Hautklinik Klinikum Minden
(Summary)
Zusammenfassung
Die Therapie chronischer Wunden umfaßt neben der Behandlung
der Grunderkrankung, z.B. Kompressionstherapie und Phlebochirurgie
beim venösen
Ulcus cruris, die moderne differenzierte Lokaltherapie. Die
konventionelle Wundtherapie umfaßt in erster Linie Farbstoffe,
diverse Topika, lokale antimikrobielle Substanzen und sterile
Kompressen. Trotz nachweislich heilungshemmender Eigenschaften
gegenüber modernen Wundauflagen sind die konventionellen
Verfahren noch weit verbreitet. Demgegenüber bildet heute das
Prinzip der feuchten Wundheilung die Grundlage der modernen
differenzierten Wundtherapie.
Vor diesem Hintergrund wurde in den letzten Jahren eine fast
unüberschaubare Zahl moderner Verbandssysteme etabliert. Da
nicht jede Wundauflage für jeden Wundtyp gleichermaßen
geeignet ist, erfordert die Auswahl der im jeweiligen Fall
geeignetsten Wundauflage die Kenntnis der verfügbaren modernen
Wundverbände: in der Exsudations-/Reinigungsphase sind
primär Polyurethanschaumstoffe, Alginate und aktivkohlehaltige
Wundauflagen indiziert, die phasenübergreifend auch noch in der
Granulationsphase Anwendung finden. Die Granulationsphase ist
Hauptindikation für Hydrokolloide und Hydrogele. Diese werden
neben nichthaftenden Wundauflagen und Alginaten auch in der
Epithelisierungsphase eingesetzt.
Neben den genannten synthetischen Wundauflagen halten zunehmend auch
Zytokine und biologische Hautäquivalente Einzug in die moderne
Wundtherapie. Biologische Hautäquivalente umfassen
Epidermisäquivalente, Dermissubstitute und in neuerer
Entwicklung befindliche kombinierte Epidermis-Dermisäquivalente.
Diese führen möglicherweise zu einer noch höheren
Effektivität beim Wundverschluß.
Der phasenadaptierte Einsatz moderner Wundverbände
ermöglicht meist eine rasche und komplikationslose Heilung von
akuten und chronischen Wunden der Haut. Der Stellenwert von Zytokinen
und neuerer vitaler Hautsubstitute wird derzeit klinisch
geprüft, wobei sich interessante Möglichkeiten in der
weiteren Verbesserung der Wundbehandlung bieten.
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 3 9, © Verlag Hans Huber AG, Bern
The therapy of chronic wounds comprises besides treating the
underlying disease, for instance compression therapy and
phlebosurgery with venous ulcus cruris modern differentiated local
therapy. Conventional wound therapy comprises primarily of colour
solutions, various ointments, local antimicrobial agents, and sterile
pressure bandages. Although it has been proven that conventional
methods impede wound healing compared with modern wound dressings
they are still widely used. In comparison the principle of moist
wound healing is the basis of modern differentiated wound
therapy.
Therefore a vast number of modern wound dressings has been
established in the last years. As not every wound dressing is
suitable for every type of wound the knowledge of available modern
wound dressings is essential in order to choose the wound dressing
which is most suitable for the individual case. In the
exsudation/cleaning phase polyurethane foams, alginates and dressings
containing activated charcoal are indicated. They can also be used in
the granulation phase. The granulation phase is main indication for
hydrokolloids and hydrogels. They are also used beside non-adhesive
dressings and alginates in the epithelialisation phase.
Besides the above synthetic wound dressings cytokines and biological
skin equivalents are increasingly used in modern wound therapy.
Biological skin equivalents comprise of epidermis equivalents, dermis
substitutes and combined epidermis-dermis equivalents which are being
developed at present. These will possibly be more effective on wound
closure.
Phase adapted use of modern wound dressings enables acute and chronic
wounds to heal quickly and without complications. Present clinical
studies are evaluating the importance of cytokines and new vital skin
substitutes, which might offer interesting possibilities for further
improvement in wound treatment.
Key words
Moist wound healing, modern wound dressings, phase adapted wound
treatment, synthetic wound dressings, biological skin equivalents,
cytokines
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 3 9, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Medizinische Klinik Nord, Städtisches Klinikum Dortmund, Germany
(Summary)
Zusammenfassung
Hintergrund: In zahlreichen Untersuchungen konnte gezeigt werden,
daß die periphere arterielle Verschlußkrankheit (pAVK)
mit einer Hyperkoagulabilität einhergeht. Obwohl es sich bei der
pAVK um eine Erkrankung der Arterien handelt, werden im klinischen
Alltag hämostaseologische Parameter fast ausschließlich im
venösen Blut bestimmt. Es soll ermittelt werden, ob es
hinsichtlich der Gerinnungsaktivität signifikante Unterschiede
zwischen dem venösen und arteriellen Blut gibt und ob die
Bestimmung dieser Parameter aus dem venösen Blut
repräsentativ ist.
