Zusammenfassung
Hintergrund: Die Nagelfalz-Kapillarmikroskopie hat sich
mittlerweile wissenschaftlich etabliert und ist in der klinischen
Routine als diagnostisches Werkzeug anerkannt. Sie wird bisher jedoch
nur in wenigen Zentren durchgeführt.Methoden: Um bei der zu
erwartenden weiteren Verbreitung einen orientierenden Standard
für die klinische Anwendung dieser Methode zu etablieren, wurde
ein Konsensustreffen, zu dem alle deutschsprachigen Kliniker und
Wissenschaftler, die sich mit Kapillarmikroskopie beschäftigen,
eingeladen waren, abgehalten. Hierbei wurden die
technisch-apparativen Voraussetzungen, der Untersuchungsgang und die
wichtigsten morphologischen Parameter erarbeitet und nach klinisch
praktikablen Gesichtspunkten definiert.
Ergebnisse und Schlußfolgerung: In dem Konsensustreffen wurde
ein Musterbefundbogen mit Erläuterungen erstellt. Der
Schwerpunkt der Befundung liegt bei morphologischen Parametern wie
Kapillardichte, Dilatation, avaskuläre Felder,
perivaskuläres Ödem, Mikroblutung, Torsion, atypische
Kapillaren und Megakapillaren, die semiquantitativ erhoben werden.In
einem späteren Schritt soll dieser Bogen u.a. durch Bestimmung
der Inter-Observer-Varianz validiert werden
Zudem soll ein illustrierter praktischer Leitfaden herausgegeben
werden.
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 5-10; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Background: Nailfold capillary microscopy is scientifically
established and recognized as a diagnostic tool in clinical routine.
It is, however, practiced in only a few centres.
Methods: But since a more widespread use of the method is to be
expected for the near future, a consensus-meeting was held, where all
German-speaking clinicians and scientists, involved in capillary
microscopy, were invited.
Here, the technical procedure and the most important morphological
parameters were evaluated and defined according to practical clinical
aspects.
Results and conclusion: The main task of the consensus-meeting was to
develop a standard evaluation sheet, accompanied by an explanation
sheet. This standard evaluation sheet focusses on semiquantitative
registration of morphological parameters like density, dilation,
avascular fields, perivascular edema, microbleeding, torsion,
atypical capillaries and giant capillaries.
This standard evaluation sheet is to be validated by determining the
inter-observer-variance.
Later-on an illustrated practical guideline will be published.
Key words
Capillary microscopy, microcirculation, consensus-meeting, clinical application
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 5-10; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Zusammenfassung
Hintergrund: Sauerstoffsättigung (SHB) und Konzentration
(CHB) des dermalen Hämoglobins sind für die suffiziente
Hautversorgung essentiell. Diese Parameter können mit Hilfe
eines Reflexionsphotometers nichtinvasiv bestimmt werden, da sich das
Absorptionsspektrum des dermalen Hämoglobins dem
Hautreflexionsspektrum aufprägt.
Methoden und Ergebnisse: Wir leiteten bei 20 Gesunden und 61
Patienten mit arterieller Verschlußkrankheit dermale
Reflexionsspektren von der Mitte des Vorfußes und der Kuppe des
großen Zehes ab. Aus den Spektren wurde iterativ SHB und CHB
bestimmt. Die Werte wurden mit dem tcPO2 (44ºC) vom Vorfuß
verglichen. Alle drei Parameter waren bei Gesunden höher: SHB
betrug am Vorfuß 63,8 gegenüber 54,5% bei Patienten mit
einem Knöcheldruck über 50 mmHg (p < 0,05), CHB betrug
0,89 versus 0,62 aU (p < 0,01). In der Zehenhaut betrug SHB 92,9
versus 59,9% (p < 0,001), CHB war mit 2,21 versus 0,92 aU
ebenfalls signifikant höher (p < 0,001). Aufheizen der Haut
am Vorfuß auf 44ºC zeigt die lokale Perfusionsreserve der
Haut: SHB und CHB stiegen bei allen Gesunden auf durchschnittlich
96,4% bzw. 1,44 aU an. Dagegen zeigte sich am Vorfuß bei 14 und
am Zeh bei 18 von 21 Patienten mit einem
Knöchelverschlußdruck von unter 50 mmHg ein
Sättigungsabfall. Betrachtet man nur den Großzeh, fand
sich bei 50 von 61 Patienten ein Abfall von SHB (Sensitivität
82%, Spezifität 100%).
