Verlag Hans Huber


Zeitschrift für Pädagogische Psychologie/German Journal of Educational Psychology Nr. 3/4/2001

Contents/Inhalt

Marcus Hasselhorn und Wolfgang Schneider
Nachruf: Franz Emanuel Weinert, 9.9.1930–7.3.2001
Obituary

Zusammenfassung
Summary

Bernhard Schmitz
Neue Trainingsansätze in der Pädagogischen Psychologie: Schwerpunkt Motivation
New Conceptions of Motivational Training in Educational Psychology

Zusammenfassung
Summary

Brigitte Lund, Falko Rheinberg und Ulrike Gladasch
Ein Elterntraining zum motivationsförderlichen Erziehungsverhalten in Leistungskontexten
Teaching Parents how to Reduce Children’s Fear of Failure

Zusammenfassung
Summary

Stephanie Schreblowski und Marcus Hasselhorn
Zur Wirkung zusätzlicher Motivänderungskomponenten bei einem metakognitiven Textverarbeitungstraining
On the Effectiveness of a Motive Modification Supplement to a Metacognitive Reading Program

Zusammenfassung
Summary

Detlev Leutner, Anke Barthel und Beate Schreiber
Studierende können lernen, sich selbst zum Lernen zu motivieren: Ein Trainingsexperiment
Students Can Learn to Motivate Themselves for Learning – A Training Experiment

Zusammenfassung
Summary

Barbara Schober und Albert Ziegler
Das Münchner Motivationstraining (MMT): Theoretischer Hintergrund, Förderziele und exemplarische Umsetzung
The Munich Motivational Training: Theoretical Background, Aims, and a First Evaluation

Zusammenfassung
Summary

Bernhard Schmitz
Self-Monitoring zur Unterstützung des Transfers einer Schulung in Selbstregulation für Studierende: Eine prozessanalytische Untersuchung
Self-Monitoring to Support the Transfer of a Self-Regulation Instruction for Students: A Process Study

Zusammenfassung
Summary

Jens Möller und Renate Appelt
Auffrischungssitzungen zur Steigerung der Effektivität des Denktrainings für Kinder I
Booster Sessions to Increase the Effectivity of the Training of Inductive Reasoning

Zusammenfassung
Summary

Beatrice Rammstedt und Thomas H. Rammsayer
Geschlechtsunterschiede bei der Einschätzung der eigenen Intelligenz im Kindes- und Jugendalter
Gender Differences in Self-Estimated Intelligence in Children and Early Adolescents

Zusammenfassung
Summary

Johannes Naumann, Tobias Richter und Norbert Groeben
Validierung des INCOBI anhand eines Vergleichs von Anwendungsexperten und Anwendungsnovizen
Validation of the INCOBI Through Comparison of Expert and Novice Computer Users

Zusammenfassung
Summary

Barbara Gasteiger Klicpera
Buchbesprechungen: Hasselhorn, M., Schneider, W. & Marx, S. (Hrsg.). (2000). Diagnostik von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
Book Reviews

Zusammenfassung
Summary

Ulrike Cress
Buchbesprechungen: Schiefele, U. & Wild, K.-P. (Hrsg.). (2000). Interesse und Lernmotivation. Untersuchungen zu Entwicklung, Förderung und Wirkung
Book Reviews

Zusammenfassung
Summary

Margarete Imhof
Buchbesprechungen: Schütz, A. (2000). Psychologie des Selbstwertgefühls
Book Reviews

Zusammenfassung
Summary

Siglinde Graf und Christiane Pruisken
Buchbesprechungen: Elbing, E. (2000). Hochbegabte Kinder – Strategien für die Elternberatung
Book Reviews

