Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Philipps-Universität Marburg (Leiter: Prof. Dr. Dr. H. Remschmidt)
(Summary)
Zusammenfassung
Fragestellung: In dieser Studie wurden die ersten sechs Wochen
unter konventioneller Neuroleptikabehandlung und die folgenden sechs
Wochen nach Umstellung auf das atypische Neuroleptikum Clozapin
erfaßt.
Methodik: In wöchentlichen Abständen wurde die
Psychopathologie anhand von BPRS, SANS und SAPS erhoben, parallel
hierzu erfolgten Blutentnahmen zur Bestimmung der biogenen Amine und
der Serumspiegel von Clozapin.
Ergebnisse: Die Serumspiegel des Serotonins und die Plasmaspiegel von
Noradrenalin waren signifikant höher während der Behandlung
mit Clozapin im Vergleich zur Vorbehandlung mit typischen
Neuroleptika. Ein Vergleich der Plasmaadrenalinspiegel in den Gruppen
der Responder (n = 7) und Non-Responder (n = 8) auf Clozapin ergab,
daß die Therapieresponse auf Clozapin schon anhand der
Adrenalinspiegel vor dem Beginn der Behandlung mit Clozapin eindeutig
vorhergesagt werden kann. Ebenso ging eine geringe Belastung mit
depressiven Symptomen vor Beginn der Behandlung mit Clozapin mit
einem besseren Ansprechen der neuroleptischen Behandlung einher.
Zusätzlich zeigten Patienten, die auf eine Behandlung mit
Clozapin respondierten, erhöhte Plasmawerte von
Methoxyhydroxyphenylglycol (MHPG) und Adrenalin im Vergleich zu den
gemessenen Konzentrationen dieser biogenen Amine während der
Vorbehandlung mit typischen Neuroleptika. Non-Responder bei der
Umstellung auf Clozapin zeigten diesen Plasmaspiegelanstieg nicht. In
der Gruppe der Non-Responder ergaben sich keine nennenswerten
Veränderungen der Catecholamine.
Schlüsselwörter
Schizophrenie, Jugendliche, Biogene Amine, Clozapin
Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 26, 1998, Heft 4, © 1998; Verlag Hans Huber AG, Bern
Objectives: The purpose of this study was to assess the
relationships between neuroleptic medication, biogenic amines and
symptomatology in a sample of adolescents with schizophrenia (ICD-10
critria).
Method: Psychopathological symptoms were rated weekly by means of
standard rating scales (BPRS, SANS, SAPS), parallel to weekly blood
samplings for measurement of biogenic amines and serum levels of
clozapine. These measures were obtained for the 6 weeks of
conventional neuroleptic treatment and the subsequent 6-week
open-label clozapine trial.
Results: Serum levels of serotonin and plasma norepinephrine were
significantly higher during treatment with clozapine than during
preteatment with typical neuroleptics. A comparison of the plasma
norepinephrine levels in responders (n = 7) and non-responders (n =
8) to those of clozapine revealed that response to clozapine can be
predicted on the basis of the epinephrine levels prior to initiation
of clozapine treatment. Additionally, plasma concentrations of
methoxyhydroxyphenylglycol (MHPG) and epinephrine were both increased
in clozapine responders in comparison to the levels measured during
pretreatment with typical neuroleptics. Finally, our results
demonstrate that depressive symptomatology prior to initiation of
clozapine treatment is also predictive of response to this atypical
neuroleptic.
Keywords
schizophrenia, adolescents, biogenic amines, clozapine
Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 26, 1998, Heft 4, © 1998; Verlag Hans Huber AG, Bern
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des
Kindes- und Jugendalters der Universität
Würzburg1, Köln2 bzw. Marburg4
Klinische Forschergruppe der Klinik für Psychiatrie und
Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Philipps
Universität Marburg3
(Summary)
Zusammenfassung
Fragestellung: Leptin ist ein Hormon, das in Fettzellen gebildet
und in die Blutbahn sezerniert wird. Dem Hormon kommt eine wichtige
Bedeutung bei der Regulation des Körpergewichts, der Anpassung
des Organismus an eine Semistarvation und der Reproduktion zu.
Insofern haben klinische Untersuchungen zur Anorexia nervosa
Modellcharakter, da über diese Eßstörung weitere
Erkenntnisse zur Funktion dieses Hormons gewonnen werden
können.
Methodik: Es ist zu prüfen, welche Symptome der Anorexia nervosa
auf die im Akutstadium der Erkrankung stark erniedrigten
Serumleptinspiegel zurückzuführen sind. Ferner ist zu
prüfen, ob eine zu rasche Gewichtszunahme nicht eine
physiologische Gegenregulation in Gang setzt, die das Risiko für
eine erneute Gewichtsabnahme erhöht.