Patienten und Methoden: Bei 22 Patienten mit pAVK im Stadium II nach
Fontaine in einem mittleren Alter von 63,1 ± 10,8 Jahren wurden
venös und arteriell aus der klinisch führenden
Extremität die Konzentrationen von
Thrombin-Antithrombin-III-Komplex (TAT), Prothrombinfragmenten (F1+2)
und D-Dimeren bestimmt. Die aus beiden Proben ermittelten
Konzentrationen dieser Parameter wurden miteinander verglichen und
korreliert.
Ergebnisse: Die mittleren Konzentrationen von TAT und F1+2 waren
arteriell signifikant höher als venös. Der TAT-Komplex
erwies sich dabei als empfindlichster Parameter zur Quantifizierung
der Thrombinbildung. Bei den D-Dimeren zeigten sich keine
Unterschiede zwischen den arteriell und venös ermittelten
Konzentrationen. Signifikante Korrelationen zwischen den gemessenen
Werten aus beiden Blutproben konnten bei den D-Dimeren, jedoch nicht
bei TAT und F1+2 nachgewiesen werden.
Schlußfolgerungen: Es wird gefolgert, daß die Messung von
TAT bzw. F1+2 im venösen Blut zur Beurteilung der lokalen
Gerinnungsaktivierung im arteriellen System nicht repräsentativ
ist. Als Indikator einer Hyperkoagulabilität sind die D-Dimere
weniger empfindlich als TAT und F1+2, die venöse Bestimmung der
D-Dimere repräsentiert jedoch deren lokale Konzentration in den
Arterien.
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 10 14, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Background: Several studies proved the co-existence of peripheral
arterial occlusive disease (PAOD) and hypercoagulability. However, in
practice coagulation parameters are mainly determined from venous
blood samples. In this study several coagulation parameters in
arterial and venous blood were examined for differences and the
validity of coagulation parameters determined in venous blood was
investigated.
Patients and methods: In 22 patients with peripheral artery disease
venous and arterial blood samples from vessels of the diseased leg
were examined for the concentration of thrombine-antithrombine
III-complex (TAT), prothrombin fragments (F1 and F2) and D-dimers,
and results were compared.
Results: Mean concentrations of TATs and prothrombin fragments F1 and
F2 were significantly higher in arterial than in venous blood.
TAT-complex was the most sensitive parameter for quantification of
thrombin generation. D-dimer levels did not differ in arterial and
venous blood. TAT and F1 and F2 concentrations in arterial and venous
blood did not correlate in individual patients whereas D-dimer
concentration did.
Conclusion: The determination of TAT and F1+F2 in venous blood does
not adequately reflect the degree of the local coagulation activation
in the arterial system. As indicators for hypercoagulability, D-Dimer
values are less sensitive than F1+2, but venous D-dimer
concentrations mirror arterial levels
Key words
Peripheral arterial occlusive disease, hypercoagulability, thrombine-antithrombine III-complex, prothrombine fragments, D-Dimer in arterial and venous blood
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 10 14, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Diabetes-Fußambulanz, MNR-Klinik, Heinrich-Heine-University Düsseldorf, Germany
(Summary)
Zusammenfassung
Hintergrund: Die hydrostatische Blutdruckmessung der
Großzehenarterien wurde bisher mit der 8-MHz- Dopplersonde zum
Nachweis arterieller Pulsationen durchgeführt. Alternativ
könnte die Impedanz-Sphygmografie (ISG) in Betracht kommen.
Fragestellungen: Ist die ISG zur Darstellung der digitalen
Arterienpulsationen ebenso zuverlässig wie
8-MHz-Doppler-Ultraschall? Korreliert der hydrostatische systolische
Zehenblutdruck (HSZBD), gemessen mit der ISG, mit dem Ausmaß
der peripheren arteriellen Verschlußkrankheit (PAVK), gemessen
an der Zahl der verschlossenen Beinarterien?
Methoden: Bei 30 gesunden Probanden wurde der Knöchelblutdruck
mittels 12 cm Blutdruckmanschette sphygmomanometrisch bestimmt, und
die arterielle Pulsation mittels Ultraschall und ISG (Fa. Medis GmbH,
Ilmenau/Deutschland) simultan nachgewiesen. 50 Beine mit
Fußläsionen bzw. PAVK wurden parallel mittels
Arteriografie sowie Messung des HSZBD (unter Verwendung von ISG)
untersucht.
Ergebnisse: Bei den Gesunden zeigten Ultraschall und ISG das
Erscheinen der Pulswelle bei nahezu identischen Druckwerten an (r =
0.99, p < 0.001), die Differenz betrug 2.4 (SEM 0.6) mmHg. Bei den
arteriografierten Beinen war ein HSZBD < 50 mmHg mit > 1
verschlossenen Ober- und/oder Unterschenkelarterie assoziiert, die
Sensitivität betrug 68% , die Spezifität 89%. Ein HSZBD
> 50 mmHg war dagegen mit 01 verschlossene Arterie
assoziiert (Chi-Quadrat p < 0.02).
Schlußfolgerung: ISG ist brauchbar zur Messung des
hydrostatischen systolischen Zehenblutdrucks. Ein systolischer
Zehenblutdruck von < 50 mmHg weist auf schwergradige PAVK
(Mehrfachverschlüsse) hin
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 15 18, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Background: Hydrostatic measurement of systolic toe blood pressure
(HSTBP) is reliable in feet with calcified arteries, when
sphygmomanometry fails. When leg is lifted above heart level, weaning
of the big toe's arterial pulsations indicates HSTBP.