Zusammenfassung
Summary

Nachrichten
News

Zusammenfassung
Summary

Rückschau

Zusammenfassung
Summary

Vorschau
Forthcoming articles

Zusammenfassung
Summary

Neuerscheinungen
New Books

Zusammenfassung
Summary



Zusammenfassungen / Summaries



Contents/
Inhalt
   

Nachruf auf Franz Emanuel Weinert

Marcus Hasselhorn und Wolfgang Schneider

Zeitschrift für Pädagogische Psychologie/German Journal of Educational Psychology 2001; 3/4; 123–126; Hans Huber AG, Bern


Contents/
Inhalt
   

Editorial zum Themenschwerpunkt: Neue Trainingsansätze in der Pädagogischen Psychologie: Schwerpunkt Motivation
New Conceptions of Motivational Training in Educational Psychology

Bernhard Schmitz

Technische Universität Darmstadt

Zeitschrift für Pädagogische Psychologie/German Journal of Educational Psychology 2001; 3/4; 127–129; Hans Huber AG, Bern


Contents/
Inhalt
   

Ein Elterntraining zum motivationsförderlichen Erziehungsverhalten in Leistungskontexten
Teaching Parents how to Reduce Children’s Fear of Failure

Brigitte Lund, Falko Rheinberg und Ulrike Gladasch

Universität Potsdam, Institut für Psychologie

(Summary)

Zusammenfassung

Beschrieben wird ein Training, das Eltern helfen soll, in Leistungskontexten ein motivational günstiges Erziehungsverhalten zu zeigen. In sechs Abendsitzungen lernten 32 Eltern von Drittklässlern, wie sie bei ihrem Kind eine realistische Zielsetzung, eine günstige Kausalattribution und eine Selbstbewertung nach individuellen Bezugsnormen stärken können. Im Vergleich zu 52 Kontrolleltern stiegen bei den trainierten Eltern die Kennwerte in einem Elternfragebogen an, der motivationsförderliches Erzieherverhalten erfasst. Bei den Kindern der trainierten Eltern verringerte sich die Furcht vor Misserfolg. Zudem wurde die Selbsteinschätzung der Kinder realistischer. Die Effekte auf Kinderseite waren auch nach acht Monaten noch nachzuweisen.

Summary

This paper presents a motivational program that helps parents to teach their children realistic goal-setting, favorable causal attributions, and individual reference norms for self-evaluation. Thirty-two parents of third graders participated in a program consisting of six lessons. In contrast to 52 non-trained parents these parents increased their scores in a questionnaire measuring favorable parental behavior. Moreover, their children responded with a decrease in fear of failure and an increase in realistic self-evaluation. These effects were of high stability and still evident after eight months.

Keywords

Bezugsnorm-Orientierung, Elterntraining, Kausalattribution, Leistungsmotivation

Zeitschrift für Pädagogische Psychologie/German Journal of Educational Psychology 2001; 3/4; 130–144; Hans Huber AG, Bern


Contents/
Inhalt
   

Zur Wirkung zusätzlicher Motivänderungskomponenten bei einem metakognitiven Textverarbeitungstraining
On the Effectiveness of a Motive Modification Supplement to a Metacognitive Reading Program

Stephanie Schreblowski und Marcus Hasselhorn

Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie, Göttingen

(Summary)

Zusammenfassung

In einer Trainingsstudie wurde überprüft, ob sich die Wirksamkeit eines metakognitiven Textverarbeitungsstrainings durch die Anreicherung mit Motivförderungskomponenten steigern lässt. An der Studie nahmen 81 Schülerinnen und Schüler der fünften Klassenstufe teil, die im Rahmen eines Prätest-Posttest-Kontrollgruppenplanes einer Textverarbeitungstrainingsgruppe ohne Motivförderung, einer Textverarbeitungstrainingsgruppe mit Motivförderung und einer Wartegruppe zugeordnet wurden. Die Trainingsgruppen wurden zusätzlich etwa 5 Monate nach Trainingsende erneut getestet (Follow-up). Das metakognitive Training führte zu Verbesserungen in den bereichsspezifischen Leistungsvariablen Leseverständnis und Behaltensleistung sowie im metakognitiven Wissen. Die zusätzliche Motivförderung führte nur zu einem tendenziellen Effekt im Abbau ungünstiger Attribuierungsmuster ohne zeitlichen Transfer. Die Frage möglicher Effizienzsteigerungen der Motivförderung wird abschließend diskutiert.