Schlußfolgerungen: Die lokale Reservekapazität der
Hautdurchblutung ist bei Patienten mit AVK in Abhängigkeit vom
Verschlußdruck vermindert. Sie sollte insbesondere bei
Patienten mit schwerer AVK bestimmt werden.
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 11-17; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Background: Oxygen saturation (SHB) and concentration (CHB) of
dermal hemoglobin are important parame-ters for the supply of the
skin. They may be non-invasively assessed by means of reflection
photometry as hemoglobin is predominantly contributing to the skin
reflection spectrum.
Methods and Results: Dermal reflection spectra from the middle of the
forefoot and from the tip of the toe of 20 healthy subjects and 61
patients suffering from peripheral arterial occlusive disease (PAOD)
were recorded and compared to transcutaneous oxygen pressure (tcPO2).
SHB, and tcPO2 were significantly higher in controls: compared to
patients (ankle pressure (AP) > 50 mmHg) SHB in the skin of the
forefoot was 63.8 vs. 54.5% (p < 0.05), CHB was 0.89 vs. 0.62 aU
(p < 0.01). In the great toe SHB was 92.9 vs. 59.9% (p <
0.001), CHB was 2.21 vs. 0.92 aU (p < 0.001). Heating the skin of
the forefoot to 44ºC yields local dermal vascular reserve
capacity: SHB and CHB increased in all healthy subjects (96.4%; 1.44
aU, respectively). SHB decreased at the forefoot in 14 and at the toe
in 18 of 21 patients with AP < 50 mmHg. At the toe decrease was
found in 50 of 61 patients (sensitivity 82%, specificity 100%).
Conclusions: Local vascular reserve capacity of dermal perfusion is
reduced in patients with PAOD, depending on AP. It should be
determined preferably in patients with severe PAOD.
Key words
Reflection photometry, microcirculation, hemoglobin oxygenation, peripheral arterial occlusive disease, vascular reserve capacity
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 11-17; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Zusammenfassung
Hintergrund: Bei chronisch Venenkranken wurden gerötete
Bereiche (Hypodermitis) und nicht gerötete Bereiche auf
Dermatoliposklerose im Ulkusrandbereich untersucht.
Methoden: Bei 13 Patienten mit venösen Ulzera wurden 32
Meßlokalisationen im indurierten und z.T. geröteten
Ulkusrandbereich untersucht. Die Stärke der Rötung wurde
als Indikator für den Ausprägungsgrad der Hypodermitis
angesehen. Bestimmt wurden das Hauterythem mittels Colorimetrie
(a-Wert), die Hauttemperatur (t), der Laser-Doppler-Flux (LDF), der
transkutane (tcpO2) und der intrakutane Sauerstoffpartialdruck
(icpO2). Der mittlere a-Wert der Colorimetrie am Ulkusrand lag bei
14,2. Entsprechend diesem Wert wurden die Meßlokalisationen
zwei Gruppen zugeordnet: Bereiche mit einem a-Wert kleiner als 14,2
wurden als Dermatoliposklerose ohne bzw. mit schwachem Erythem,
Bereiche mit einem a-Wert größer als 14,2 als
Dermatoliposklerose mit starkem Erythem bezeichnet. Zusätzlich
wurden sämtliche Parameter auf klinisch gesunder Haut unterhalb
des Knies untersucht.
Ergebnisse: Hauttemperatur und Laser-Doppler-Flux waren an den
Ulkusrändern mit starkem Erythem höher als in Bereichen mit
schwachem Erythem. Der transkutane Sauerstoffpartialdruck bei
44ºC lag demgegenüber in Bereichen mit starker Rötung
deutlich niedriger als in blassen Hautarealen; bei 37ºC waren
die Unterschiede zwischen starkem und schwachem Erythem im
Ulkusrandbereich nicht signifikant. Der intrakutane
Sauerstoffpartialdruck (icpO2) von schwach und von stark
geröteten Ulkusrändern wies keine Unterschiede auf.
Schlußfolgerung: Die Ergebnisse zeigen deutliche Differenzen
der Mikrozirkulation zwischen Dermatoliposklerose mit und ohne
Hypodermitis. Auf die Gewebeoxygenierung in tieferen dermalen
Schichten (icpO2) hatten diese Unterschiede jedoch keinen
Einfluß.