Ergebnisse: In der vorliegenden Übersichtsarbeit sollen bislang
erzielte Ergebnisse zur Leptinsekretion im Rahmen der Anorexia
nervosa zusammengefaßt und mögliche diagnostische,
pathophysiologische und therapeutische Implikationen dieser Befunde
diskutiert werden.
Schlüsselwörter
Körpergewicht, Bulimia nervosa, Menstruation, Fertilität, Amenorrhö
Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 26, 1998, Heft 4, © 1998; Verlag Hans Huber AG, Bern
Objectives: Leptin is a hormone synthesized in adipocytes and
secreted into the bloodstream. It plays an important role in the
regulation of body weight, the adaptation to semi-starvation and in
reproductive function. Hence, clinical studies pertaining to anorexia
nervosa can serve to further elucidate the functions of this hormone
in light of the unique features of this disorder.
Methods: Circulating concentrations of leptin are exceedingly low
during the acute stage of anorexia nervosa. Which symptoms result
from these diminished concentrations must be clarified. Furthermore,
research is required to evaluate whether or not a too rapid weight
gain might induce a physiological counter-regulation which would
predispose to renewed loss of weight.
Results: This review summarizes findings to date pertaining to leptin
secretion in patients with anorexia nervosa. In addition, possible
diagnostic, pathophysiological and therapeutic implications are
discussed.
Keywords
body weight, bulimia nervosa, menstruation, fertility, amenorrhea
Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 26, 1998, Heft 4, © 1998; Verlag Hans Huber AG, Bern
Heckscher Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie (Direktor: Prof. Dr. J. Martinius) Außenstelle München-Solln: Abteilung für teilleistungs- und verhaltensgestörte Kinder
(Summary)
Zusammenfassung
Fragestellung: Auffälligkeiten in der Entwicklung der
Sprachproduktion werden im Umgang mit einem Kind sehr schnell
festgestellt. Dementsprechend führen Schwierigkeiten in der
aktiven Sprache rasch zu einer fachlichen Abklärung und
Behandlung. Die Einschätzung des Sprachverständnisses
dagegen ist sehr viel schwieriger, so daß Defizite in diesem
Bereich oft nicht erkannt oder unterschätzt werden.
Methodik: An einer Stichprobe von 100 Kindern, die im Zeitraum 1993
bis 1995 in der Spezialambulanz für teilleistungs- und
verhaltensgestörte Kinder der Heckscher Klinik in
München-Solln vorgestellt wurden und bei denen klinisch das
Symptom einer behandlungsbedürftigen
Sprachverständnisstörung festgestellt wurde, untersuchten
wir, bei welcher ICD-10-Diagnose das Symptom
Sprachverständnisstörung vorlag.
Ergebnisse: Bei 16 Kindern war das Symptom
&laqno;Sprachverständnisstörung» im Rahmen einer
Intelligenzminderung und bei 3 Kindern im Rahmen einer tiefgreifenden
Entwicklungsstörung zu sehen. 81 Kinder erfüllten die
klinischen ICD-10-Kriterien einer rezeptiven
Sprachentwicklungsstörung, oft in Kombination mit einem
hyperkinetischen Syndrom oder einer emotionalen Störung. Nur 42
dieser Kinder erfüllten auch das Kriterium einer Diskrepanz von
mindestens einer Standardabweichung zwischen dem Ergebnis des
Sprachverständnistests und dem nonverbalen IQ. Der Stellenwert
der Sprachtests in der Diagnostik umschriebener rezeptiver
Sprachentwicklungsstörungen wird diskutiert.
Schlüsselwörter
Sprachproduktion, Sprachverständnis,
Sprachverständnisstörung, Intelligenzminderung,
tiefgreifende Entwicklungsstörung
Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und
Psychotherapie, Band 26, 1998, Heft 4, © 1998; Verlag Hans Huber
AG, Bern
Objectives: Deficits in the expressive language abilities of
children are easily observed. Thus these children usually are
detected early and receive appropriate professional help. Receptive
language abilities are much more difficult to assess, so that
deficits either go unnoticed or often are not treated early.
Methods: In a population of 100 children examined between 1993 and
1995 in the outpatient department for speech, language and behavior
problems at the Heckscher Klinik in Munich-Solln and diagnosed as
having clinically relevant deficits in language comprehension, we
determined the ICD-10 diagnostic category into which the symptom
&laqno;language comprehension deficit» would best fit.