Summary

A training study was conducted in order to explore whether the effectiveness of a metacognitive reading program may be increased by achievement motive modification exercises. Participants were 81 fifth graders who either were assigned to a metacognitive reading program without motive modification, or to a metacognitive reading program with motive modification exercises, or to a waiting group. Reading comprehension, text recall, metacognitive knowledge as well as unfavourable attributional styles were assessed for all children before and after training. Both training groups were again tested about 5 months after training completion. The metacognitive reading program revealed increases regarding reading comprehension, text recall and metacognitive knowledge. However, the additional exercises to modify achievement motive yielded only a slight decrease of children’s unfavourable attributional styles, and both training groups did not differ in their follow-up performance. In the discussion the issue is addressed how to improve the efficiency of achievement motive modification.

Keywords

Textverarbeitung, metakognitives Training, Motivänderung, Transfer

Zeitschrift für Pädagogische Psychologie/German Journal of Educational Psychology 2001; 3/4; 145–154; Hans Huber AG, Bern


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Studierende können lernen, sich selbst zum Lernen zu motivieren: Ein Trainingsexperiment
Students Can Learn to Motivate Themselves for Learning – A Training Experiment

Detlev Leutner, Anke Barthel und Beate Schreiber

Universität Erfurt

(Summary)

Zusammenfassung

Sechsundsechzig Studierende nahmen an einem computer-basierten Training motivationaler Lernstrategien teil. Gegenstand des Trainings war eine Strategie, eine Lernabsicht zu entwickeln, indem man sich den persönlichen Nutzen des zu erwerbenden Wissens verdeutlicht. Die Vpn erhielten (1) kein spezifisches Training, (2) nur ein Training der motivationalen Lernstrategie oder (3) ein kombiniertes Training der Lernstrategie und darauf bezogener Selbstregulation. Nach dem Training bearbeiteten die Vpn einen Lehrtext, den sie zuvor als weniger motivierend beurteilt hatten. Es wurde erhoben, inwieweit die Vpn die Trainingsinhalte zur Anwendung brachten, welches Motivationsniveau sie bei Anwendung der gelernten Strategie erreichten und wie viel Wissen sie aus der Bearbeitung des Textes gewannen. Die Vpn des kombinierten Trainings schnitten hinsichtlich aller drei Variablen besser ab als die Vpn des Lernstrategietrainings und die Vpn ohne Training, und die Vpn des Lernstrategietrainings schnitten ebenfalls besser ab als die Vpn ohne Training. Die Ergebnisse entsprechen aktuellen Theorien des Trainings von Lernstrategien, die davon ausgehen, dass es sinnvoll ist, neben der Vermittlung von Wissen über einzelne Lernstrategien auch den zielführenden Einsatz der jeweiligen Lernstrategie zu trainieren.

Summary

Sixty-six university students participated in a computer-based training program on motivational learning strategies. The program dealt with a strategy to generate a learning intention by identifying the personal (task) value of information which could be drawn from reading an instructional text. The students received (1) no training at all, (2) a training of the motivational learning strategy or (3) a combined training of the learning strategy and related self-regulation strategies. After having completed the training program, the students read an instructional text which they had initially rated to be less motivating. It was measured whether the students applied the contents of the training program, which motivation level they were able to reach by applying the motivational learning strategy and how much knowledge they had acquired after reading the text. On all three variables, those students who received the combined training outperformed those students who received the learning strategy training and no training, and the students who received the learning strategy training also outperformed students without any training. The results are in line with instructional theories which state that – besides teaching specific learning strategies – it is useful to instruct students to apply the strategies in such a way that the strategy goals will be reached.