Patients and methods: Electrical bio-impedance was assessed to
monitor the weaning of arterial pulsations (Medis GmbH,
Ilmenau,Germany). In a pilot study in 30 healthy volunteers, a 12 cm
cuff was placed above the ankle and inflatet to 200 mmHg; ultrasound
(8 MHz) and impedance sphygmography (ISG) were used simultaneously to
detect arterial pulsations in the big toe, in the sitting and supine
position after deflating the cuff. In a clinical study, HSTBP was
assessed by big toe ISG in 50 legs (43 of diabetic patients) with
suspected peripheral arterial occlusive disease, subjected to
arteriography before vascular surgery.
Results: In the pilot study, ultrasound and ISG signals were detected
at nearly identical systolic pressure levels (difference 2.4 [SEM
0.6] mmHg, r = 0.99, p < 0.001). In the clinical study, HSTBP <
50 mmHg was associated with multiple occlusions (2 legs with < 1,
9 legs with 2, and 13 legs with > 2 arteries occluded); by
contrast, HSTBP > 50 mmHg indicated single occlusions (16 legs
with < 1, 8 legs with 2, and 2 legs with > 2 occluded arteries;
c2 contingency p < 0.02).
Conclusions: assessment of big toe arterial pulsation by ISG was
reliable. HSTBP < 50 mmHg indicates severe peripheral arterial
disease occusive (> 2 arteries occluded)
Key words
Toe pressure, ankle-brachial index, diabetes, amputation, diabetic foot
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 15 18, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Department of Angiology, Klinikum Darmstadt, Germany
(Summary)
Zusammenfassung
Hintergrund: Ein wesentlicher pathophysiologischer Faktor beim
postthrombotischen Syndrom ist der Reflux in den tiefen Venen,
welcher selektiv mit dem Farbduplex erfaßt werden kann. Die
Studie befaßt sich mit der Frage, wie sich eine
Kompressionstherapie auf die Refluxgeschwindigkeit in der V.poplitea
beim postthrombotischen Syndrom meßbar auswirkt.
Patienten und Methoden: 60 Patienten mit phlebographisch gesichertem
postthrombotischen Syndrom nach Oberschenkelthrombose wurden in zwei
Gruppen aufgeteilt: In der Gruppe A erhielten 30 Patienten (Alter 58
± 10 Jahre) einen Kompressionsstrumpf (Unterschenkel Klasse II
und III, Oberschenkel Klasse II), in der Gruppe B 30 Patienten (Alter
58 ± 14 Jahre) einen Unterschenkelverband mit Kurzzugbinden nach
Sigg. Als Maß für den Reflux wurde bei allen Patienten die
Geschwindigkeit zum Zeitpunkt des größten Refluxes Vmax
(cm/sek) in der V.poplitea mit dem Farbduplex in stehender Position
mit Hilfe eines Manschettentests ohne und mit Kompressionstherapie
erfaßt. Die Refluxgeschwindigkeiten wurden in gering-, mittel-
und hochgradig eingeteilt.
Ergebnisse: In beiden Gruppen ließ sich unter allen angewandten
Kompressionstherapien eine signifikante Abnahme der
Refluxgeschwindigkeit um mindestens 45% nachweisen. Die Abnahme der
Refluxe in Gruppe A (Durchschnitt 47,9%) unterschied sich jedoch
nicht signifikant von der in Gruppe B (Durchschnitt 55,8%)
gemessenen. Bei hochgradigen Refluxen fand sich jeweils in beiden
Gruppen die größte Reduktion der
Refluxgeschwindigkeiten.
Schlußfolgerungen: Mit dem Farbduplex läßt sich beim
postthrombotischen Syndrom selektiv auf einfache Art und Weise sowohl
unter verschiedenen Kompressionsstrumpfklassen als auch unter einem
Kompressionsverband mit Kurzugbinden eine signifikante Reduktion der
Refluxgeschwindigkeit in der V.poplitea nachweisen
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 19 23, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Background: Reflux in deep veins is an important
pathophysiological factor of post-thrombotic syndrome which can be
demonstrated by colour-coded duplexsonography. This study
investigates the effect of different compression therapies on the
reflux velocity in deep veins in patients with a post-thrombotic
syndrome.
Patients and methods: Sixty patients with a post-thrombotic syndrome
confirmed by phlebography, in the deep veins of the calf and
the thigh were investigated in two groups: In group A, 30 patients
(mean age 58 ± 10 years) received compression stockings (calf
compression class II and III, thigh compression class II) and in
group B 30 patients (mean age 58 ± 14 years) received a Sigg
short traction bandage of the calf. The velocity at the time of the
greatest reflux in the popliteal vein was determined as reflux
parameter with the colour-coded duplex sonography using a cuff
applied at the calf. All patients stood upright and were measured
with and without different kinds of compression therapies. The reflux
velocities were graded as low, moderate and high.
Results: A significant decrease of the reflux velocity by about more
than 45% with compression therapy was found in both groups. The
decrease of the refluxes in group A (mean 47.9%) did not differ
significantly from the decrease of refluxes in group B (mean 55.8%).