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 18-24; © Verlag Hans Huber AG, Bern
A contribution to the acute form of lipodermatosclerosis
Background: In patients with chronic venous insufficiency
erythematous areas in indurated skin (hypodermitis) and non
erythematous areas of lipodermatosclerosis were examined.
Methods: In 13 patients with venous ulcers a total of 32
localizations in more or less erythematous and indurated ulcer edges
were measured. The amount of erythema was taken as an indicator for
the extent of hypodermitis. The parameters examined were erythema
(a-value), skin temperature (t), laser Doppler flow (LDF),
transcutaneous (tcpO2) and intracutaneous oxygen tension (icpO2).
According to the amount of erythema the different localizations were
separated into two groups: areas with a-values lower than 14,2 were
classified as lipodermatosclerosis without or with little erythema,
areas with a-values higher than 14,2 were classified as areas of
lipodermatosclerosis with extensive erythema. Identical measurements
were also performed in healthy looking skin below the knee.
Results: Skin temperature and LDF were higher in areas with much
erythema compared to those with little or no erythema. TcpO2,
measured with an electrode temperature of 44ºC, was lower in
areas with inflammation; tcpO2-values at 37ºC and icpO2-values
showed no differences in ulcer edges with different amounts of
inflammation.
Conclusion: The results show differences of microcirculation between
areas of lipodermatosclerosis with and without hypodermitis. These
differences did not influence the actual tissue oxygenation in deeper
parts in the dermis.
Key words
Lipodermatoclerosis, erythema, hypodermitis, microcirculation, tissue oxygenation
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 18-24; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Zusammenfassung
Hintergrund: In gelähmten Extremitäten entwickeln sich
oft Ödeme, die für die Rehabilitation bedeutsam sind. Um
die Genese dieser Ödeme zu klären erfolgte diese
Studie.
Methoden: 48 Patienten mit zentralbedingter Halbseitenlähmung
und Ödem der gelähmten Extremität wurden untersucht;
bei 40 Patienten wurde eine statische und dynamische
Lymphszintigraphie durchgeführt.
Ergebnisse: Bei der seitenvergleichenden Untersuchung (gelähmter
im Vergleich zum nicht-gelähmten Arm) war der Lymphtransport im
gelähmten Arm in 80% der Fälle deutlich beschleunigt. Je
stärker das Ödem war, desto mehr war der Lymphabfluß
beschleunigt. Die Unterschiede waren statistisch hochsignifikant (p
< 0,01).
Schlußfolgerung: Bei Ödemen in gelähmten
Gliedmaßen handelt es sich nicht um Lymphödeme. Es sind
vielmehr veränderte Mechanismen von Filtration und Reabsorption
anzunehmen, die durch eine Dysfunktion des vegetativen Nervensystems
bedingt sind.
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 25-28; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Background: In paralysed limbs quite often edemas are seen, which
might pose problems during rehabilitation. The origin of these edemas
is not fully understood.
Methods: 48 patients with hemiplegia and edema of the paralysed arm
were studied; in 40 patients lymphoscintigraphic studies (static and
dynamic lymphography) were performed.
Results: In 80% of these cases lymphatic flow in the paralysed arm
was increased compared to the healthy arm. If there was marked edema
in the paralysed arm, the increase of lymph flow was considerable (p
< 0,01).
Conclusions: Edemas in hemiplegic extremities are not due to
lymphedema, as in lymphedema the lymph flow usually is very slow.
They most likely are caused by disorders of filtration and
reabsorbtion, due to a dysfunction of the autonomic nervous system.
Key words
Hemiparesis, edema, lymphoscintigraphy
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 25-28; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Zusammenfassung
Hintergrund: Zum Ausschluß hämodynamisch relevanter
arterieller Gefäßveränderungen ist ein
prägnanter und einfach anzuwendender Screening Test
unentbehrlich. Die derzeitige Methode der Wahl ist die Bestimmung des
Doppler-Index (DI) mittels Ultraschallsonde. Die Wertigkeit der
Ergebnisse ist jedoch von der Erfahrung des Untersuchers und der
Komprimierbarkeit der Gefäße abhängig. Die
Durchführung der Impedanzrheographie (IR) ist wesentlich
einfacher und damit nicht vom Ausbildungsstand des Untersuchers
abhängig. Diese Studie soll zeigen, inwieweit die Ergebnisse der
IR mit denjenigen der Ultraschall-Doppleruntersuchung vergleichbar
sind.
