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Contents/Inhalt |
| P. Trautmann-Villalba, M. Gerhold, M. Polowczyk,
M. Dinter-Jörg, M. Laucht, G. Esser und M. H. Schmidt Mutter-Kind-Interaktion und externalisierende Störungen bei Kindern im Grundschulalter Mother-child interaction and externalizing disorders in elementary school children |
Zuammenfassung Summary |
| Ch. Höger, G. Witte-Lakemann und A. Rothenberger Wann sollen stationäre kinder- und jugendpsychiatrische Behandlungen beendet werden? When should inpatient child and adolescent psychiatric treatment be terminated? |
Zusammenfassung Summary |
| A. Gosch Mütterliche Belastung bei Kindern mit Williams-Beuren-Syndrom, Down-Syndrom, geistiger Behinderung nichtsyndromaler Ätiologie im Vergleich zu der nichtbehinderter Kinder Maternal stress among mothers of children with Williams-Beuren Syndrome, down's syndrome and mental retardation of non-syndromal etiology in comparison to mothers of non-disabled children |
Zusammenfassung Summary |
| M. Laucht Antisoziales Verhalten im Jugendalter: Entstehungsbedingungen und Verlaufsformen Antisocial behavior in adolescence: Origin and courses |
Zusammenfassung Summary |
| G. H. Moll, H. Heinrich und A. Rothenberger Transkranielle Magnetstimulation in der Kinder- und Jugendpsychiatrie: Exzitabilität des motorischen Systems bei Tic-Störungen und/oder Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungen Transcranial magnetic stimulation in child and adolescent psychiatry: Excitability of the motor system in tic disorders and/or attention deficit hyperactivity disorders |
Zusammenfassung Summary |
Zusammenfassungen / Summaries
Zusammenfassung
Fragestellung: Das Verhalten von achtjährigen Kindern
mit externalisierenden Störungen (hyperkinetische Störung
und Störung des Sozialverhaltens) in der Interaktion mit
ihren Müttern wurde untersucht.
Methodik/Ergebnisse: Im univariaten Vergleich waren Mütter
in der Interaktion mit ihren hyperkinetischen Kindern restriktiver,
abwertender und weniger angemessen als Mütter unauffälliger
Kinder, während sich die Kinder unaufmerksamer und impulsiver
sowie weniger assertiv und hilflos verhielten. Kinder mit einer
Störung des Sozialverhaltens waren in der Interaktion mit
ihren Müttern abwertender, aggressiver und provokativer als
unauffällige Kinder, während die Mütter mehr Ungeduld
zeigten.
Schlussfolgerung: Eine Interaktion zwischen aggressivem Kindverhalten
und Restriktivität der Mutter trug zu vermehrten dissozialen
Symptomen bei. Eine höhere Zahl hyperkinetischer Symptome
wurde durch die Interaktion zwischen impulsivem Kindverhalten
und mütterlicher Aversivität begünstigt.
Schlüsselwörter
Hyperkinetische Störung, Störung des Sozialverhaltens,
Interaktionsverhalten, Grundschulalter
Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 29, 2001,
Heft 4, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Objectives: The behavior of eight-year-old children with externalizing
disorders (ADHD and CD) in interaction with their mothers was
examined.
Methods/Results: Mothers of ADHD children were more restrictive
and negative towards their children and showed less adaquate control
than did mothers of normal children. ADHD children paid less attention,
were less assertive and helpless, and were more impulsive than
controls. CD children were more negative towards their mothers,
and were more aggressive and provocative than normal children,
while their mothers were more impatient.
Conclusions: An interaction between aggressive child behavior
and maternal restrictiveness contributed to increased conduct
problems. Hyperactivity was enhanced by the interaction between
the impulsive behavior of the child and the aversive maternal
response.
Key words
ADHD, CD, interactional behavior, elementary school age
Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 29, 2001, Heft 4, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Zusammenfassung
Fragestellung: Die Frage der stationären Behandlungsdauer
ist bisher nur unzulänglich empirisch erforscht und soll
hier unter dem Teilaspekt der Kriterien zur Beendigung stationärer
Therapien untersucht werden.
