäß- und Thoraxchirurgie (Chefarzt: Prof. Dr. med. H. Loeprecht) Zentralklinikum Augsburg

(Zusammenfassung, Summary)

Zusammenfassung

Die intraoperative Angioskopie wird seit zehn Jahren routinemäßig bei der Thrombektomie der akuten Iliofemoralen Venenthrombose an unserer Klinik durchgeführt. Zwischen 1983 und 1993 wurden 225 venöse Thrombektomie vorgenommen, wovon 187 endoskopisch kontrolliert wurden. Die retrospektive Auswertung zeigte, daß lediglich bei 80 Patienten eine vollständige Ausräumung der Gerinnsel nach der Thrombektomie zu beobachten war, obwohl sich ein guter venöser Rückstrom fand. Deshalb erfolgte bei 107 Patienten eine gezielte Revision mit anschließender erneuter Angioskopie. In 46 Fällen konnten die Restthromben komplett und in 35 Fällen partiell entfernt werden. Nicht entfernbare Restgerinnsel fanden sich bei 14, ein Venensporn bei 12 Patienten. Nach einem Jahr wurde eine Kontrollphlebographie im Sinne einer aszendierenden Bein-Beckenphlebographie durchgeführt und deren morphologischer Befund des endoskopierten Venenabschnittes in einem Phleboscore durch Punktebeurteilung von 0 (Verschluß) bis 5 (offen) erfaßt. Die endoskopisch freien Venen (n = 66, Phleboscoremittelwert = 3.8) zeigten bei der statistischen Auswertung einen hochsignifikanten Unterschied des Phleboscore im Vergleich zu Venen mit verbliebenen Restgerinnseln. Die endoskopische Lumenkontrolle erweist sich als hervorragende Methode zur intraoperativen Qualitätskontrolle und Erzielung einer größtmöglichen Vollständigkeit bei der venösen Thrombektomie.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern

Summary

Since 1983 angioscopy was applied as a control method in 187 venous thrombectomies to improve the treatment of acute iliofemoral thrombosis. In a retrospective study we tried to show the impact of angioscopy intraoperatively and the influence on long-term results. Thrombectomy was performed in 97 patients affected at three levels, in 50 cases with pelvic-femoral, in 35 with pelvic and in 43 with femoro-tibial thrombosis. The average clinical age of the thrombosis was 5 days, 66% of the patients (age 39 years) were female. The endoscopic findings were compared with phlebological results after one year using a phleboscore between 0 points ( occlusion) and 5 points (normal). The phlebographies were analyzed so that the functional status of the vein was represented. After venous thrombectomy 42.8% of the cases were endoscopically classified complete but in 57.2% residual clots were observed. It was possible to completely (24.6%) or partly (18.7%) remove these clots by further thrombectomy maneuvers, non removable remnants were found in 7.5% and a venous spur in 6.4%. The statistical analysis with Kruskal-Wallace test showed significant differences in venous morphology between the endoscopically complete thrombectomies and those with residual clots. After a follow-up period of 30 months (12-64) the clinical results were very good. In 58% we observed normal findings, a cvi grade I in 35%, grade II in 4%. Crural ulcers had developed in only 3%. From our data we conclude that endoscopy is an excellent method for intraoperative quality-control in venous thrombectomy.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern


Metabolische Effekte einer Intervallarbeit bei Patienten mit arterieller Verschlußkrankheit im Stadium II

U. Maass, B. Goller und R. Grote

Abteilung für Angiologie (Direktor: Prof. Dr. med. K. Alexander) Medizinische Hochschule Hannover

(Zusammenfassung, Summary)