The greatest decrease of the reflux velocity under compression
therapy was found in high-grade refluxes in both groups.
Conclusion: A significant decrease of the reflux velocity in
post-thrombotic syndrome can be readily demonstrated with different
kinds of compression stockings as well as with bandages by means of
colour-coded duplex sonography
Key words
Post-thrombotic syndrome, colour-coded duplex sonography, compression therapy, bandage, compression stocking
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 19 23, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Department of General Medicine, University of
Heidelberg1
QUALI-team, Research & Consulting in Health and Social Sciences,
Augsburg2, Germany
(Summary)
Zusammenfassung
Hintergrund: Die Bestimmung der schmerzfreien und maximalen
Gehstrecke gehört zum Routineprogamm der angiologischen
Untersuchung eines Patienten mit AVK. Unklarheiten bestehen
darüber, welchem der beiden Parameter mehr Krankheitsrelevanz
zukommt.
Patienten und Methoden: Bei 150 Patienten mit einer stabilen
Claudicatio intermittens wurden die schmerzfreie Gehstrecke (CPD) und
maximale Gehstrecke (MPD) auf dem Laufbandergometer bei 3,0 km/h und
12% Steigung ermittelt. Die Ergebnisse wurden mit dem
angiographischen Befund, den Dopplerdruckwerten und der subjektiven
Lebensqualität (PAVK-86-Fragebogen) verglichen.
Ergebnisse: Die durchschnittliche schmerzfreie Gehstrecke betrug 89
± 71m, die maximale Gehstrecke 198 ± 141m. Keine
Korrelation bestand zwischen beiden Gehstrecken und dem
angiographischen Atherosklerose-Score. Mit dem Dopplerdruck und
Knöchel/ Arm-Index des klaudikationsführenden Beines
korrelierte nur die MPD (r = 0.16, p < 0.05 bzw. r = 0.20, p <
0.01). Sowohl die CPD als auch MPD hatten einen signifikanten
Einfluß auf die Lebensqualität der Patienten (CPD: r =
0.41, p < 0.001; MPD: r = 0.47, p < 0.001). In der
multiplen Regressionsanalyse erwies sich für die
krankheitsrelevanten Lebensqualitätsdimensionen Schmerz,
Beschwerden und funktioneller Status die MPD neben dem
Body-mass-Index als stärkster Prädiktor.
Schlußfolgerungen: Die maximale Gehstrecke korreliert besser
als die schmerzfreie Gehstrecke mit objektiven und subjektiven
Bewertungskriterien der AVK. Ihr kommt daher in Hinblick auf
Krankheitsstadium und Lebensqualität der Patienten eine
größere Bedeutung zu. Dieser Tatsache sollte im klinischen
Alltag und bei der Durchführung klinischer Studien mehr
Beachtung geschenkt werden
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 25 29, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Background: Determination of both the pain-free and the maximum
walking distances is part of a routine program in the angiological
examination of patients with PAOD. It is however as yet not clear
which of these two parameters is more relevant in determing a
patient's pathological condition.
Patients and methods: In 150 patients with stable intermittent
claudication, the claudication pain distance (CPD) and the maximum
pain distance (MPD) were determined on a treadmill at 3,0 km/h and
12% inclination. The results were compared with the angiographic
findings, the Doppler pressure values and the subjective quality of
life (PAVK-86-Questionnaire).
Results: The average pain-free walking distance was 89 ± 71m,
and the maximum walking distance was 198 ± 141 m. There was no
correlation between both walking distances and the angiographic
extent of PAOD. Only the MPD correlated with the ankle systolic
Doppler pressure and the ankle/brachial pressure index of the
claudicating leg (r = 0.16, p < 0.05 and r = 0.20, p < 0.01).
Both the CPD and the MDP had a significant influence on the life
quality of the patients (CPD: r = 0.41, p < 0.001; MPD: r =
0.47, p < 0.001). In the multiple regression analysis,
beside the body mass index, the MPD was found to be the greatest
predictor for the pathologically relevant quality of life dimensions
pain, complaints and functional status.
Conclusions: The maximum walking distance correlated in a better way
than pain-free walking distance with the objective and subjective
assessment criteria of PAOD. Therefore, as regards the stage of the
disease and the life quality of the patient, this parameter has a
greater importance. This fact deserves to receive greater attention
in everyday clinical practice and when conducting clinical trials
Key words
Peripheral arterial occlusive disease, walking distance, quality of life, intermittent claudication
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 25 29, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Klinik für Chirurgie, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Magdeburg, Germany
(Summary)
Zusammenfassung
Hintergrund: Es erfolgt eine kritische Darstellung des
prästationären und stationären Managements von
Patienten mit einem rupturierten infrarenalen Aortenaneurysma und ein
Vergleich der eigenen Behandlungsergebnisse mit denen anderer
Autoren.
Patienten und Methodik: Berichtet wird über 52 Patienten, die
mit einem rupturierten infrarenalen Aortenaneurysma
(Altersdurchschnitt: 70,3 Jahre; Rang: 5689 Jahre; SD 7,8)
zwischen Januar 1993 und März 1998 stationär aufgenommen
wurden. Retrospektiv wurden Einsatzprotokolle, Epikrisen und
Verlaufsdaten ausgewertet. Der APACHE II Score wurde bei Einlieferung
und am 5. postoperativen Tag ermittelt.