Results: 16 children exhibited language comprehension deficits that
were part of a general mental retardation, three other children were
diagnosed as having a pervasive developmental disorder. 81 children
fulfilled the clinical ICD-10 criteria of a specific receptive
language disorder, often in combination with a hyperkinetic syndrome
or an emotional disorder. For 42 of these children this diagnosis
also was confirmed by test results showing a discrepancy of one
standard deviation between the language comprehension test and the
non-verbal IQ. The value of language tests for the diagnosis of
specific developmental speech and language disorders is discussed.
Keywords
expressive language abilities, receptive language abilities, language comprehension deficit, mental retardation, pervasive developmental disorder
Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 26, 1998, Heft 4, © 1998; Verlag Hans Huber AG, Bern
Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie (Leiter: Prof. Dr. R. Castell) der Psychiatrischen Klinik (Komm. Direktor: Prof. Dr. A. Barocka) der Universität Erlangen-Nürnberg1 und Bezirksklinikum Regensburg (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. H.E. Klein)2
(Summary)
Zusammenfassung
Fragestellung: In dieser Arbeit sollen die Ergebnisse zweier
häufig angesetzter Testverfahren des HAWIK-R und der
Progressiven Matrizen nach Raven (CPM und SPM) verglichen werden.
Methodik: 702 Kinder wurden ambulant sowohl mit dem HAWIK-R als auch
mit den Progressiven Matrizen-Tests (CPM oder SPM) getestet.
Ergebnisse: Es ergaben sich hochsignifikante Mittelwertsunterschiede:
Der mittlere IQ lag beim CPM um fast 10 Punkte höher als beim
HAWIK-R. Unter Verwendung der SPM hingegen lag der mittlere IQ um
fast 6 Punkte niedriger als der Mittelwert des HAWIK-R. Die
Korrelationen zwischen HAWIK-R und den Matrizen-Tests liegen im
mittelhohen Bereich bei jeweils 0,67. Auch durch die aktuelle
Neunormierung der SPM ändert sich an der beschriebenen
Mittelwertsdifferenz nichts Wesentliches.
Schlüsselwörter
Intelligenzdiagnostik, HAWIK-R, Matrizen-Tests
Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 26, 1998, Heft 4, © 1998; Verlag Hans Huber AG, Bern
Objectives: What are the differences between measuring
intelligence with the WISC-R or with the Progressive Matrices
Tests?
Methods: 702 children were tested as outpatients of the Child and
Adolescent Department of the Psychiatric University Hospital
Erlangen-Nuremberg by means of the WISC-R and the Progressive
Matrices Tests (CPM and SPM).
Results: Highly significant differences in the mean were found. The
mean IQ was 10 points higher on the CPM than on the WISC-R but 6
points lower than the WISC-R on the SPM. At 0.67 the correlations
between WISC-R and the Matrices Tests were each in the middle high
range. Differences between the tests were substantial and remain
unchanged despite the recently newly normed SPM.
Keywords
Intelligence diagnostics, WISC-R, Matrices Tests
Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 26, 1998, Heft 4, © 1998; Verlag Hans Huber AG, Bern
Institut für Psychologie, Universität Koblenz-Landau, Abteilung Koblenz
(Summary)
Zusammenfassung
Fragestellung: In der vorliegenden Studie wurde untersucht, wie
verbreitet Erfahrungen der Depersonalisation im Jugendalter sind und
ferner, inwieweit diese mit dem Selbstwertgefühl und der
Selbstaufmerksamkeit Jugendlicher zusammenhängen.
Methodik: Hierzu wurden 352 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 16
Jahren anhand standardisierter Fragebögen untersucht.
Ergebnisse: Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse: (1) Die Mehrzahl
der Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren weist nur geringe
Depersonalisationserfahrungen auf. (2) Es ließen sich deutliche
Geschlechtsunterschiede im Altersverlauf feststellen: Bei weiblichen
Jugendlichen nehmen Depersonalisationserfahrungen mit dem Alter zu,
während sich bei männlichen Jugendlichen ab der mittleren
Adoleszenz eine diesbezügliche Abnahme zeigt. (3) Jugendliche
mit intensiver Depersonalisationserfahrung unterscheiden sich von den
übrigen Jugendlichen der Stichprobe durch eine stärkere
Aufmerksamkeitsfokussierung auf ihre eigene Person, nicht jedoch
hinsichtlich ihres Selbstwertgefühls. Die Ergebnisse werden vor
dem Hintergrund der adoleszenten Identitätsentwicklung
diskutiert.
Schlüsselwörter
Depersonalisation, Körperentfremdung, Jugendalter
Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 26, 1998, Heft 4, © 1998; Verlag Hans Huber AG, Bern
Objectives: The present study examined how widespread experiences
of depersonalization are in adolescence and how they are connected to
self-esteem and self-awareness.
Methods: We tested 352 adolescents aged 12 to 16 years by means of
standardized questionnaires.