Keywords

Lernstrategie, Lernmotivation, Lernabsicht, Training

Zeitschrift für Pädagogische Psychologie/German Journal of Educational Psychology 2001; 3/4; 155–167; Hans Huber AG, Bern


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Das Münchner Motivations- training (MMT): Theoretischer Hintergrund, Förderziele und exemplarische Umsetzung
The Munich Motivational Training: Theoretical Background, Aims, and a First Evaluation

Barbara Schober (1) und Albert Ziegler (2)

(1) Universität Wien, (2) Universität Frankfurt/Main

(Summary)

Zusammenfassung

In diesem Beitrag wird das Münchner Motivationstraining (MMT) vorgestellt, das sich als eine integrative Gesamtkonzeption zur Verbesserung der Motivation zum selbstregulierten Lernen von Schülern und Schülerinnen versteht. Bei der einleitenden Darstellung des theoretischen Hintergrundes wird herausgestellt, dass Motivationsförderung drei Ebenen umfassen muss: Bedürfnis-, Ziel- und Handlungsebene. Nach einer Konkretisierung dieser theoretischen Vorgaben in Trainingsziele bzw. –ansatzpunkte wird eine Implementierung des MMT für Schüler und Schülerinnen der fünften Jahrgangsstufe des Gymnasiums beschrieben. Mit Hilfe einer Evaluationsstudie mit sehr hoch angesetzten Erfolgskriterien wird die Wirksamkeit des MMT belegt. In der Diskussion wird unter anderem auf Fragen der Übertragbarkeit des MMT auf andere Förderkontexte und seine Handhabbarkeit eingegangen.

Summary

This contribution will present the Munich Motivational Training (MMT), an integrated program conceptualized to improve student motivation for self-regulated learning. During the introductory presentation of the pertinent theoretical background, it will become clear that the promotion of motivation must be active on three levels: needs, goals and behavior. After breaking these theoretical considerations down into intervention goals and approaches, an implementation of the MMT among 5th grade students will be described. The effectiveness of the MMT will be demonstrated by an evaluative study characterized by very stringent success criteria. The discussion will deal with, among others, the question of how well the MMT allows for transfer to other contexts and how user-friendly it is.

Keywords

MMT, Motivationsförderung, Mathematik

Zeitschrift für Pädagogische Psychologie/German Journal of Educational Psychology 2001; 3/4; 168–180; Hans Huber AG, Bern


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Self-Monitoring zur Unter- stützung des Transfers einer Schulung in Selbstregulation für Studierende: Eine prozessanalytische Untersuchung
Self-Monitoring to Support the Transfer of a Self-Regulation Instruction for Students: A Process Study

Bernhard Schmitz

Technische Universität Darmstadt

(Summary)

Zusammenfassung

Die Nutzung selbstregulativer Strategien wird als wichtige Kompetenz angesehen. Aufbauend auf einer Integration des allgemeinen Modells der Selbstregulation nach Zimmerman und Bandura, des Handlungsphasenmodells von Heckhausen und des Lernprozessmodells von Schmitz und Wiese wird eine kurze Schulung in Lern- und Volitionsstrategien für Studenten entwickelt. Um den Effekt der Schulung zu verstärken und den Transfer auf das alltägliche Lernverhalten zu steigern, werden standardisierte Tagebücher eingesetzt, mit denen das tägliche Lernverhalten erfragt und zur Selbstbeobachtung und Selbstreflexion angeregt werden soll. Die Effektivität des Trainings wird bei einer Stichprobe von Studenten der Wirtschaftswissenschaften mittels Kontrollgruppendesign überprüft. Dabei zeigen die Ergebnisse Wirkungen für metakognitive/ressourcen-orientierte und volitionale Strategien. Eine prozessuale Überprüfung weist steigende Trends für Lernstrategien und volitionale Variablen nach. Insgesamt erscheint der Versuch dieser Art der Transferförderung einer kurzen Schulung nachahmenswert.