Methodik: In einer Querschnittstudie wurden 56 konsekutive Patienten
(62,8 ± 13 Jahre, m = 37, w = 19) aufgenommen. Unter
standardisierten Bedingungen wurden zunächst die IR des
Unterschenkels (bipolare Ableitung; Meßfrequenz: 90 kHz;
Meßspannung: 2,5 Vpp) abgenommen. DI wurde mittels einer 8 Mz
Ultraschall Sonde bestimmt. Korrelationskoeffizienten,
Sensitivität und Spezifität der rheographischen Parameter
mit DI wurden berechnet.
Ergebnisse: DI < 0,85 zeigen eine signifikante Beziehung (p <
0.0001) mit der Gipfelzeit (GZ, r = 0,67), dem Pulswellenanstieg (PA,
r = 0,82), dem relativen Pulsvolumen (RP, r = 0,82) sowie
rheographischen Quotienten (RQ, r = 0,86). DI > 0,85 zeigen
lediglich für RP einen losen Zusammenhang (r = 0,56). Bei DI
< 0,85 ergeben sich für rheographische Grenzwerte von GZ =
159 ms, PA = 3,3, RP = 0,43 vp/s sowie RQ = 0,4 vp folgende
Sensitivitäten und Spezifitäten: GZ: 68% und 100%, PA: 84%
und 88%, RP: 68% und 92%, RQ: 77%.
Schlußfolgerung: Die IR stimmt in ihrer Treffsicherheit mit den
Ergebnissen des DI gut überein. Sie ist somit gut für ein
arterielles Gefäßscreening im Bereich der unteren
Extremitäten geeignet.
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 29-32; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Background: Determination of the ankle-arm-index (AAI) by Doppler
ultrasound is the method of choice as a screening test for peripheral
arterial occlusive disease (PAOD). The easily performed Impedance
Rheography (IR) may serve as an alternative screening method. This
study investigates the correlations between parameters obtained by IR
curve to the AAI.
Methods: 56 patients (62,8 ± 13 years, m = 37, f = 19) were
included in the study. IR was performed on both shanks using ring
electrodes below the knee and above the ankle (bipolar leads,
frequency 90 kHz, test voltage 2,5 Vpp). The AAI was obtained by a 8
Mz ultrasound probe.
Results: AAI < 0,85 showed significant correlations (p <
0.0001) to parameters of the IR curve: Crest Time (GZ, r = 0,67),
Rise of the Pulse Wave (PA, r = 0,82), Relative Pulse Volume (RP, r =
0,82) and the Rheographic Quotient (RQ, r = 0,86). AAI > 0,85
showed no or only weak correlations to RI parameters.
Underlying the following limits for rheographic parameters (GZ = 159
ms, PA = 3,3, RP = 0,43 vp/s and RQ = 0,4 vp), sensitivity and
specifity was determined: GZ: 68% and 100%, PA: 84% and 88%, RP: 68%
and 92%, RQ: 77% and 88%.
Conclusion: Impedance rheography correlates significantly with the
AAI. Therefore this method seems to be well suited as a screening
test for PAOD.
Key words
Impedance rheography, Doppler pressure, screening test
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 29-32; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Zusammenfassung
Hintergrund: Endovaskuläre Prothesen ermöglichen den
transluminalen Ausschluß von Aneurysmen, Fisteln und
arteriellen Verletzungen. Gegenstand der vorliegenden Arbeit stellt
die Evaluation einer neu entwickelten, mikroporösen
Gefäßprothese im porzinen Model aufgrund angiographischer
und histologischer Befunde dar.
Methode: Die Endoprothese besteht aus einem selbstexpandierenden
Stent mit einem geflochtenen drahtigen Maschenwerk und
mikroporösem Polyurethan zur Abdichtung. Stents mit Durchmesser
6 und 10mm werden unter Durchleuchtung in die infrarenale Aorta
implantiert. Die Implantationsdauer beträgt einen Monat.
Angiographien werden vor und nach der Stentimplantation sowie vor der
Explantation durchgeführt. Die Gewebsreaktion auf die Implantate
wird lichtmikroskopisch, immunzytochemisch und
elektronenmikroskopisch evaluiert. Die einzelnen Gewebsschichten und
der Gehalt an Elastin und Polyurethan werden quantitativ
erfaßt.