Zusammenfassung

Unter Intervallarbeit von sechs Minuten Dauer und zwei Minuten Pause wurden die Veränderungen arterieller und popliteavenöser Blutgase sowie Laktat- und Pyruvatkonzentrationen gemessen und der Laktat-Pyruvat-Quotient bei elf Patienten mit arterieller Verschlußkrankheit im Stadium IIa berechnet. Der popliteavenöse Sauerstoffdruck nahm während der zweiten und dritten laufband-ergometrischen Belastung signifikant zu und der Kohlensäuredruck nahm signifikant ab. Unter der zweiten und dritten Belastung kam es auch zu einer signifikanten Reduzierung der Sauerstoffextraktion. Die arteriellen Laktatkonzentrationen wiesen zwischen den einzelnen Belastungen und Pausen keine signifikanten Änderungen auf. In den Pausen lagen die popliteavenösen Laktatkonzentrationen höher als bei den vorausgegangenen Intervallbelastungen. Unter der zweiten Belastung wurden signifikant niedrigere venöse Laktatkonzentrationen gemessen als bei der ersten Belastung; das gilt auch für die arteriovenösen Laktatdifferenzen und den Laktat-Pyruvat-Quotienten. Diese Befunde weisen darauf hin, daß bei noch anhaltender Mehrdurchblutung der Skelettmuskulatur in den Pausen die Oxydation und Resynthese des Laktats beschleunigt wird.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern

Summary

During intermittent exercise lasting six minutes with two minutes' rest the fluctuations in arterial and venous blood of lactate, pyruvate and blood gases as well as changes in the lactate pyruvate ratio were studied in eleven patients with intermittent claudication. There were significant differences of O2-extraction during intermittent exercise. The level of arterial lactate did not vary significantly. The highest venous lactate was found during the rest period. Significant differences in venous lactate, pyruvate and lactate pyruvate ratio were found between the first and second exercise periods. It is assumed that the rate of glycolysis is reduced during intermittent exercise.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern


Reaktive Hyperämie nach arterieller Okklusion: Vergleich der InfrarotTele-Thermographie und der Laser-DopplerFluxmetrie!

L. Hanssler (1), O. Hendricks (1), J. Ranft (2) und M. Blank (3)

1) Zentrum für Kinderheilkunde (Direktor: Prof. Dr. U. Stephan),

2) Klinik und Poliklinik für Angiologie (Direktor: Prof. Dr. G. Rudofsky) und

3) Institut für Anatomie (Direktor: Prof. Dr. H. W. Denker) am Universitätsklinikum Essen

(Zusammenfassung, Summary)

Zusammenfassung

Bei 40 gesunden Probanden (20 Frauen, 20 Männer) wurden nach arterieller Okklusion simultan Laser-Doppler-Flux (LDF) und mit Hilfe der Infrarot-Tele-Thermographie (IRT) Hauttemperaturen im Bereich der linken Handfläche gemessen. LDF und Hauttemperatur lagen vor Okklusion bei Männern signifikant höher als bei Frauen (p < 0.01 bzw. p nv 0.05). Nach 120 Sekunden arterieller Okklusion war ein signifikantes Überschießen des LDF um 71,3% (± 39,5%) über den Ausgangswert und während dieser Hyperämie-Phase ein signifikanter Temperaturanstieg von 33,5° auf 34,8 °C (p < 0.0001) zu beobachten. Dabei zeigten Männer und Frauen ein einheitliches Reaktionsmuster. Die Veränderungen der Hauttemperatur nach Drosselung der peripheren Durchblutung verliefen träger und protrahierter als die des LDF. Die Absolutwerte der radiativen Hauttemperaturmessung lagen signifikant über den konduktiven Vergleichswerten (p < 0.001). IRT und Berührungsthermometrie korrelierten eng (p < 0.0001, r = 0.891). Die IRT erlaubt neben der simultanen berührungslosen Messung einer Vielzahl von Oberflächentemperaturen eine Erfassung rascher Temperaturveränderungen und ermöglicht zusätzlich die visuelle Bewertung der Farb-Thermogramme. Vergleichbar den postokklusiven Veränderungen des LDF zeigten sich parallel dazu gleichsinnige Veränderungen der thermographisch gemessenen Hauttemperaturen. Die IRT könnte somit eine Alternative darstellen bei der Untersuchung physiologischer Funktionen der thermoregulatorischen Endstrombahn und der Diagnostik und Verlaufskontrolle peripherer Gefäßerkrankungen.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern

Summary

Before, during and after arterial occlusion we measured Laser-Doppler Flux (LDF) and skin temperature using Infrared-Thermographie (IRT) in 40 healthy adults (20 female,

20 male). In the region of the hypothenar eminence of the left hand LDF and skin temperature showed significantly higher values in male compared with female subjects prior to occlusion (p < 0.01 resp. p < 0.05). After arterial occlusion for

120 seconds LDF showed a significant overshoot of 71.3% (± 39.5%) above baseline. During this phase of hyperemia skin temperature rose from 33.5 to 34.8 °C (p < 0.0001). This reaction was similar in men and in women. Changes in skin temperature were slower and more prolonged compared with the rapid changes of LDF. The absolute temperatures were significantly higher when we used IRT compared with temperatures measured by resistance thermometry. Both methods showed a close correlation (p < 0.0001, r = 0.891). Using the IRT technique a large number of skin temperatures can be measured simultaneously and temperature changes can be detected and visualized by colour thermograms. Postocclusive cutaneous hyperemia induces similar responses in LDF parameters and in skin temperatures. IRT therefore could be used as an additional tool for the assessment of physiological and pathological functions of the cutaneous microcirculation.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern


Neutrophil-derived adhesion molecules in human digital ischaemia and reperfusion

G. Ciuffetti, L. Pasqualini, G. Fuscaldo, N. Piccioni, R. Paltriccia and E. Mannarino

Angiology Section, II Department of Internal Medicine (Prof. E. Mannarino), University of Perugia, Italy

(Zusammenfassung, Summary)

Summary

In order to see whether leucocyte-derived adhesion molecules are involved in ischaemia and reperfusion, the total and differential leucocyte counts and expression of the LFA complex i. e. CD11a/CD18 (LFA-1), CD11b/CD18 (Mac-1) and CD11c/CD18 (p 150,95) were monitored before and after standard cold and heat tests in 8 females with Raynaud's Disease and 8 matched controls. All patients suffered from vasoconstriction during the cold test which, compared with controls, was associated with fewer granulocytes expressing significantly more CD11b/CD18 (Mac-1) integrin and a significant degree of neutropenia persisting during reperfusion. Leucocyte-endothelial adhesive interactions may therefore occur during ischaemia and reperfusion.

Acknowledgement: The authors would like to thank Dr. G. A. Boyd for her valuable help.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern

Zusammenfassung

Zur Untersuchung des Verhaltens der von den neutrophilen Leukozyten abstammenden Adhäsionsmoleküle während Ischämie und Wiederdurchblutung wurden die Gesamtzahl und das Differenzialbild der Leukozyten sowie die Ausdrucksfähigkeit des LFA-Komplexes, d. h. CD11a/CD18 (LFA-1), CD11b/CD18 (MAC-1) und CD11c/CD18 (p 150,95) vor und nach Durchführung des standardisierten Warm-Kalt-Tests bei 8 weiblichen Patienten mit Raynaudscher Krankheit und bei 8 Kontrollpersonen geprüft. Bei allen Patienten bestand während der Kaltphase des Tests eine Gefäßverengerung. Im Vergleich zu den Kontrollpersonen fand sich bei den Patienten eine geringere Leukozytenzahl mit vermehrt aktivierten Integrinen CD11b/CD18 (MAC-1) sowie eine bedeutende Verminderung derselben Leukozyten während der gesamten Phase der Wiederdurchblutung. Sowohl während der Ischämie wie auch während der Wiederdurchblutung könnten sich wechselseitige Adhäsionen zwischen Leukozyten und Endothel ereignen.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern


Rekonstruktion der hirnversorgenden Arterien unter bilateralem Monitoring mit der transkraniellen Doppler-Sonographie - neue Aspekte für das operationstechnische Vorgehen

U. Krünes, K. Bürger, H. Mattusch und H. Scholz

Universitätsklinik und Poliklinik für Gefäßchirurgie der Charité, Berlin (Direktor: Prof. Dr. med. K. Bürger)

(Zusammenfassung, Summary)

Zusammenfassung

Von Januar-Juni 1994 wurden an der Gefäßchirurgischen Klinik der Charité 61 Rekonstruktionen der A. carotis interna unter Nutzung der bilateralen transkraniellen Doppler-Sonographie als zerebrales Monitoring vorgenommen. Dabei wurde der intraoperative Verlauf der mittleren Strömungsgeschwindigkeit in der ipsi- und kontralateralen A. cerebri media fortlaufend registriert. In der ipsilateralen A. cerebri media fiel die Strömungsgeschwindigkeit nach dem Clamping der A. carotis interna sofort ab und erholte sich bereits nach kurzer Zeit in 60% der Fälle wieder ausreichend (Vmean > 25 cm/s). Nach der Reaktion der Gegenseite ließen sich 3 Typen unterscheiden: 1. die mittlere Strömungsgeschwindigkeit der Gegenseite verhält sich entgegengesetzt zur ipsilateralen Seite im Sinne einer Kompensation ("Scherentyp"), 2. die Gegenseite zeigt keine Reaktion ("Indifferenztyp), 3. die Gegenseite verhält sich gleichsinnig zur ipsilateralen Seite ("Paralleltyp"). Das operationstechnische Vorgehen wurde in 62% der Fälle durch das transkranielle Doppler-Monitoring beeinflußt, d. h. in 35% der Fälle Operation ohne Shunt, in 19% der Fälle Korrektur der Shuntposition, in 8% der Fälle Anhebung des Blutdruckes. Emboliesignale wurden kurzzeitig bei 43% der Patienten nach Freigabe des Blutstromes registriert, die klinisch bedeutungslos waren. Bei einem Patienten mit Emboliesignalen über 30 Minuten trat postoperativ ein neurologisches Defizit auf.

Die bilaterale transkranielle Doppler-Sonographie ist insbesondere bei Patienten mit hochgradigen Stenosen und Verschlüssen der gegenseitigen A. carotis interna eine wertvolle Methode für das zerebrale Monitoring. Sie sollte aus unserer Sicht eine stärkere Verbreitung finden.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern

Summary

From January to June 1994 reconstruction of 61 internal carotid arteries (ICA) with cerebral monitoring using bilateral transcranial Doppler sonography in the Clinic of Vascular Surgery Charité was performed. Recording of the maximal mean blood flow velocity in both middle cerebral arteries (MCA) was performed intraoperatively. After clamping of ICA flow velocity in the ipsilateral MCA decreased immediately but recovered within short time in 60% of our patients (Vmean > 25 cm/s). Based on the reaction of the contralateral MCA 3 types were differentiated: 1) Vmean of the contralateral side changed contrary to the ipsilateral side (compensation, "scissers type"). 2) The contralateral side did not react ("indifferent type"). 3) The contralateral side changed parallel to the ipsilateral side ("parallel type"). In 62% of our patients the operative strategy was influenced by transcranial Doppler monitoring: in 35% of cases the operative reconstruction was performed without intraluminal shunting, in 19% of cases the position of the intraluminal shunt was corrected, in 8% of cases the blood pressure was increased. Doppler signals due to emboli were registrated in 43% of our patients. These patients did not show any new neurologic signs and symptoms. In one patient who developed a neurological deficit during the postoperative phase, emboli signals were recorded during a period of 30 minutes.