Summary

The importance of self-regulatory competences is outlined. Based on an integration of a general model of self-regulation sensu Bandura and Zimmerman and a process model of learning (Schmitz & Wiese) an instruction for self-regulated learning is developed. Standardized diaries were used to stimulate the transfer of the instruction to the learning behaviour within students daily life. The diaries comprise questions on daily learning behaviour. The effect of the instruction is analyzed for a sample of students of economics using a control group design. The results show effects on resource-oriented learning strategies as well as volitional strategies. Process-analytic tests revealed that the effects of instruction and monitoring show ascending trends for the application of learning and volitional strategies. In sum, the experiences with this new method for facilitating transfer of an instructional program are encouraging. Possibilities to disentangle the confounded effects of instruction and monitoring are discussed.

Keywords

Selbstregulation, Transfer, Prozess, Training, Volition

Zeitschrift für Pädagogische Psychologie/German Journal of Educational Psychology 2001; 3/4; 181–198; Hans Huber AG, Bern


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Auffrischungssitzungen zur Steigerung der Effektivität des Denktrainings für Kinder I
Booster Sessions to Increase the Effectivity of the Training of Inductive Reasoning

Jens Möller und Renate Appelt

Abteilung für Psychologie, Universität Bielefeld

(Summary)

Zusammenfassung

In der Pädagogischen Psychologie fehlen bislang Studien, in denen versucht wird, die Effekte von Trainings durch die Implementation von Auffrischungssitzungen zu sichern oder zu verstärken. In der vorliegenden Studie mit N = 107 Grundschulkindern aus zweiten Klassen wird im Anschluss an das Denktraining für Kinder I nach Klauer (1989) der Effekt einer sieben Monate später durchgeführten Auffrischungssitzung geprüft. Zunächst zeigten sich die bekannten Effekte einer Steigerung der Intelligenztestleistungen durch das Training. Vor allem aber konnte gezeigt werden, dass die Kinder, die an der Auffrischungssitzung teilnahmen, gegenüber den Kindern stärkere Zuwächse erzielten, die das reine Denktraining erhielten oder zur Kontrollgruppe gehörten. Die Überlegenheit der Kinder aus der Gruppe mit der Auffrischungssitzung konnte auch weitere fünf Monate später bestätigt werden. Vorgeschlagen wird Auffrischungssitzungen in Trainingsprogramme zu integrieren.

Summary

In Educational Psychology, there is a lack of studies that try to increase the effectiveness of training programs through the implementation of booster sessions. The «Training in Reasoning for Children I» by Klauer (1989) refers to children of about five to eight years of age and is intended to improve their inductive reasoning. The present study with N = 107 second graders deals with the question whether a booster session carried out seven months following first training of reasoning can improve the effectiveness of that training. The results showed positive effects of the training program. More importantly, it was found that children who received an additional booster session improved their inductive reasoning to a larger extent than children who participated only in the original training or belonged to the control group. The superiority of the booster group proved to be stable over a five month period. It is suggested to carry out further research on booster sessions and to implement booster sessions into training programs.

Keywords

Auffrischungssitzungen, Denktraining, Induktives Denken

Zeitschrift für Pädagogische Psychologie/German Journal of Educational Psychology 2001; 3/4; 199–206; Hans Huber AG, Bern


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Geschlechtsunterschiede bei der Einschätzung der eigenen Intelligenz im Kindes- und Jugendalter
Gender Differences in Self-Estimated Intelligence in Children and Early Adolescents

Beatrice Rammstedt (1) und Thomas H. Rammsayer (2)

(1) Institut für Psychologie, Universität Jena,
(2) Institut für Psychologie, Universität Göttingen

(Summary)