Methodik: Es wurde eine Expertenbefragung mittels eines Fragebogens
durchgeführt, der einen allgemeinen Teil u.a. zur Berufsgruppe
des antwortenden Experten, einen hochstrukturierten Fragenteil
und einen Abschnitt mit offenen Fragen enthält. 200 Bögen
wurden an Mitarbeiter verschiedener Berufsgruppen in allen Kliniken
für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Niedersachsen und Bremen
verschickt; der Rücklauf betrug 112 Fragebögen. Auswertungen
erfolgten deskriptiv und varianzanalytisch im Hinblick auf die
Frage, ob es unterschiedliche Beurteilungsmuster bei den verschiedenen
Berufsgruppen gibt.
Ergebnisse: Die Angaben aus den hochstrukturierten und den offenen
Fragen zusammenfassend ergeben ein differenziertes und komplexes
Bild der Entscheidungskriterien, die patientenbezogene Faktoren
(besonders Symptomverlauf und Kompetenzentwicklung des Kindes/Jugendlichen),
familiäre Bedingungen, administrative Einflüsse (Möglichkeiten
der Nachsorge und Probleme bei der Fremdplatzierung), Setting-Probleme,
Aspekte der Stationsdynamik sowie Motivations- und Compliance-Probleme
umfassen. Die verschiedenen Berufsgruppen gaben ähnliche
Beurteilungen ab.
Schlussfolgerung: Eine Konzeption stationärer Behandlungsdauern
nach DRG's würde wesentliche fachliche Aspekte eines kompetenten
Entscheidungsprozesses übersehen. Zur Verbesserung der Effektivität
und Effizienz stationärer Behandlungen erscheint es daher
sinnvoller, einen Qualitätssicherungsprozess einzuführen,
für den die hier gefundenen Kriterien als Bausteine genutzt
werden können.
Schlüsselwörter
Stationäre Behandlungsdauer, Expertenbeurteilung, Effektivität, Effizienz, Qualitätssicherungsprozess
Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 29, 2001, Heft 4, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Objectives: As up to now no thorough empirical investigation
of the length of stay during inpatient treatment exists, the criteria
for the decision to terminate inpatient treatment were studied.
Methods: The opinions of experts in child psychiatry were collected
by means of a three-part questionnaire that included a general
section together with questions concerning the respective profession
group of each expert, a structured section, and a section with
open questions. 200 questionnaires were mailed to members of different
professional groups at all hospitals for child and adolescent
psychiatry in Lower Saxony and Bremen. 112 questionnaires were
returned. Data were evaluated descriptively and by means of analyses
of variance to determine whether the assessment patterns differ
among the various groups.
Results: Complex criteria were found by attributing answers to
both the structural and the open questions, which included patient-related
aspects (particularly the course of symptoms and the child's/adolescent's
development of competence), conditions in the family, administrative
influences (aftercare and post-discharge placement), problems
in the therapeutic setting, aspects of group dynamics between
patients and staff, as well as problems involving motivation and
compliance. The decision patterns in the professional groups did
not differ.
Conclusion: To reduce the length of inpatient treatment to criteria
in accordance with DRGs would be to overlook essential professional
aspects of a qualified decision process and thus constitute a
misleading strategy with regard to effectiveness and efficiency.
The use of the criteria found here as components of a quality
management process might be a better way to achieve this goal.
Key words
Termination of inpatient treatment, psychiatric experts, effectiveness, efficiency, quality management
Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 29, 2001, Heft 4, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Zusammenfassung
Fragestellung: In der vorliegenden Studie sollte geklärt
werden, ob sich Mütter von Kindern mit geistiger Behinderung
unterschiedlicher Ätiologie (Williams-Beuren-Syndrom
WBS, Down-Syndrom DS, nichtsyndromaler Ätiologie
LB/GB) von Müttern nichtbehinderter Kinder in ihrem Belastungserleben
unterscheiden.