Ergebnisse: Die Angiographien zeigen unveränderte Lage der
Implantate und durchgängige Lumina ohne Stenosierung. Die
thrombusfreie Stentinnenfläche beträgt 67%. Histologisch
sind die Stents vollständig in die Gefäßwand
integriert. Die mikroporöse Stentwand ist ausgefüllt von
glatten Muskelfasern. Eine dünne Neointima (273 ± 225 mm)
zeigt fokale Endothelialisierung (19 ± 19%). Die
Polyurethanschicht wird von riesenzelligen Infiltraten durchsetzt.
Die Tunica media ist ausgedünnt (von 767 ± 146 mm zu 312
± 132 mm, p = 0.0001) bei unverändertem Elastingehalt (von
3.63 ± 1.25% in normaler Media zu 3.74 ± 2.54%, p =
0.9221). Der Gehalt an Polyurethan bleibt stabil (19.4 ± 0.9%
vor Implantation zu 18.3 ± 3.2%, p = 0.6098).
Schlußfolgerung: Während der Implantationsdauer weist sich
der Stent im porzinen Modell durch eine sichere Verankerung, eine
Integration in die Gefäßwand und eine dünne Neointima
mit fokaler Endothelialisierung aus.
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 33-38; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Background: Sealing endovascular prostheses enable transluminal
exclusion of aneurysms, fistulas and arterial leakage. This study
investigated the tissue response towards a newly developed
microporous stent within the unaffected porcine aorta in respect to
angiographic and histologic findings.
Methods: The device consisted of a self-expandable stent of wire
filaments with integrated polyurethane. Under fluoroscopic guidance
the stents (diameter 6 and 10 mm) were deployed into the infrarenal
aorta of 3 animals. Follow-up was scheduled for 1 month. Radiographs
and angiographies were performed before, immediately after stent
deployment and before the explantation procedure. The grafts were
examined by light microscopy, immunocytochemistry and both scanning
and transmission electron microscopy. Quantitative analysis was
performed in respect to the tissue layers and the amount of
polyurethane and elastin.
Results: Angiographic findings revealed stable stent position and
patency without luminal narrowing. The trombus-free luminal stent
surface was 67%. The tissue response consisted in total tissue
ingrowth through micropores forming an even neointimal lining (273
± 225 mm). Restricted to the polyurethane a moderate foreign
body reaction of giant cells was observed. The luminal surface showed
focal endothelialization (19 ± 19%). The tunica media was
diminished (from 767 ± 146 mm to 312 ± 132 mm, p = 0.0001).
The amount of elastin of the tunica media underlying the stent did
not decrease essentially (from 3.63 ± 1.25% in normal aorta to
3.74 ± 2.54%, p = 0.9221). The amount of polyurethane did not
change in comparison to pre-implantation (19.4 ± 0.9% and 18.3
± 3.2%, respectively, p = 0.6098).
Conclusion: Reliable stent anchorage, incorporation of the stents in
the underlying artery and a thin neointimal lining with focal
endothelialization were obtained after the implantation of the
covered microporous self-expandable stents in the procine model.
Key words
Endovascular, stent, histology, artery, interventional procedures
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 33-38; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Zusammenfassung
Hintergrund: Der Einfluß von Diabetes mellitus auf die
Durchgängigkeitsrate nach rekonstruktiven
gefäßchirurgischen Eingriffen am Bein aufgrund von
peripherer arterieller Verschlußkrankheit in der Zeitspanne von
1993 bis 1995 wurde in einer retrospektiven Studie untersucht.
Methoden: 124 Rekonstruktionen an 65 Patienten ohne und 34 mit
Diabetes wurden analysiert.
Ergebnisse: Bei Diabetikern waren häufiger Ulzera vorhanden und
es wurden mehr distale Bypass-Verfahren angewendet. Bezüglich
Bypass-Durchgängigkeitsrate, Zahl der Reinterventionen und der
Amputationen wurden keine statistisch signifikanten Unterschiede
zwischen den beiden Gruppen festgestellt. Alter und Rauchen waren
signifikante Faktoren, die die Bypass-Durchgängigkeit
beeinflußten.
Schlußfolgerung: Diabetes mellitus bei Patienten mit kritischer
Bein-Ischaemie stellt daher keine Kontraindikation gegenüber
gefäßchirurgischen Eingriffen dar.