Zusammenfassung

Studien zur selbst eingeschätzten Intelligenz belegen, dass Männer ihre Intelligenz höher einschätzen als Frauen. In der vorliegenden Studie wurden Geschlechtsdifferenzen in der selbst eingeschätzten Intelligenz bei Kindern und Jugendlichen anhand einer Stichprobe von 124 Grundschulkindern im Alter zwischen acht und zehn Jahren sowie einer Stichprobe von 243 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten im Alter von 12–15 Jahren untersucht. Die eigene Intelligenz wurde in 11 verschiedenen Bereichen eingeschätzt, die neben den sieben Thurstoneschen (1938) Primärfaktoren die musikalische, körperlich-kinästhetische, intra- und interpersonale Intelligenz des Gardnerschen (1983) Intelligenzkonzepts umfassten. Die Ergebnisse belegen die Angemessenheit eines differenzierten Intelligenzmaáes, da keine generell höhere Einschätzung der Jungen im Vergleich zu Mädchen bestätigt werden konnte. Jungen schätzen über beide Altersstufen hinweg ihre mathematische und räumliche Intelligenz, ihre Wahrnehmungsgeschwindigkeit sowie ihr logisches Denkvermögen signifikant höher ein als Mädchen. Mädchen hingegen beurteilen ihre musikalische Intelligenz höher als Jungen. Die Effektgröáen der Geschlechtsunterschiede in der jüngeren und der älteren Stichprobe deutet darauf hin, dass bereits im präpubertären Alter die gleichen Geschlechtsunterschiede in den Selbsteinschätzungen tendenziell vorhanden sind, die im pubertären Alter stärker offensichtlich werden.

Summary

Studies on self-estimated intelligence indicate that males rate their intelligence higher than females. The present study investigates gender differences in self-estimated intelligence of children and young adults. One hundred and twenty-four elementary school children aged eight to ten years and 243 high-school children aged 12 to 15 years participated in the study. Self-ratings were obtained for 11 specific aspects of intelligence including Thurstone’s (1938) Primary Mental Abilities as well as musical, bodily-kinesthetic, interpersonal and intrapersonal intelligence as proposed by Gardner (1983). The results revealed that males do not estimate their intelligence generally higher than females. Across both age groups boys, in contrast to girls, rated their abilities higher in mathematical and spatial intelligence, perceptual speed, and logical reasoning. However, girls rated their musical intelligence higher than males. The effect sizes of gender differences in both age groups suggest that already a tendency for specific gender differences exists in prepubertal children which stabilizes and becomes significant in pubertal children.

Keywords

Geschlechtsunterschiede, selbst eingeschätzte Intelligenz, Kindes- und Jugendalter

Zeitschrift für Pädagogische Psychologie/German Journal of Educational Psychology 2001; 3/4; 207–218; Hans Huber AG, Bern


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Validierung des INCOBI anhand eines Vergleichs von Anwendungsexperten und Anwendungsnovizen
Validation of the INCOBI Through Comparison of Expert and Novice Computer Users

Johannes Naumann, Tobias Richter und Norbert Groeben

Universität Köln

(Summary)

Zusammenfassung

Das Inventar zur Computerbildung (INCOBI) soll eine umfassende Erhebung von computerbezogenen Kompetenzen (Skalen zu deklarativem und prozeduralem Computerwissen, Vertrautheit und Sicherheit im Umgang mit dem Computer) und computerbezogenen Einstellungen (acht inhaltlich differenzierte Skalen) bei Studierenden der Geistes- und Sozialwissenschaften ermöglichen. Das Instrument wurde zu Validierungszwecken einer Stichprobe von 101 Personen mit hoher Computer-Anwendungsexpertise sowie 51 Personen mit niedriger Expertise vorgelegt. Zusätzlich wurden verschiedene Variablen der tatsächlichen Computernutzung erhoben. Die Ergebnisse sprechen für die Kriteriumsvalidität des INCOBI. Für alle Skalen lassen sich deutliche Differenzen zwischen den Gruppen der Anwendungsexperten und -novizen sowie in der Gesamtstichprobe signifikante Korrelationen mit Maßen der tatsächlichen Computernutzung finden. Die Skalen zur Erfassung von Computer Literacy korrelieren erwartungsgemäß höher mit Variablen der Computernutzung als die Skalen zur Erfassung computerbezogener Einstellungen. Bei getrennter Betrachtung der Experten- und Novizengruppe fällt die Mehrheit der Korrelationen geringer aus, bleibt jedoch signifikant.