Methodik: Es wurden 85 Mütter von Kindern mit WBS, DS, LB/GB
und Mütter von nichtbehinderten Kindern (VG) mithilfe des
Patenting Stress Indexes (PSI) befragt. Den Müttern wurde
zusätzlich die Child Behavior Checklist (CBCL) vorgelegt,
um kindliche Verhaltensauffälligkeiten zu erfassen. Die Parallelisierung
fand anhand des Alters der Kinder, des Geschlechts und der Wortschatztestleistung
im Hamburg Wechsler Intelligenztest (HAWIK-R) statt.
Ergebnisse: Mütter von Kindern mit WBS und DS weisen einen
signifikanten höheren PSI-Gesamtstresswert auf als Mütter
von Kindern mit LB/GB und VG. Dieses Ergebnis ist auf signifikante
Unterschiede zwischen den Gruppen bezüglich des kindbezogenen
Stresses, aber nicht der elternbezogenen Belastung, zurückzuführen.
Auf Subskalenebene des Kinderbereichs fühlen sich Mütter
von Kindern mit WBS und DS im Vergleich zu den anderen beiden
Gruppen signifikant durch die kindlichen Anforderungen und dem
wenig akzeptablen Verhaltens ihres Kindes belastbar. Mütter
von Kindern mit LB/GB beschreiben sich ebenfalls als signifikant
belasteter durch ein unakzeptables kindliches Verhalten als Mütter
normalentwickelter Kinder.
Mütter von Kindern mit WBS schätzen ihre Belastung durch
ein hyperaktives Verhalten, eine geringe Anpassungsfähigkeit
und größere Stimmungslabilität ihrer Kinder signifikant
höher ein als Mütter der anderen drei Gruppen.
Bezüglich des Erwachsenenbereichs schätzen sich Mütter
von Kindern mit DS als signifikant depressiver, weniger kompetent
in ihrem Erziehungsverhalten ein und geben mehr Gesundheitssorgen
an als Mütter der anderen drei Gruppen.
Mütter von Kindern mit LB/GB fühlen sich im Vergleich
zu den anderen Gruppen am wenigsten durch partnerschaftliche Probleme
belastet und in ihrer elterlichen Rolle eingeschränkt.
Kein Zusammenhang kann zwischen dem kindlichen Alter, dem sozioökonomischen
Status und dem Belastungsgrad gesehen werden, allerdings korrelieren
der Grad der geistigen Behinderung als auch der Verhaltensauffälligkeiten
signifikant mit dem mütterlichen Belastungsgrad.
Schlussfolgerung: Es kann festgehalten werden, dass es sowohl
allgemeine Belastungsfaktoren wie die hohen Anforderungen durch
das Kind und sein unakzeptableres Verhalten gibt, die mit einer
kindlichen Behinderung einhergehen als auch spezifische, die mit
dem Verhaltensphänotyp eines Syndroms assoziiert sind.
Schlüsselwörter
Geistige Behinderung, mütterlicher Stress, hyperaktives Verhalten, Anpassungsfähigkeit
Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 29, 2001, Heft 4, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Objectives: This study assesses the quantity of stress in mothers
of children with mental retardation of different etiologies (Williams
Syndrome WS, Down Syndrome DS, mental retardation
of different etiologies MR) and in mothers of non-disabled
children (MA).
Methods: 85 mothers were asked to complete the Parenting Stress
Index (PSI) and the Child Behavior Checklist (CBCL). The groups
were matched according to the children's age, sex, and verbal
comprehension as assessed by the WISC-R. Data on the child's mental
age (WISC-R) and the family's socio-economic level were collected.
Results: Significant differences were found in the Child Domain,
but not in the Parent Domain of the PSI. According to the Child
Domain, mothers of children with WS and DS scored significantly
higher on the acceptance and demandingness scales, while mothers
of children with MR scored higher on the acceptance scale than
did mothers of children with MA. Moreover mothers of children
with WS displayed the highest scores on the hyperactivity, mood
and adaptability scales. Groups did not differ on the level of
experienced reinforcement from their child.