Bilateral transcranial Doppler monitoring, especially in patients with contralateral high-grade stenoses or occlusions of the ICA, is a useful method for intraoperative cerebral monitoring. We recommend its application on a wide scale.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern


Zerebrale Oxymetrie durch Infrarot-Spektroskopie im Vergleich zur kontinuierlich gemessenen Sauerstoffsättigung im Bulbus Vena jugularis bei Eingriffen an der Arteria carotis interna

E. Schindler (1), B. Zickmann (1), M. Müller (1), J. Boldt (1), J. Kroll (2) und G. Hempelmann (1)

(1) Abteilung Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin (Leiter: Prof. Dr. med. G. Hempelmann)
(2) Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie (Leiter: Prof. Dr. med. F. W. Hehrlein)

Justus-Liebig-Universität, Gießen

(Zusammenfassung, Summary)

Zusammenfassung

Ziel der Studie: Durch kontinuierliches Monitoring des zentralen Nervensystems können bei Operationen der Arteria carotis interna (ACI) intraoperativ auftretende Ischämien erkannt und durch entsprechende Maßnahmen vermindert werden. Neben rein funktionellen Methoden steht nun mit Hilfe der zerebralen Oxymetrie ein nichtinvasives Verfahren zur direkten kontinuierlichen Messung der regionalen Sauerstoffsättigung (rSO2) im Gehirn zur Verfügung. Die Sauerstoffsättigung im Bulbus Vena jugularis (SJO2) kennzeichnet den globalen zerebrovenösen Sauerstoffgehalt und soll mit den Daten der zerebralen Oxymetrie verglichen werden.

Methodik: Nach Genehmigung des Protokolls durch die Ethikkommission und schriftlicher Einwilligung wurden 10 Patienten untersucht, die sich einer elektiven Carotis-Operation unterziehen mußten. Die rSO2 wurde mit Hilfe eines zerebralen Oxymeters (INVOS® 3100, Somanetics Corp., Michigan/USA) kontinuierlich gemessen. Der entsprechende Sensor wurde über der zu operierenden Seite fronto-temporal angebracht. Um Verletzungen im Operationsgebiet zu vermeiden, wurde zur Messung der SJO2 erst intraoperativ ein 4-F Oxymetrie-Katheter (OPTICATH®, Abbot GmbH, Wiesbaden) in den Bulbus jugularis eingelegt. Die Narkoseführung und maschinelle Beatmung wurden standardisiert.

Ergebnisse: Nach Klemmen der ACI fiel die rSO2 im Vergleich zu Ausgangswerten (66,0 ± 1,4%) signifikant ab und betrug 60,5 ± 3,5%. Bis zum Öffnen der Klemmen blieben diese Werte stabil. Unmittelbar nach Öffnen stieg die rSO2 signifikant an und erreichte 63,0 ± 4,2%. Bis zum Ende der Operation näherten sich die Werte den Ausgangsdaten (65,0 ± 2,8%). Einen ähnlichen Verlauf zeigten die Daten für die SJO2 bis zum Klemmen des Gefäßes (59,5 ± 4,9%). Nach Klemmen fielen die Werte auf 51,5 ± 6,3% ab und erreichten vor Öffnen Werte um 49,4 ± 4,1%. Nach Öffnen stieg die SJO2 signifikant an und betrug 59,5 ± 6,3%. Bis zum Ende der Operation zeigten sich danach keine wesentlichen Änderungen im Verlauf der SJO2. Korreliert man die gewonnenen Daten für die rSO2 mit der SJO2, so zeigte sich eine hohe positive Übereinstimmung von r = 0.85. SEP Veränderungen wurden zu keinem Zeitpunkt beobachtet.