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 39-42; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Background: The effect of diabetes mellitus on the patency of
peripheral vascular interventions was investigated in patients with
arterial insufficiency of the leg in a retrospective follow-up study
performed between 1993 and 1995.
Methods: In 65 patients without and 36 with diabetes 124 vascular
reconstructions were performed because of rest pain and/or
ulceration.
Results: In diabetic patients ulcers were found more frequently and
more distal bypasses were performed. No significant differences were
observed between diabetics and non-diabetics as to bypass patency,
number of re-interventions and amputations. Smoking and age were
significant factors influencing bypass patency.
Conclusion: Diabetes mellitus in patients with critical leg ischaemia
appears to be no reason to refrain from vascular surgery.
Key words
Diabetes, vascular surgery, critical ischaemia
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 39-42; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Zusammenfassung
Methodik: An 56 Patienten mit chronisch-ischämischer
Herzerkrankung und peripherer arterieller Verschlußkrankheit im
Stadium IIb wurde doppelblind und randomisiert untersucht, wie
Celiprolol, Atenolol und Isosorbitdinitrat nach 6 Monaten die
periphere arterielle Verschlußkrankheit beeinflussen und ob
Betaadrenorezeptorenblocker generell bei Patienten mit peripherer
arterieller Verschlußkrankheit kontraindiziert sind.
In die Untersuchungen wurden der standardisierte Gehtest, der
dopplersonographisch bestimmte Resistanceindex über der Arteria
femoralis und der crurobrachiale Quotient einbezogen.
Ergebnisse: Im Ergebnis zeigten sich bei den Patienten unter
Atenololmedikation eine signifikante Verkürzung der
Claudicatiodistanz und bei den Patienten unter Celiprololmedikation
und Isosorbitdinitratmedikation eine signifikant verlängerte
Claudicatiodistanz im Vergleich zur Placebogruppe. Unter
Isosorbitdinitrat und Celiprolol zeigte sich nach 6 Monaten eine
signifikante Abnahme des Resistanceindex über der Arteria
femoralis auf der stärker erkrankten Seite im Vergleich zur
Placebogruppe.
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 43-46; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Methods: The effect of 6 months' administration of celiprolol,
atenolol and isosorbide dinitrate on peripheral arterial occlusive
disease (PAOD), double-blind and placebo-controlled, was investigated
in 56 patients with chronic ischaemic heart disease and stage IIb
PAOD, using as criteria the walking distance and the change in
resistance index in the femoral artery. The placebo group consisted
of 14 patients with chronic ischaemic heart disease and the same
stage of PAOD.
Results: Patients on 50 mg/day atenolol showed a significant
reduction in both pain-free and maximal walking range compared with
the controls. In contrast, those taking 200 mg/day celiprolol and
those on 80 mg/day isosorbide dinitrate demonstrated significant
increases in pain-free and maximal walking distance compared with the
control group. The colour duplex sonographically measured Doppler
flow through the femoral artery showed a significant decrease both in
the patients taking celiprolol and in those on isosorbide dinitrate,
while in those receiving atenolol the resistance index increased
significantly.
Conclusion: The study shows that the beta-adrenoceptor blocker
celiprolol also possesses a nitrate-like vasodilatory property and
can be used in patients with chronic ischaemic heart disease and
impaired peripheral arterial blood flow.
Key words
Peripheral arterial occlusive disease, beta-adrenoreceptor blockers, nitrate, resistance index, walking distance, long-term findings
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 43-46; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Zusammenfassung
Es wird über eine 31jährige Frau berichtet, die im Anschluß an die Entfernung eines Femoralvenen-Katheters eine asymptomatische Lungenembolie erlitt. Bereits vor der Entfernung war eine tiefe Venenthrombose in Assoziation mit dem Katheter festgestellt worden. Speziell bei Hoch-Risikopatienten in bezug auf Thrombose sollte bei der Katheterentfernung größte Sorgfalt angewendet werden, und die Durchführung einer Untersuchung der Femoralvene mittels Duplex vor der Katheterentfernung könnte nützlich sein.
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 47-48; © Verlag Hans Huber AG, Bern
The case of a 31 year old woman who developed asymptomatic pulmonary emboli after removal of a femoral venous catheter is reported. A deep venous thrombus had previously been shown to be associated with the catheter. Therefore it is argued that care should be taken when removing femoral lines especially in patients at high risk of thrombosis and that femoral venous duplex scan may be warranted prior to line removal in these high risk patients.