Ergebnisse: Der Beginn der klinischen Erstsymptomatik lag bei 37
Patienten (71%) mehr als fünf Stunden zurück. 38 Patienten
(73%) wiesen zum Aufnahmezeitpunkt Zeichen einer Schocksymptomatik
auf. Als erster differentialdiagnostischer Schritt erfolgte in 81%
eine abdominelle Sonographie. Der häufigste Perforationsort war
linksseitig retroperitoneal (87%). Als intraoperative Komplikationen
traten bei vier Patienten ein akutes Linksherzversagen sowie zweimal
ein Herzstillstand auf. Wesentliche Komplikationen entwickelten sich
bei 34 Patienten, wobei insgesamt 19 Patienten (36,5%) verstarben.
Der APACHE II Score konnte bei 35 Patienten erfaßt werden. Hier
zeigte sich eine Sterbewahrscheinlichkeit bei fünf Patienten von
über 40%, während sie für 17 Patienten unter 30% lag.
Alle Patienten (n = 7), die am fünften Tag ein prognostisches
Letalitätsrisiko von über 75% hatten, überlebten
nicht.
Zusammenfassung: Die Indikation zur Operation eines rupturierten
Aortenaneurysmas ist abolut. Die Ergebnisse werden erheblich durch
das prästationäre und anästhesiologische Management
beeinflußt. Mit Hilfe des APACHE II Scores können die
Behandlungsergebnisse eines polymorphen Krankengutes im Vergleich
bewertet und eine Einschätzung des möglichen Endergebnisses
der Therapie abgeleitet werden
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 3033, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Background: Objective evaluation of the management of patients
with ruptured infrarenal aortic aneurysm in emergency situations has
been described rarely.
Patients and methods: Fifty-two consecutive patients with ruptured
infrarenal aortic aneurysm (mean age, 70.3 years; range, 5689
years; SD 7.8) were admitted between January 1993 and March 1998.
Emergency protocols, final reports, and follow-up data were analyzed
retrospectively. APACHE II scores at admission and fifth
postoperative day were assessed.
Results: The time between the appearance of first symptoms and the
referral of patients to the hospital was more than 5 hours in 37
patients (71%). Thirty-eight patients (71%) had signs of shock at
time of admission. Ultrasound was performed in 81% of patients as the
first diagnostic procedure. The most frequent site of aortic rupture
was the left retroperitoneum (87%). Intraoperatively, acute left
ventricular failure occurred in four patients, and cardiac arrest in
two others. The postoperative course was complicated significantly in
34 patients. The overall mortality rate was 36.5% (n = 19). In 35
patients, APACHE II score was assessed, showing a probability of
death of more than 40% in five patients and lower than 30% in 17
others. No patient showing probability of death of above 75% at the
fifth postoperative day survived (n = 7).
Conclusions: Ruptured aortic aneurysm demands surgical intervention.
Clinical outcome is also influenced by preclinical and anesthetic
management. The severity of disease as well as the patient's
prognosis can be approximated using APACHE II score. Treatment
results of heterogenous patient groups can be compared
Key words
Aortic aneurysm, APACHE II score, aortic rupture, perioperative management, aortic rupture surgery, aortic rupture complications
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 3033, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Department of Vascular and Thoracic Surgery, Zentralklinikum, Augsburg, Germany
(Summary)
Zusammenfassung
Hintergrund: Die Bedeutung funktioneller Parameter als
Determinanten der Bypassoffenheit wird zur Zeit widersprüchlich
beurteilt. Aus diesem Grund wurde an unserer Klinik eine prospektive
Studie durchgeführt, um die Wertigkeit des Flußvolumens im
Bypass sowie der gegenwärtig zur Bestimmung des peripheren
Abflußwiderstandes verwendeten Meßverfahren für die
frühe (< 30 Tage) Transplantatfunktion zu untersuchen.
Patienten und Methoden: Die Studie umfaßte 101
Revaskularisationen mit infragenualem Transplantatanschluß.
Nach Ausschluß technischer Defekte erfolgte zunächst am
ausgeklemmten Bypass die Erfassung des totalen
Abflußwiderstandes (TOR) nach dem Ohm'schen Gesetz durch
Perfusion des Transplantates mit NaCl-Lösung (Flowraten 25, 50,
100 und 150 ml/min vor und nach Gabe von Papaverin) und simultaner
Druckregistrierung im Bereich der distalen Anastomose. Daneben wurde
nach Freigabe des Blutstromes der totale Blutfluß (TBF) im
Bypass elektromagnetisch erfaßt und wiederum mit Hilfe des in
der distalen Anastomose abgeleiteten Mitteldruckes der von uns so
bezeichnete Flowindex (FI) ebenfalls als Druck-/Flußrelation
errechnet. Die Bypassoffenheit nach 30 Tagen wurde
duplexsonographisch bestimmt.