No significant differences were found in the Parent Domain according
to the subscales attachment and social isolation. Mothers of children
with DS scored higher than the other groups on the scales: depression,
sense of competence and parent health. Mothers of children with
MR scored lower on restriction of their role as a parent and relationship
to their spouse.
The degree of the children's mental retardation as well as conspicuous
behavior correlated positively with maternal stress but not the
familial socio-economic level or the age of the children.
Conclusions: Generally, mothers of children with mental retardation,
regardless of its etiology, find it more difficult to accept their
child than do mothers of non-disabled children. Specific behavior
problems associated with the behavioral phenotype of a syndrome
also influence the level of maternal stress.
Key words
Mental retardation, maternal stress hyperactivity, adaptability
Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 29, 2001, Heft 4, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Zusammenfassung
Ausmaß und Verbreitung von Gewalt und Delinquenz unter Kindern und Jugendlichen haben in den letzten 15 Jahren kontinuierlich zugenommen. Bei dem Bestreben, dieser Entwicklung entgegenzuwirken, können neuere Erkenntnisse der entwicklungspsychopathologischen und neurobiologischen Forschung wichtige Hilfestellung leisten. In einem Modell von Moffitt werden zwei Entwicklungswege antisozialer Verhaltensprobleme beschrieben, die sich hinsichtlich des Störungsbeginns und -verlaufs unterscheiden: ein Pfad, der durch eine frühzeitig einsetzende und über den Lebenslauf stabile Symptomatik charakterisiert ist («life-course persistent»), sowie ein Pfad mit einem episodenhaften, auf das Jugendalter begrenzten Auftreten antisozialer Auffälligkeiten («adolescence-limited»). Während im letzteren Fall die spezifischen Entwicklungsaufgaben und Lebensbedingungen Jugendlicher eine maßgebliche Rolle bei Entstehung und Verlauf spielen, entsteht persistentes antisoziales Verhalten als Resultat eines transaktionalen Prozesses zwischen Kind und Umwelt. Neben psychosozialen Faktoren kommt dabei biologischen Prädispositionen (genetische Belastung) und psychologischen Dispositionen (Temperaments- und Persönlichkeitsmerkmale) eine zentrale Bedeutung zu. Wichtige Aufschlüsse über die zugrunde liegenden Mechanismen versprechen die jüngsten Fortschritte der neurobiologischen und persönlichkeitspsychologischen Forschung. Die Integration beider Ansätze kann dazu beitragen, Maßnahmen der Prävention und Frühintervention zielgruppenorientierter auszurichten und damit wirkungsvoller zu gestalten.
Schlüsselwörter
Gewalt, Delinquenz, Entwicklungspsychopathologie, biologische Faktoren, psychologische Faktoren
Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 29, 2001, Heft 4, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Both the intensity and prevalence of violence and delinquency among children and adolescents have continued to rise during the past fifteen years. Efforts to counteract this development may benefit from recent evidence from developmental psychopathology and neurobiology. A model proposed by Moffitt describes two developmental pathways into antisocial problem behavior: one path characterized by an early onset and a stable course of symptoms ("life-course persistent") and the other by an episodic ("adolescence-limited") occurrence of antisocial behavior. While in the latter the specific developmental tasks and life circumstances of adolescence play a major role in the pathogenesis, persistent antisocial behavior is perceived to be a result of a transactional process between child and environment. Apart from psychosocial factors, biological predispositions (genetic susceptibility) and psychological dispositions (temperament and personality characteristics) are of primary interest. The recent progress in neurobiological and personality research promises significant insights into the underlying pathogenetic mechanisms. Integrating these approaches may help in targeting prevention and early intervention programs to high-risk groups and may thus contribute to improving their effectiveness.