Results: The results show: (1) that the majority of adolescents has
had few experiences of depersonalization. (2) We observed clear sex
differences in the course of age. Among female adolescents the number
of experiences of depersonalization increased with age, whereas among
male adolescents the number began to decrease in mid-adolescence. (3)
Adolescents whose experiences of depersonalization are intense do not
differ from their counterparts in the study with regard to
self-esteem; however, their sense of self-awareness is heightened.
The results are discussed in respect to the formation of identity in
adolescence.
Keywords
depersonalization, out-of-body experience, adolescence
Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 26, 1998, Heft 4, © 1998; Verlag Hans Huber AG, Bern
Psychiatrische Klinik und Poliklinik der Universität Würzburg (Leiter: Prof. Dr. H. Beckmann) und SKH Großschweidnitz, Abteilung Allgemeine Psychiatrie (Chefarzt: Dr. V. Hocke)
(Summary)
Zusammenfassung
Die Multiple Persönlichkeitsstörung (MPS) (ICD 10,
DSM-III-R) oder Dissociative Identity Disorder (DSM IV) wird als
dissoziative Störung aufgefaßt. Die Diagnose wird meist
erst im Erwachsenenalter gestellt, Beschreibungen der Multiplen
Persönlichkeitsstörung im Kindes- und Jugendalter
(KJ-Alter) finden sich bisher in der Literatur nur vereinzelt.
Für die Störung als ursächlich werden sexueller und
körperlicher Mißbrauch in der Kindheit angesehen.
Diagnostische Hauptkriterien sind das Existieren mindestens zweier
Identitäten in einer Person, deren wechselweise Übernahme
der Verantwortung für die Person und Amnesien für
Abschnitte des Lebenslaufes, die mit Vergeßlichkeit nicht
erklärt werden können.
Fragestellung: Wird die MPS im Kindes- und Jugendalter
diagnostiziert? Welche Merkmale kennzeichnen die MPS bei Kindern und
Jugendlichen?
Methode: Aus einer Literaturdatenbankanalyse wurden alle erreichbaren
Fachpublikationen gesichtet und einzeln ausgewertet.
Ergebnisse: Die Literaturauswertung ergab eine Gesamtzahl von 120
publizierten Fällen im Kindes- und Jugendalter. Die
häufigsten klinischen Präsentationssymptome sind affektive
und Angstsymptome, akustische Halluzinationen, Amnesien und
Verhaltensstörungen. Die Geschlechtsrelation im KJ-Alter
errechnet sich mit 5:4 w:m, im Erwachsenenalter wird sie mit 9:1
angegeben. Der soziale und familiäre Hintergrund von Kindern und
Jugendlichen mit MPS ist bisher nur ungenügend beschrieben. Die
Zahl publizierter Fälle ist in den letzten Jahren gestiegen.
Schlußfolgerung: Die MPS wird im Kindes- und Jugendalter
diagnostiziert, die Validität der diagnostischen Kriterien ist
kritisch zu sehen.
Schlüsselwörter
Multiple Persönlichkeitsstörung, Dissoziative Identitätsstörung, Sexueller Mißbrauch, Körperlicher Mißbrauch
Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 26, 1998, Heft 4, © 1998; Verlag Hans Huber AG, Bern
Multiple Personality Disorder (MPD) (ICD 10, DSM-III-R) or
Dissociative Identity Disorder (DSM IV) is seen as a dissociative
disorder. The diagnosis is mainly made only in adults. Descriptions
of MPD in children or adolescents are rare in scientific literature.
Both sexual and physical abuse are seen as the most important
etiological factors. The diagnostic criteria include the presence of
two or more identities within one person, the alternating control of
the person's actions by the different personalities and amnesia with
regard to episodes in one's life history which cannot be accounted
for by forgetfulness.
Objectives: Is MPD diagnosed in children and adolescents? Which
criteria are relevant in this disorder?
Methods: All scientific publications found in an online search were
individually analyzed.
Results: The literature survey yielded 120 published cases of MPD in
children and adolescents. The main clinical presentations are
affective and anxiety symptoms, auditory hallucinations, amnesia and
behavioral disturbances. The sex ratio for children and adolescents
is 5:4 f:m, resp. 9:1 for adults. Description of the social and
familial backgrounds of children and adolescents with MPD is
inadequate. The number of MPD cases among children, adolescents and
adults has risen in recent years.
Conclusion: MPD is diagnosed in children and adolescents. The
diagnostic criteria are inconclusive.
Keywords
multiple personality identity disorder, dissociative identity, disorder, sexual abuse, physical abuse
Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Band 26, 1998, Heft 4, © 1998; Verlag Hans Huber AG, Bern