Ergebnisse: Keiner der erfaßten funktionellen Parameter
ließ eine signifikante Unterscheidung der Graftfunktion nach 30
Tagen zu: Die bei jedem Patienten zusammengefaßten TOR-Werte
ergaben dabei im Mittel 722,5 (SD = 310) bei den offenen gebliebenen
bzw. 735,9 (SD = 228,1) mPRU bei den verschlossenen Bypasses (T-Wert
= 0,1681; n.s.). Die entsprechenden Werte betrugen jeweils für
den TBF 176,8 (SD = 94,2) bzw. 196,4 (SD = 93,6) ml/min (T-Wert =
0,7342; n.s.) sowie für den FI 0,53 (SD = 0,34) bzw. 0,45 (SD =
0,25) PRU (T-Wert = 0,8905; n.s.). In einer multivariaten Analyse
erwiesen sich lediglich die Bypasslänge sowie die Notwendigkeit
intraoperativer Korrekturen als signifikante Determinanten der
Bypassfrühfunktion (R2 adjusted = 0,46; p = 0,006).
Zusammenfassung: Nach den Ergebnissen der vorliegenden Studie erlaubt
weder die Bestimmung des Flußvolumens im Bypass noch die
derzeit geübte Erfassung des peripheren Abflußwiderstandes
eine Unterscheidung der frühen (< 30 Tage)
Transplantatfunktion
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 3441, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Background: At present, the importance of functional parameters as
determinants for graft patency is under debate. Therefore, in our
institution a prospective study was undertaken to evaluate the
influence of graft blood flow as well as the currently applied
methods for outflow resistance measurement on early (< 30 days)
graft outcome.
Patient and methods: 101 arterial revascularisations with
infrageniculate graft insertion were entered into this study. After
having verified the morphological integrity of the reconstruction,
during temporary inflow occlusion total outflow resistance (TOR) was
determined as a pressure/flow relationship by perfusion of the graft
with saline (flow rates 25, 50, 100, 150 ml/min before and after
papaverine) while simultaneously recording pressure generated at the
distal anastomosis. In addition, after restoration of blood flow,
flow index (FI) was calculated in an analogous way from the TBF
through the graft and the respective mean distal anastomotic
pressure. Graft patency at 30 days was determined by Duplex
ultrasound.
Results: Functional parameters were found to be unable to
differentiate between patent and failed reconstructions during the 30
day period: The mean TORaveraged values amounted to 722.5 (SD = 310)
in patent and 735.9 (SD = 228,1 ) mPRU in occluded bypasses (T-value
= 0.1681; n.s.). The corresponding figures were 176.8 (SD = 94.2) and
196.4 (SD = 93.6) ml/min for TBF (T-value = 0.7342; n.s.) and were
0.53 (SD = 0.34) and 0.45 (SD = 0.25 ) PRU for FI (T-value = 0.8905;
n.s.). Using multiple logistic regression analysis functional
parameters showed no influence on graft patency while graft length
and the necessity for intraoperative graft modification emerged to be
significant determinants of early graft outcome (R2 adjusted = 0.46;
p = 0.006).
Conclusion: The results of our study suggest that neither blood flow
nor the presently used methods to assess outflow resistance are
relevant prognostic factors for early (< 30 days) graft
performance
Key words
Femorodistal arterial reconstructions, outflow resistance, electromagnetic flowmetry, early graft patency
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 3441, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Abteilung für Allgemein-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, Allgemeines Krankenhaus Harburg, Hamburg, Germany
(Summary)
Zusammenfassung
Nach Ausbau einer infizierten aortobifemoralen Dacron Prothese 9 Jahre nach Implantation und bilateralem axillofemoralem Dacron-Bypass kam es zur erneuten Infektion der extraanatomischen Bypassprothesen. Eine neue aortobifemorale Rekonstruktion wurde mit kryokonservierten homologen Arterien, die von der European Homograft Bank in Brüsssel geliefert wurden, vorgenommen, und beide axillofemoralen Prothesen wurden entfernt. 3 Jahre später sind Zeichen einer Infektion und degenerative Veränderungen der homologen Transplantate nicht erkennbar
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 4245, © Verlag Hans Huber AG, Bern
The excision of an infected aortobifemoral Dacron graft 9 years after implantation and bilateral axillofemoral Dacron bypass reconstruction led to reinfection of the extra-anatomic bypass grafts. A new aorto-bifemoral reconstruction was performed using cryopreserved homografts delivered by the European Homograft Bank in Brussels and both axillo-femoral prostheses were removed. No signs of infection and no alterations of the homografts can be detected 3 years later.
Key words
Arterial prosthesis, arterial infection, cryopreserved homograft, homograft bank
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 4245, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Division of Angiology, Department of Internal Medicine1; Department of Radiology2 and Department of Surgery3, University Hospital, Zurich, Switzerland
(Summary)
Zusammenfassung
Frühverschluß und späte Restenose nach perkutaner transluminaler Angioplastie (PTA) sind wohlbekannte Probleme. Wir berichten über ein bisher in der Literatur nicht beschriebenes Phänomen bei zwei Patienten mit peripherer arterieller Verschlußkrankheit nach PTA von Stenosen der A. iliaca communis bzw. A. femoralis superficialis. Beide Patienten wiesen ein gutes initiales postinterventionelles Resultat auf. Innert zwei Tagen kam es jedoch zu einer symptomatischen Restenose, welche nichtinvasiv dokumentiert werden konnte. Diese Restenose war innert Tagen spontan reversibel. Der mögliche Pathomechanismus wird diskutiert.