Key words
Violence, delinquency, developmental psychopathology, neurobiological factors, psychological factors
Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 29, 2001, Heft 4, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Zusammenfassung
Mit der transkraniellen Magnetstimulation (TMS) kann die Exzitabilität
des motorischen Systems direkt in vivo untersucht werden. Diese
Methode wurde deshalb bei Kindern mit solchen Störungsbildern
angewandt, bei denen sich eine unzureichende Steuerung, Kontrolle
und/oder Regulation motorischer Abläufe feststellen lässt:
Eine «musterbezogene» Überaktivität bei
Tic-Störungen, eine «allgemeine» motorische Überaktivität
bei Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen
(ADHS).
Im Vergleich zu gesunden Kindern waren bei Kindern mit diesen
hypermotorischen Störungsbildern unterschiedliche Auffälligkeiten
festzustellen: (1) Eine verkürzte Kortikale Silent Period
und damit ein Hinweis auf defizitäre inhibitorische Prozesse
wahrscheinlich auf Ebene der Basalganglien bei Kindern mit Tic-Störungen
(offenbar kein Einfluss klinisch wirksamer Medikamente), (2) eine
verminderte intrakortikale Inhibition und damit ein Hinweis auf
defizitäre inhibitorische Prozesse eher im Bereich des Motorkortex
bei Kindern mit ADHS (Zunahme der intrakortikalen Inhibition unter
Methylphenidatgabe). (3) Bei Kindern mit komorbider ADHS und Tic-Störung
waren beide neurophysiologischen Veränderungen i.S. eines
«additiven» Inhibitionsdefizites im motorischen System
aufzeigbar.
Mit diesen TMS-Untersuchungen konnten bei Kindern mit den hypermotorischen
Störungsbildern Tic-Störungen und ADHS neue Befunde
zur Darstellung neurobiologischer Grundlagen («Inhibitionsdefizite
im motorischen System»), zur Frage der Komorbidität
(«additiver Effekt im motorischen System») sowie zum
Wirkmechanismus entsprechender Psychopharmaka («Verbesserung
des Inhibitionsvermögens im motorischen System bei ADHS unter
Methylphenidat») erarbeitet werden.
Schlüsselwörter
Transkranielle Magnetstimulation, motorisches System, Inhibitionsdefizit, Tic-Störung, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung
Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 29, 2001, Heft 4, © 2001 Verlag Hans Huber Bern
Motor system excitability can be investigated in vivo by means
of single and paired pulse transcranial magnetic stimulation (TMS).
Whereas the cortical silent period reflects the general degree
of inhibitory mechanisms mainly within the sensorimotor loop,
intracortical excitability measures the focused degree of inhibitory
and facilitatory mechanisms within the motor cortex.
In child and adolescent psychiatric disorders with uncontrollable
motor behavior such as tics in tic disorder or motoric hyperactivity
in attention deficit hyperactivity disorder (ADHD), different
dysfunctional patterns of motor system excitability could be demonstrated
compared to age-matched healthy controls: (1) In tic disorder,
a shortened cortical silent period was observed, providing evidence
of deficient inhibitory mechanisms within the sensorimotor loop,
probably primarily at the level of the basal ganglia. (2) In ADHD,
a decreased intracortical inhibition was found, probably reflecting
deficient inhibitory mechanisms within the motor cortex (but enhancement
of intracortical inhibition after oral intake of 10 mg methylphenidate).
In order to investigate neurophysiological aspects of comorbidity,
(3) motor system excitability was also measured in children with
combined ADHD and tic disorder. The findings of a reduced intracortical
inhibition as well as a shortened cortical silent period in these
comorbid children provide evidence of additive effects at the
level of motor system excitability.
These decreased inhibitory mechanisms within the entire sensorimotor
loop and especially the motor cortex could be essential neurobiological
substrates of the deficient inhibitory motor control and regulation,
respectively, in tic disorder and ADHD.
Key words
transcranial magnetic stimulation, motor system, inhibition, tic disorder, attention deficit hyperactivity disorder
Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 29, 2001, Heft 4, © 2001 Verlag Hans Huber Bern