Key words
Deep venous thrombosis, duplex scan, pulmonary embolism, venous catheter, venous thromboembolic disease
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 47-48; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Zusammenfassung
Eine 27jährige, bis anhin gesunde Frau erleidet nach Naht eines Seitenbandes des oberen Sprunggelenkes eine ernsthafte, szintigraphisch dokumentierte Lungenembolie und wird bei vermuteter tiefer Phlebothrombose oral antikoaguliert. Fünf Monate später muß sie wegen erneuter massiver Lungenembolie hospitalisiert werden. Nach negativer Phlebographie beidseits, normaler Sonographie des Abdomens und unauffälliger Gerinnungsabklärung wird sie mit intensivierter Antikoagulation wieder entlassen. Echokardiographisch wird im Rahmen einer kardiologischer Abklärung wegen zunehmender Dyspnoe und Tachykardien nach weiteren vier Monaten ein rechtsventrikuläres Myxom dargestellt und der Tumor ohne weitere Abklärung am nächsten Tag erfolgreich reseziert.
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 49-51; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Recurrent pulmonary emboli may be due to numerous causes and deep
vein thrombosis are not an unusual source of pulmonary emboli
following surgery. In this case report, the diagnostic approach and
implications of a right ventricular myxoma as a rare source in a
young patient is described.
A 27-year old healthy woman presented scintigraphically proven
recurrent pulmonary emboli after primary ligament reconstruction.
Following a long period of diagnostic work-up for thromboembolism
after surgery, a transthoracic and transoesophageal echocardiography
was performed to document a right ventricular myxoma.
Both transthoracic and transoesophageal echocardiography are powerful
diagnostic means in a cardiac work-up and were used in this patient
for the documentation of a right ventricular myxoma mimicking deep
vein thromboembolism after surgery.
As consequence of this case report we recommend to investigate
patients with recurrent pulmonary embolism and no detectable venous
thrombosis by echocardiography and a need for cardiac catheterization
is restricted to patients with possible coexisting coronary artery
disease. Furthermore, this case report demonstrates a myxoma in the
right ventricle occurring only in 3 - 4% of all myxomas.
Key words
Right ventricular myxoma, pulmonary emboli, echocardiography
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 49-51; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Zusammenfassung
Die veno-lymphatische Angiodysplasie kann eine Varikose der Beinvenen verursachen. Anhand zweier klinischer Beispiele wird der Zusammenhang zwischen dieser Angiodysplasie und der Rezidivvarikose ab Leiste beschrieben. Die Angiodysplasie ist in der Einteilung der morphologischen Typen der Rezidivvarikose ab Leiste bisher nicht berücksichtigt. Bei richtiger Operationstaktik mit initialer Darstellung der Vena femoralis communis und anschließend retrograder Präparation der subcutanen Zuflüsse kann der pathologische Befund ohne Gefahr einer großvaskulären Komplikation in toto reseziert werden.
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 52-54; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Veno-lymphatic angiodysplasia may be the reason for the development of varicose leg veins. This form of angiodysplasia is illustrated by two case reports. Until now, angiodysplasia as possible cause of recurrent varicose veins after surgical treatment has not been included in the classification of the morphological types of recurrent varicose veins. The surgical approach exposing the common femoral vein in a first step and secondly performing a complete resection of the malformation with careful consideration of the adjacant femoral vessels is recommended as the treatment of choice.
Key words
Recurrence varicose veins, angiodysplasia, surgery
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 52-54; © Verlag Hans Huber AG, Bern
Zusammenfassung
Wir beschreiben einen Fall eines Rektusscheidenhämatoms, wo als Ursache im CT eine noch aktive Blutung aus einem Aneurysma im Bereich der Anastomose zwischen A. epigastrica superior und inferior gefunden wurde. Der Nachweis der aktiven Blutung trug entscheidend zu einem sofortigen chirurgischen Vorgehen bei.
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 55-57; © Verlag Hans Huber AG, Bern
A case of rectus sheath hematoma is described. Computed tomography demonstrated a still active bleeding from an aneurysm which was situated at the junction of the inferior and superior epigastric artery. The recognition of a continuous hemorrhage contributed to the decision of an immediate surgical intervention.
Key words
Hematoma, rectus abdominis, computed tomography
VASA, Band 26, 1997, Heft 1, Seiten 55-57; © Verlag Hans Huber AG, Bern