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 4649, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Early reocclusion and late restenosis are well-known problems after percutaneous transluminal angioplasty (PTA). We report here on a phenomenon not described so far in two patients with peripheral arterial occlusive disease who had PTA of the common iliac and the superficial femoral artery, respectively. Both had a good hemodynamic and clinical initial result. However, within two days after PTA symptomatic reobstruction occurred documented by noninvasive measurements. Noteworthy, this reobstruction was spontaneously reversible within days. The possible pathomechanism is discussed.
Key words
Percutaneous transluminal angioplasty, restenosis, reobstruction, intramural hematoma
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 4649, Seite 240243, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Abteilung für Allgemeine Chirurgie, Abdominal und Gefäßchirurgie, Universitätskliniken des Saarlandes Homburg / Saar1, Caritasklinik St. Theresia Saarbrücken2
(Summary)
Zusammenfassung
Die Koinzidenz eines abdominellen Aortenaneurysmas mit einer
anatomischen Variante der Vena cava inferior ist eine zwar seltene,
für den Chirurgen jedoch bedeutsame Konstellation. Durch den
Einsatz verschiedener bildgebender Verfahren und einer
angepaßten Operationstechnik kann das Operationsrisiko
minimiert werden.
Am Beispiel eines eigenen Falles wird die operative Therapie eines
symptomatischen Aortenaneurysmas bei linksseitiger infrarenaler Vena
cava geschildert und die Bedeutung der präoperativen Diagnostik
und des operationstaktischen Vorgehens diskutiert.h.
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 5052, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Coincidence of an abdominal aortic aneurysm and abnormalities of
the inferior vena cava is a rare condition but has significance for
surgical therapy. By the preoperative use of various imaging
techniques and adapted surgical procedure the risk of the operation
is decreasing to a minimal level.
A case of symptomatic abdominal aneurysm and leftsided infrarenal
vena cava is presented and the importance of preoperative
examinations and operative strategy is discussed.
Key words
Aortic aneurysm, vena cava abnormalities
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 5052, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Departments of Medicine and Radiology, University of Vienna, Austria
(Summary)
Zusammenfassung
Dieser Fallbericht beschreibt einen Patienten mit
einer persistierenden linken Vena subclavia superior, die erst durch die Schwierigkeiten beim Plazieren eines Pulmonaliskatheters entdeckt wurde. Das Thoraxröntgen zur Kontrolle der korrekten Lage in wedge Position zeigte den Verlauf des Katheters in einer vermutlich persistierenden Vena cava superior. Da diese Abnormität zu schwerwiegenden klinischen Komplikationen führen kann, sollte bei allen problematischen zentralvenösen Zugängen an diese Möglichkeit gedacht werden.
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 5354, © Verlag Hans Huber AG, Bern
This case report describes a patient with persistent left superior vena cava (LSVC) as discovered by difficult placement of a pulmonary artery catheter via the left subclavian vein. After positioning in wedge position, chest x-ray showed a catheter route suggestive of persistent LSVC. Since this abnormality may yield potential clinical complications, this possibility should be considered in every difficult central venous access.
Key words
Left superior vena cava, pulmonary artery catheter
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 5354, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Department of Cardiovascular Surgery1, Institute of Radiology2, University Hospital, Zurich, Switzerland
(Summary)
Zusammenfassung
Bei einem 70jährigen Patienten wurde ein Bauchaortenaneurysma
mit einer Y-endoaortalen Prothese problemlos und erfolgreich saniert.
3 Monate später, anlässlich einer urologischen Untersuchung
wegen Dysurie wurde ein pulsatiler abdomineller Tumor festgestellt.
Bei Verdacht auf symptomatische Endoleckage wurde der Patient unserer
chirurgischen Notfallstation zugewiesen. Das durchgeführte CT
und die MR-Angiographie zeigten ein tadelloses postoperatives
Resultat ohne Nachweis einer Endoleckage. Der Patient wurde
demzufolge medikamentös behandelt und ist bis zum heutigen
Zeitpunkt beschwerdefrei.
Im Gegensatz zur chirurgischen Sanierung bleibt bei der
minimal-invasiven Technik das Aneurysma in situ belassen. Demzufolge
kann auch postoperativ eine pulsatile abdominelle Masse tastbar sein:
ein Befund, dessen klinische Bedeutung unklar ist und radiologisch
abgeklärt werden sollte. Die MR-Angiographie hat
diesbezüglich gegenüber den CT zwei Vorteile: kein
nephrotoxisches Kontrastmittel und weniger Metall-induzierte
Artefakte. Bei nachgewiesener fehlender Reperfusion des Aneurysmas
dürfte es sich am ehesten um eine mitgeteilte Pulsation handeln.
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 5557, © Verlag Hans Huber AG, Bern
A 70 years old patient was successfully treated for infrarenal
aortic aneurysm by an endovascular bifurcated prosthesis. Three
months later, because of dysuria, he underwent urological examination
revealing an abdominal pulsatile tumor. Thereafter, the patient was
sent to our emergency ward with suspected symptomatical endoleak.