Schlußfolgerungen: Die hohe positive Korrelation der regionalen zerebralen Sauerstoffsättigung zu gemessenen Werten der O2-Sättigung im Bulbus jugularis überrascht, da zum einen die regionale, zum anderen die globale Sauerstoffsättigung gemessen wurde. Beide Methoden scheinen aber gleichermaßen geeignet, Episoden zerebraler Minderversorgung mit Sauerstoff erkennen zu können. Der Einfluß dieser Änderungen der zerebralen Sauerstoffsättigung auf das neurologische Outcome der Patienten erfordert weitere Studien mit größeren Patientenkollektiven.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern

Summary

Objective: Monitoring the central nervous system during carotid endarterectomy plays an important role in detection of cerebral ischemia. With optical spectroscopy in the near-infrared light range it is now possible to measure regional cerebral oxygen saturation (rSO2) noninvasively. Numerous studies emphasize the importance of cerebral oxygen balance rather than absolute values of cerebral blood flow or metabolic rate. In this study data from oxygen saturation measured in the jugular bulb (SJO2) were compared to rSO2.

Methods: 10 patients undergoing elective carotid endarterectomy were enrolled after written informed consent and approval by the local ethics committee. rSO2 data were measured by cerebral spectroscopy (INVOS® 3100, Somanetics, Michigan/USA). To avoid lesions of the internal carotid artery, a 4-F oxymetry catheter (OPTICATH®., Abbot GmbH, Wiesbaden) was placed in the jugular bulb by retrograde approach after preparation by the surgeon. Anaesthesia and mechanical ventilation were standardised.

Results: After cross-clamping of the internal carotid artery rSO2 significantly decreased (60.5 ± 3.5%) compared to baseline (66.0 ± 1.4%). After declamping rSO2 increased significantly (63.0 ± 4.2%) and was close to baseline at the end of operation (65.0 ± 2.8%). The SJO2 time course showed good correlation compared to rSO2 data (r = 0.85). After cross-clamping SJO2 decreased significantly (51.5 ± 6.3%) in comparison to baseline (59.5 ± 4.9%). Declamping increased SJO2 to 59.5 ± 6.3%. No changes in latencies or amplitudes of SEP were observed throughout the operation.

Conclusions: Noninvasive cerebral optical spectroscopy is a useful tool to determine the brain tissue oxygenation. The positive correlation to jugular bulb oxygen saturation is somewhat unexpected as rSO2 evaluates regional while SJO2 measures global oxygen content. However our results suggests that both methods are able to detect episodes of cerebral ischemia during carotid endarterectomy. The interpretation of the changes of cerebral oxygen saturation with respect to neurological outcome warrants further studies.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern


Bestimmung des Stenosegrades der A. carotis interna am Operationspräparat nach Eversions-TEA: Vergleich mit Angiographie und c-w-Doppler-Sonographie

H.-H. Eckstein (1), K. Post (2), E. Hoffmann (1), T. Hupp (1) und J.-R. Allenberg (1)

1) Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg (Direktor: Prof. Dr. C. Herfarth),
1) Sektion Gefäßchirurgie (Leiter: Prof. Dr. J.-R. Allenberg)
2) Abt. Radiodiagnostik, Radiologische Universitätsklinik Heidelberg
2) (Direktor: Prof. Dr. G. W. Kauffmann)

(Zusammenfassung, Summary)