Summary

The Computer Literacy Inventory (Inventar zur Computerbildung – INCOBI) is an instrument for the comprehensive assessment of computer competence (measured by scales for declarative and procedural computer-related knowledge, familiarity with computers and self-confidence in using the computer) and attitudes toward the computer (measured by eight scales regarding different content aspects). For validation purposes, the instrument was administered to a sample of 101 expert computer users and 51 novice computer users. Additionally, measures of actual computer use were obtained. The results are in favor of the criterion validity of the INCOBI. Significant differences were found between expert and novice users for all scales of the INCOBI. Correlations between INCOBI scales and measures of computer use were significant for the total sample, with correlations being higher for computer literacy scales than for scales measuring computer-related attitudes. Most of the correlations decrease when computed separately for expert and novice users, but remain significant.

Keywords

Computerbildung, computerbezogene Einstellungen, computerbezogene Kompetenz, Validierungsstudie

Zeitschrift für Pädagogische Psychologie/German Journal of Educational Psychology 2001; 3/4; 219–232; Hans Huber AG, Bern


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Buchbesprechungen: Hasselhorn, M., Schneider, W. & Marx, S. (Hrsg.). (2000). Diagnostik von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
Book Reviews

Barbara Gasteiger Klicpera

Universität Wien

Zeitschrift für Pädagogische Psychologie/German Journal of Educational Psychology 2001; 3/4; 233; Hans Huber AG, Bern


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Inhalt
   

Buchbesprechungen: Schiefele, U. & Wild, K.-P. (Hrsg.). (2000). Interesse und Lernmotivation. Untersuchungen zu Entwicklung, Förderung und Wirkung
Book Reviews

Ulrike Cress

Universität Tübingen

Zeitschrift für Pädagogische Psychologie/German Journal of Educational Psychology 2001; 3/4; 234–236; Hans Huber AG, Bern


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Inhalt
   

Buchbesprechungen: Schütz, A. (2000). Psychologie des Selbstwertgefühls
Book Reviews

Margarete Imhof

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M.

Zeitschrift für Pädagogische Psychologie/German Journal of Educational Psychology 2001; 3/4; 237–238; Hans Huber AG, Bern


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Inhalt
   

Buchbesprechungen: Elbing, E. (2000). Hochbegabte Kinder – Strategien für die Elternberatung
Book Reviews

Siglinde Graf und Christiane Pruisken

Philipps-Universität Marburg

Zeitschrift für Pädagogische Psychologie/German Journal of Educational Psychology 2001; 3/4; 239–242; Hans Huber AG, Bern


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Nachrichten
News

Zeitschrift für Pädagogische Psychologie/German Journal of Educational Psychology 2001; 3/4; 243; Hans Huber AG, Bern


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Rückschau

Zeitschrift für Pädagogische Psychologie/German Journal of Educational Psychology 2001; 3/4; 244; Hans Huber AG, Bern


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Vorschau
Forthcoming articles

Zeitschrift für Pädagogische Psychologie/German Journal of Educational Psychology 2001; 3/4; 244; Hans Huber AG, Bern


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Neuerscheinungen / New Books

Zeitschrift für Pädagogische Psychologie/German Journal of Educational Psychology 2001; 3/4; 245; Hans Huber AG, Bern


wwwadmin@HansHuber.com, 25. October 2001