Radiological screening by computer tomography and magnetic resonance
angiography showed good post-operative results without endoleak.
Patient was treated with antispasmodic medication and is doing well
today.
Because endovascular repair of aortic aneurysm, in contrast to an
open approach, does not eliminate the aneurysm itself, post-operative
abdominal palpation can be ambigous. Magnetic resonance angiography
without the need of nephrotoxic contrast medium
compares favourabely to CT and provides excellent pictures with less
artefacts for post-operative screening of endoleak. If reperfusion
can be excluded, pulsation is due to the transmission of the
blood-pressure wave to the thrombosed aneurysm.
Key words
Endovascular grafting, abdominal aortic aneurysm, post-operative pulsatile tumor
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 5557, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Klinik Feldafing1, Feldafing, Germany, Statistical Department, University of Mons2, FUCAM, Belgium Sciencia3, München, Germany
(Summary)
Zusammenfassung
Medizinhistorische Abhandlung über die angiologische und
radiologische Zeit des Pioniers in Kathetertherapie an der
Zürcher Universitätsklinik (19691975). Zunächst
entdeckte Grüntzig, daß sich die Relaxationsphase des
Achillessehnenreflexes während des Klaudikationsschmerzes
signifikant verlängert. Auch in der klinischen Evaluation der
damals neuen Doppler-Ultraschalltechnik wirkte er maßgeblich
mit.
Nach einem Aufenthalt in der Aggertalklinik, wo er bei Eberhard
Zeitler die Originaltechnik von Charles Dotter erlernte, führte
er die Behandlungsmethode in Zürich ein. Parallel dazu bastelte
er auf dem Küchentisch mit seiner Frau Michaela und dem Ehepaar
Walter und Maria Schlumpf einen neuen, rigiden, wurstförmig
aufblasbaren Katheter aus Polyvinylchlorid, den er erstmals am 12.
Februar 1974 bei einem 67jährigen Patienten mit einer
Claudicatio intermittens aufgrund einer subtotalen Stenose der A.
femoralis superficialis erfolgreich einsetzte. Am 23. Januar 1975
gelangte der erste doppellumige Ballon-Katheter zum praktischen
Einsatz in einer Iliakalarterie. Diese Version, die bald durch die
Firmen Cook und Schneider kommerziell hergestellt wurde, entwickelte
Grüntzig zum bekannten Koronar-Katheter weiter.
Andreas Grüntzig zeichnete sich nicht nur durch bahnbrechende
Innovationen und technisches Geschick aus, sondern zusätzlich
durch vorbildliche Information der Patienten, durch prospektive
Langzeitkontrollen, deren Ergebnisse nach 15 Jahren bei 242 eigenen
Patienten kurz zusammengefaßt werden, durch die Errichtung
einer Schule von Schweizer Kathetertherapeuten (Felix Mahler, Ernst
Schneider, Bernhard Meier und viele andere im Ausland) sowie die
Organisation von weltweit beachteten Demonstrationen.
Seine kardiologische Laufbahn, sein Wirken in Atlanta Georgia, USA,
und sein frühzeitiger tragischer Tod bei einem
Flugzeugunglück werden kurz gestreift.
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 5864, © Verlag Hans Huber AG, Bern
History of Andreas Grüntzig's time spent in Angiology and
Radiology of the Zürich University Hospital (19691975).
First, the pioneer of catheter therapy discovered that the Achilles
tendon reflex is significantly prolongued during claudication pain.
Furthermore, he participated actively in the clinical evaluation of
Doppler ultrasound.
After a stay in the Aggertalklinik (Engelskirchen near Köln,
Germany), where he learnt Charles Dotter's original procedure with
Eberhard Zeitler, he introduced catheter therapy of peripheral
arteries in Zürich. In the same period he developed a new,
rigid, sausage-shaped balloon catheter (polyvinylchloride),
manufactered the device on his kitchen table together with his wife
Michaela, Maria and Walter Schlumpf, and used it first on February
12, 1974 in a patient with intermittent claudication due to subtotal
stenosis of the superficial femoral artery. The first successful
dilatation of an iliac artery stenosis by his double-lumen catheter,
which was modified later on into the famous coronary catheter,
followed on January 23, 1975. Soon, the innovative catheter became
commercially available (Cook and Schneider Companies).
Andreas Grüntzig not only excelled in pioneering novel
techniques, but also in patient care, in a prospective follow-up
study of his own 242 patients lasting 15 years (results summarized in
this article), in the teaching of Swiss scholars like Felix Mahler,
Ernst Schneider and Bernhard Meier and many more in the world, and in
organizing life demonstrations for large numbers of participants. His
career in Cardiology, his work in Atlanta Georgia, USA, and his early
tragic death in an airplane accident are briefly mentioned.
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 5864, © Verlag Hans Huber AG, Bern
Klinische Abteilung für Gefäßchirurgie der Universitätsklinik für Chirurgie, Wien
VASA, Band 28, 1999, Heft 1, Seite 6566, © Verlag Hans Huber AG, Bern