Zusammenfassung

Erstmals wurde anhand von Carotis-Eversionzylindern der angiographisch und c-w-dopplersonographisch ermittelte Stenosegrad mit dem Operations-Präparat verglichen. Hierzu wurden 22 intakte Eversionszylinder mit einem Flüssigkunststoff (Palavit M®) aufgefüllt und nach Aushärten des Kunststoffs im Bereich der maximalen Stenosierung der kleinste Durchmesser gemessen. Durch die Berechnung des Verhältnisses kleinster Stenose-Durchmesser zu lokalem Gefäßdurchmesser (gemessen am Eversionszylinder) war damit die Berechnung des lokalen Stenosegrad am Präparat möglich. Für die Bestimmung des distalen Stenosegrades wurden die errechneten Stenosewerte mit dem intraoperativ ermittelten Durchmesser der distalen ACI in Beziehung gesetzt (1 mm Wanddicke für distale ACI berücksichtigt). Ergebnisse: Im präoperativen Angiogramm (79,8 ± 9% ECST-Kriterien und 69 ± 10,3% NASCET-Kriterien) wurden der lokale und der distale Stenosegrad bezüglich lokaler und distaler Durchmesserreduktion (Ø 84,7 ± 8,4% bzw. 82,1 ± 9,1%) unterschätzt. Die Unterschiede waren im Wilcoxon-Test mit p < 0.05 bzw. p < 0.01 statistisch signifikant. C-w-Doppler-sonographisch betrug der durchschnittliche Stenosegrad 82,6 ± 8,2% (n. s.). Insgesamt war die Durchmesserreduktion fast immer höhergradiger als in der präoperativen Diagnostik vermutet, nur ausnahmsweise wurde in der Angiographie oder dem Doppler eine Stenose überschätzt. Schlußfolgerung: Die Ergebnisse deuten darauf hin, daß die präoperative angiographische und c-w-doppler-sonographische Beurteilung einer Carotisstenose unter Berücksichtigung bisheriger Meßkriterien leicht zu einer Unterschätzung der Stenose führt.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern

Summary

22 carotid specimens following eversion-endarterectomy were compared with preoperative assessment of carotid stenosis obtained angiographically and by c-w-Doppler-sonography. The intact, unsplit specimens were perfused with a liquid plastic material (Palavit M®). After hardening of the plastic material the specimens were removed. The local degree of carotid stenosis with respect to diameter reduction was assessed by direct measurement of the plastic specimens at the narrowest site compared with the diameter of the carotid eversion specimens at the place of the maximum stenosis. The distal degree of carotid stenosis was assessed by comparison of the diameter of the distal internal carotid artery obtained intraoperatively with the measurements of the plastic specimens (1 mm vascular wall thickness of distal internal carotid artery was taken into account). Results: Both the local and the distal degree of carotid stenosis diameter (mean 84,7% ± 8,4% and 82,1% ± 9,1% respectively) were underestimated in the preoperative angiogram (79,8 ± 9% by ECST-criteria and 69 ± 10,3% by NASCET-criteria) in most of the cases. The difference of the diameter reduction was statistically significant (p < 0.05 and p < 0.01 respectively, Wilcoxon signed rank test). The c-w-Doppler assessments were 82,6 ± 8,2% (n. s.). Conclusion: Our results suggest that the preoperative assessment of internal carotid stenosis obtained angiographically or by c-w-Doppler-sonography easily underestimate the true degree of carotid stenosis.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern


Experimentelles Aortenaneurysma mit endovaskulärer Technik

B. Marty, L. K. von Segesser, G. Uhlschmid, R. Maurer (1) und M. Turina

Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie (Direktor: Prof. Dr. M. Turina)
Departement Chirurgie (Vorsteher: Prof. Dr. F. Largiadèr), Universitätsspital Zürich
1) Institut für Pathologie (Chefarzt: Prof. Dr. R. Maurer), Stadtspital Triemli, Zürich

(Zusammenfassung, Summary)

Zusammenfassung

Das Ziel der vorliegenden Arbeit war die Erzeugung eines einfach zu reproduzierenden, experimentellen Aneurysmas. Dazu bietet sich die Ballondilatation der Aorta mit Ruptur der Gefäßwand und Bildung eines Pseudoaneurysmas an. Bei Minipigs wurde die infrarenale Aorta unter angiographischer Kontrolle dilatiert bis zum Austritt von Kontrastmittel. Die arteriellen Gefäße der Beckenstrombahn wurden aufgezeichnet und ausgemessen. Die Auswertung der Angiographien erfolgte mit der Planimetrie. Für die Ruptur der Aorta war eine Überdehnung um den Faktor 3,5 des ursprünglichen Durchmessers notwendig. Die histologische Untersuchung zeigte neben der Rupturstelle fokale Läsionen der Tunica intima. Die Arbeit zeigt die Machbarkeit einer einstufigen Aneurysmaanlage und stellt die Grundlage für weitere Experimente dar, in denen die unmittelbare Anwendung endoluminaler Techniken und Instrumente in der gleichen Narkose erprobt werden kann.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern

Summary

We created a simple experimental aneurysm by a minimal operative trauma performing the balloon-dilatation and the rupture of the abdominal aorta of animals. The aorta of minipigs was dilated under angiographic control until the rupture became visible. The abdominal aorta and its branches were mapped out and measured. The angiographics were calculated using a planimetric device. The dilatation of the aorta was increased up to 3.5 times the initial diameter when rupture occurred. The microscopical examination showed lesions in all three layers of the vessel only at the rupture site and some focal lesions of the tunica intima. This one-step procedure of producing an experimental aneurysm is done using a low operative trauma and allows testing of endovascular systems using only one anaesthetic.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern


Mediasklerose: Ein Fall von Pseudohypertonie

G. H. Hübner, A. Köhler, H. -J. Triebel und H. Prodhaisky

Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III der Martin-Luther-Universitaät Halle-Wittenberg (Leitung: Prof. W. Teichmann) Halle / Saale

(Zusammenfassung, Summary)

Zusammenfassung

Ein 51jähriger Diabetiker wird mit Symptomen einer hypertensiven Krise bei einem systolischen Blutdruck von über 300 mmHg vorstellig. Eine antihypertensive Therapie hat keinen Effekt, und die Dopplerdruckwerte sind an allen Extremitätenarterien gleichermaßen überhöht. Die Duplexsonographie und die Röntgenweichstrahltechnik zeigt eine generalisierte Mediasklerose. Über eine Dopplerdruckmessung an den noch komprimierbaren Fingerarterien erfolgt die Bestimmung eines relativ niedrigen Systemdruckes. Nach Absetzen der antihypertensiven Therapie bessert sich die Symptomatik.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern

Summary

A 51-year-old diabetic showed symptoms of a hypertensive crisis with a systolic blood pressure above 300 mmHg. The antihypertensive therapy failed and the Doppler-pressure values were also too high for all limb arteries. Duplex-sonography and soft-x-ray examination showed a mediasclerosis of arms and legs. The true pressure, measured at the still compressable arteries of the fingers was relatively low. There was symptomatic improvement after completion of the antihypertensive therapy.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern


Diagnosis of acute aortic occlusion by Computer tomography

B. Bollinger 1), C. Strandberg 1), N. Bækgaard 2), M. Mantoni 1) and S. Helweg-Larsen 3)

1) Department of Radiology and Ultrasonography
2) Department of Vascular Surgery,
3) Department of Neurology
Gentofte Hospital, University of Copenhagen, Hellerup, Denmark

(Zusammenfassung, Summary)

Summary

We present a case of acute aortic occlusion, which was diagnosed immediately with CT. Since a prompt diagnosis is essential we recommend contrast enhanced CT as a quick procedure to confirm diagnosis and to exclude dissecting thoracic aneurysm and genuine abdominal aneurysm.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern

Zusammenfassung

Es wird der Fall eines akuten Aortenverschlusses beschrieben, der mittels Computer-Tomographie sofort diagnostiziert werden konnte. Da eine rasche Erkennung sehr wichtig ist, empfehlen wir kontrastmittelunterstützte Computer-Tomographie als unmittelbare Maßnahme zur Bestätigung der Diagnose und zum Ausschluß dissezierender thorakaler und genuiner abdominaler Aortenaneurysmata.

Zeitschrift für Gefässkrankheiten / Journal of Vascular Diseases Heft 2, 1995; © Hans Huber AG, Bern


wwwadmin@hanshuber.com, 26. Juni 1997